Hermann Lingnau (* 22. Oktober 1936 in Kassel; † 16. August 2018 in Hochheim)Traueranzeige war ein deutscher Leichtathlet.

Leben und berufliche Karriere Hermann Lingnau, Sohn von Erna Lingnau, geborener Weiss, und des Diplom-Ingenieurs Alfred Lingnau, der als Kugelstoßer, Diskuswerfer und Steinstoßer in den 1920er und 1930er Jahren vor allem in der Deutschen Turnerschaft erfolgreich war, machte zunächst eine Banklehre und studierte Betriebswirtschaft in Frankfurt am Main. Das Studium schloss er 1964 als Diplom-Kaufmann ab. Von 1969 bis 1972 war er Geschäftsführer der Hessischen Landesentwicklungs- und Treuhandgesellschaft mbHVon 1972 bis 1978 war er Stadtkämmerer von Frankfurt am Main, 1979 bis 1987 Vorstandsmitglied der Kreditanstalt für Wiederaufbau und 1979 bis 1982 Vorstandsmitglied der Deutschen Olympischen Gesellschaft.

Hermann Lingnau war ab 1964 verheiratet mit Ulrike Lingnau, geborener Schöch, und hatte eine Tochter (Tina). Er lebte und starb in Hochheim am Main.

Sportliche Karriere Der 1,92 m große Hermann Lingnau begann seine sportliche Karriere in der Jugend beim KSV Hessen Kassel, bis 1956 gehörte er dem TK Hannover an. 1957 und 1958 startete er für Hannover 96, 1959 für TuS Rot-Weiß Koblenz und ab 1960 für FSV Frankfurt. Lingnau startete von 1955 bis 1961 in 42 Länderkämpfen im Kugelstoßen für die deutsche Nationalmannschaft. Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1958 belegte er im Kugelstoßen mit 17,07 m den vierten Platz mit fünf Zentimetern Rückstand auf den drittplatzierten Jíři Skobla aus der Tschechoslowakei. 1959 wurde der Hallenmeister Lingnau Studentenweltmeister im Kugelstoßen. Er gewann mit 17,32 m den Titel bei der Universiade. 1960 konnte er sich zusammen mit Dietrich Urbach aus München und Fritz Kühl aus Ost-Berlin für die gesamtdeutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen qualifizieren. In Rom erreichte er den Vorkampf und belegte mit 16,98 m den zwölften Platz. Seine persönliche Bestleistung von 18,00 m erreichte Lingnau am 19. Juli 1961 in Stuttgart.

Nach der Saison 1961 beendete Lingnau seine sportliche Karriere.

Literatur Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft, Darmstadt 2005, S. 724–725. Lingnau, Hermann. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 768.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Kugelstoßer (Deutschland) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1960 Kategorie:Sieger bei den World University Games (Leichtathletik) Kategorie:Deutscher Meister (Leichtathletik) Kategorie:Bankmanager Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Gestorben 2018 Kategorie:Mann Kategorie:Teilnehmer der Sommer-Universiade 1959 Kategorie:Teilnehmer an den World University Games (Deutschland)