Alexander Gutowski (* 5. Februar 1936 in Schwäbisch Gmünd) ist ein deutscher Zahnarzt. Er führte die Gnathologie im deutschsprachigen Raum ein und entwickelte zahlreiche Behandlungskonzepte, insbesondere zur Versorgung zahnloser Patienten mit Totalprothesen. Unter vielen Zahnärzten in Deutschland gilt er als Institution.Paulus Nowak, Abschied - Gnathologie – Requiem oder Auferstehung? ZA des Zahnärztlichen Bezirksverbands München, 22/2014, S. 10. Abgerufen am 25. Dezember 2015.

Leben

Er stammt von der polnischen uradeligen Familie Gutowski ab. Gutowski studierte Zahnmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Staatsexamen, Approbation und Promotion erfolgten 1960 in Düsseldorf. Seine Assistenztätigkeit absolvierte er an der Westdeutschen Kieferklinik, Düsseldorf, sowie bei Federico Singer in Meran. 1962 übernahm er die väterliche Praxis in Schwäbisch Gmünd, die er in der dritten Generation weiterführt. Zwischen 1966 und 1976 bildete er sich in den USA weiter bei Arne Lauritzen, Peter K. Thomas und Charles E. Stuart, Henry Goldman und Henry Tanner. 1992 wurde er zum Professor ernannt und zum Gastordinarius (Visiting Professor) der stomatologischen Fakultät der Universität Zagreb mit dem Aufgabengebiet „Weiterbildung des Lehrkörpers“ berufen.Visiting Professors, University of Zagreb, School of Dental Medicine. Abgerufen am 23. Dezember 2015. Er lebt in Schwäbisch Gmünd.

Arbeitsschwerpunkte Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die restaurative, rekonstruktive und ästhetische Zahnheilkunde,Manfred Läkamp, , dental dialogue 2003, S. 612–623. (PDF) kombiniert festsitzend-abnehmbarer Zahnersatz mit Konus- und Teleskopkronen und Geschiebeverbindungen, Totalprothesen,John Beirret, Michael Cramer, Joachim Schulz-Bongert: , Rheinisches Zahnärzteblatt 05/2010, S. 238 (PDF). Abgerufen am 23. Dezember 2015. Behandlung von Funktionsstörungen,A. Gutowski, , Bayerisches Zahnärzteblatt, 07/08/2005. Abgerufen am 23. Dezember 2015. Endo-ProthetikGünther Schenk,, Bayerisches Zahnärzteblatt, 09/2003. Abgerufen am 23. Dezember 2015. und Implantatprothetik. Er hat die Erkenntnisse der Gnathologie Anfang der 1970er Jahre in Deutschland eingeführt und bekannt gemacht.Axel Bauer, Alexander Gutowski, Gnathologie. Einführung in Theorie und Praxis. 1975, Quintessenz-Verlag, 3. Auflage 1984, ISBN 978-3-87652-158-9

Seit 1967 gibt er Fortbildungskurse und Vorträge für Zahnärzte und Zahntechniker bei Fortbildungsinstituten und Zahnärztekammern.. Abgerufen am 23. Dezember 2015. Nach eigenen Angaben führte er etwa 900 Fortbildungskurse mit mehr als 40.000 Teilnehmern in Deutschland und anderen europäischen Ländern mit Live-Demonstrationen und praktischen Arbeitskursen durch.. Abgerufen am 23. Dezember 2015.

Gutowski entwickelte eine Schieblehre zum optimalen Messen der Bisshöhe von Totalprothesen und Registrierbehelfen.

Mitgliedschaften 1974 Gründungsmitglied der Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Gründungsmitglied der Neuen Gruppe, Neue Gruppe. Abgerufen am 23. Dezember 2015.Neue Gruppe News, Heft 28/2006, S. 2. Abgerufen am 24. Dezember 2015. 2014 Alumni-Preis des Bundesverbands der zahnmedizinischen Alumni (BdZA) , Zahnärztliche Mitteilungen 104, Nr. 15 A, 1. August 2014 (PDF)

Veröffentlichungen (Auszug) Kronen, Brücken, Verbindungselemente, Werk-Verlag Banaschewski, 1969 mit Axel Bauer, Gnathologie. Einführung in Theorie und Praxis. 1975, Quintessenz-Verlag, 3. Auflage 1984, ISBN 978-3-87652-158-9

Kompendium der funktionsorientierten, prothetischen und ästhetischen Zahnheilkunde, 2012. Lehr-CDs

Einzelnachweise

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