Das Foville-Syndrom tritt bei einer Schädigung des Hirnstammes als alternierende Hirnstammläsion auf und wird auch als Syndrom des kaudalen Brückenfußes definiert mit Blickparese, Fazialisparese und gekreuzter Hemiparese.
Synonyme sind: Foville-Lähmung; Foville-Brücken-Syndrom; Kaudales Syndrom der Brückenhaube;
Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstautor der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1859 durch den französischen Neurologen und Psychiater Achille-Louis-François Foville (1799–1878).Ole Daniel Enersen: bei whonamedit.comA. L. F. Foville: Note sur une paralysie peu connue de certains muscles de l’oeil, et sa liaison avec quelques points de l’anatomie de la physiologie de la protubérance annulaire. In: Gazette hebdomadaire de médecine et de chirurgie, 1859, Band 6, S. 146.
Das Syndrom ist nicht mit dem Millard-Gubler-Syndrom zu verwechseln.
Ursache Der Erkrankung liegt eine Läsion im Brückenfuß (Pars basilaris pontis) zugrunde, häufig Tumoren oder Durchblutungsstörungen im Bereich der Arteria basilaris oder deren Stromgebiet.
Klinische Erscheinungen Klinische Kriterien des eigentlichen Foville-Syndromes sind: Ipsilaterale periphere Fazialisparese Ipsilaterale Abduzensparese Kontralaterale Hemiparese mit Hemianästhesie
Begrifflich zu trennen sind das Foville-Brücken-Syndrom ohne Fazialisparese, die Foville Parese, Oberes Foville-Schenkel-Syndrom mit ipsilateraler Okulomotoriusparese, kontralateraler Fazialisparese und gekreuzter Gliedmaßenlähmung Unteres Foville-Schenkel-Syndrom mit ipsilateraler Fazialisparese und Okulomotoriuslähmung und gekreuzter Gliedmaßenlähmung
Literatur
Weblinks Right Diagnosis
Einzelnachweise
Kategorie:Seltene Krankheit Kategorie:Zerebrovaskuläre Störung Kategorie:Krankheitsbild in der Neurochirurgie Kategorie:Krankheitsbild in der Neurologie