mini|Ida und Philipp Harth (1962) Ida Zur Nieden, auch Ida Harth-Zur Nieden (* 10. August 1886 in Deutz, heute Köln; † 26. Mai 1981 in Bayrischzell) war eine deutsche Konzert- und Opernsängerin (Alt).

Leben Ihre Eltern waren der Eisenbahnsekretär Georg Zur-Nieden und Anna Maria Zur-Nieden, geb. Kammhoff. 1908 heiratete sie in Berlin-Charlottenburg den Bildhauer Philipp Harth.Standesamt Charlottenburg I, Heiratsurkunde Nr. 554 vom 19. September 1908 (Landesarchiv Berlin)

Ihre Gesangsausbildung erfolgte u. a. von 1909 bis 1911 bei der Mezzosopranistin Helene Jordan an der Hochschule für Musik in Berlin.Jahresberichte der Hochschule für Musik Von 1916 bis 1918 war sie als Volontärin an der Hofoper Berlin beschäftigt. Darauf erfolgte von 1923 bis 1925 ein Engagement an der Großen Volksoper in Berlin. Während sie in Berlin wohnte, unternahm sie sehr erfolgreiche Konzertreisen, zeichnete sich als Bach-Interpretin aus und trat als Solistin bei Ludwig van Beethovens 9. Symphonie auf. Darauf stand sie von 1925 bis 1930 beim Staatstheater Wiesbaden auf der Bühne.

Damals lernte sie Andreas und Alexej Jawlensky kennen. Von letzterem erwarb sie etliche Gemälde. Über deren Verbleib schrieb sie 1971 an Andreas: „Zu meinem großen Kummer alle diese kostbaren Bilder sind am Ende des Krieges mit allem anderen, was wir besaßen, verbrannt.“Ida Harth zur Nieden: Mein lieber Andreas! In: Meinem geliebten Andreas zum 70. Geburtstag. Hanau 1971, o. S. Hier tut sich ein Widerspruch auf, denn Jawlenskys Werkverzeichnis nennt 12 Gemälde mit der Provenienz „Philipp Harth“ als existent, vgl.: Notes on the Catalogue. In: Maria Jawlensky, Lucia Pieroni-Jawlensky and Angelica Jawlensky (Hrsg.): Alexej von Jawlensky : catalogue raisonné of the oil paintings, Bd. 3. Beck, München 1993, ISBN 3-406-35823-3, S. 473

1931 sang sie in der Uraufführung der Oper Die Mutter von Alois Hába am Theater am Gärtnerplatz in München die Partie der Schwägerin. 1931/32 war sie eine der Gesangssolisten in dem Film Goethe lebt....!.Ida von Hardt zu Nieden bei filmportal.de Hauptsächlich sang sie jedoch Konzerte und Oratorien. Um 1933 beendete sie ihre Karriere. Später verwaltete sie den Nachlass ihres Mannes in einem Museum in Bayrischzell.

Literatur Harth-Zur Nieden, Ida. In: Karl-Josef Kutsch, Leo Riemens, Hansjörg Rost: Großes Sängerlexikon. Vierte, erweiterte und aktualisierte Auflage. K. G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11598-9 (7 Bände), S. 1974 f

Weblinks Tonaufnahmen von Ida Harth zur Nieden

Einzelnachweise

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