Li Stadelmann (* 2. Februar 1900 in Würzburg; † 17. Januar 1993 in Gauting) war eine deutsche Pianistin, Cembalistin und Musikpädagogin.

Leben Stadelmann war Tochter des Psychiaters Heinrich Stadelmann. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Pianistin und Cembalistin und gab im Anschluss zahlreiche Konzerte in Deutschland sowie dem europäischen Ausland. Sie war von 1921 bis in die 1960er Jahre Dozentin an der Hochschule für Musik und Theater in München. Stadelmann stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Stadelmann, Li. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 220

Ihr musikalisches Schaffen galt der Aufführung und kompositorischen Bearbeitung der Werke alter Meister, insbesondere Johann Sebastian Bach. Sie spezialisierte sich als Vertreterin von Historischer Aufführungspraxis auf die Interpretation von Stücken auf alten Originalinstrumenten, beispielsweise ab 1954 auf das Spiel des Hammerklaviers.

In vielen deutschen und ausländischen Sendern wurden ihre Darbietungen aufgenommen. Es erschienen zahlreiche Schallplatten.

Literatur Ursula Köhler-Lutterbeck; Monika Siedentopf: Lexikon der 1000 Frauen, Bonn 2000, S. 349. ISBN 3-8012-0276-3

Weblinks Bayerisches Musiker-Lexikon Online, hrsg. von Josef Focht, https://bmlo.de/s1617 (Version vom 7. Mai 2012)

Einzelnachweise

Kategorie:Pianist Kategorie:Cembalist Kategorie:Historische_Aufführungspraxis Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Musik und Theater München) Kategorie:Musiker (Nationalsozialismus) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1900 Kategorie:Gestorben 1993 Kategorie:Frau