Die Canadian Women’s Hockey League (CWHL) war eine der beiden höchsten Fraueneishockey-Ligen in Kanada. Die Liga wurde 2007 gegründet und umfasste in der Saison 2018/19 sechs Mannschaften, davon vier aus Kanada, eine aus Boston in den Vereinigten Staaten und eine aus der Volksrepublik China.

Im Gegensatz zur National Women’s Hockey League (NWHL) in den USA war die CWHL bis 2017 eine semi-professionelle Liga ohne Spielergehälter, hatte aber langfristig das Ziel, zur Profiliga zu werden. Ab 2017 erhielten die Spielerinnen der CWHL erstmals Gehaltszahlungen. Am 31. März 2019 gab die Liga die Einstellung ihres Betriebs bekannt.https://www.tsn.ca/cwhl-announces-it-will-cease-operations-1.1282718

Geschichte mini|hochkant=0.5|right|Lisa-Marie Breton war eine der Initiatorinnen der CWHL In Kanada stellte die höchste Spielklasse im Fraueneishockey, die damalige National Women’s Hockey League, nach Ende der Saison 2006/07 ihren Spielbetrieb ein. Im Anschluss wurde auf Initiative einiger Spielerinnen wie Jennifer Botterill und Lisa-Marie Breton eine neue Liga ins Leben gerufen, die als Canadian Women’s Hockey League in der Folgesaison mit sieben Mannschaften hauptsächlich aus dem Osten Kanadas ihren Spielbetrieb aufnahm. Dabei wurden alle Teams von der Liga selbst finanziert, die für Reisekosten, die Miete der Eishallen und die Trikots aufkam. , The Ottawa Citizen, 30. September 2007 Die Gelder wurden zunächst zu gleichen Teilen an die sieben Mannschaften verteilt.

Im Jahr 2010 hielt die CWHL erstmals einen Entry Draft ab, bei dem die Klubs Spielerinnen aus ihrer Region auswählen konnten, die noch keine volle Saison in der Liga gespielt hatten., The Sudbury Star, 13. August 2010 Nachdem einige kanadische Mannschaften in den ersten Saisons den Spielbetrieb aufgegeben hatten, nahm die CWHL in der Saison 2012/13 mit den Boston Blades ihr erstes Team aus den Vereinigten Staaten auf. Zeitgleich schlossen die Toronto Maple Leafs und die Calgary Flames aus der National Hockey League Partnerschaften mit den CWHL-Teams aus ihren Städten ab. Am 13. Dezember 2014 veranstaltete die Liga ihr erstes All-Star-Game im Air Canada Centre in Toronto, das von 6.850 Zuschauern besucht wurde.

Im Rahmen des NHL Winter Classic 2016 kam es zu einem Vergleich zwischen dem CWHL-Club Les Canadiennes de Montréal und dem NWHL-Club Boston Pride. 2017 wurde die neu gegründete Frauenmannschaft des chinesischen KHL-Clubs Kunlun Red Starhttps://www.cbc.ca/sports/hockey/cwhl-china-hc-red-star-kunlun-join-1.4147421 sowie die Vanke Rays, ebenfalls aus China, aufgenommen. Im Zuge der Liga-Erweiterung wurde zudem erstmals ein Gehaltssystem für die Spielerinnen eingeführt, wobei das Gehalt pro Saison zwischen 2.000 und 10.000 US-Dollar liegt und der Salary Cap bei 100.000 US-Dollar pro Team liegt. Darüber hinaus erhielten einzelne Spielerinnen der chinesischen Klubs Gehälter als sogenannte Eishockey-Botschafterinnen, die deutlich oberhalb des CWHL-Gehaltsniveaus lagen.

Modus Die sechs Mannschaften tragen in der regulären Saison je 30 Spiele aus. In den anschließenden Play-offs im Modus Best of Three trifft die punktbeste Mannschaft auf die viertbeste, und die Zweitplatzierten treffen auf die Drittplatzierten. auf der Website der CWHL Die Sieger beider Serien spielen den Meister aus. Bis 2011 spielten die besten Mannschaften der CWHL-Play-offs gemeinsam mit einem Vertreter der Western Women’s Hockey League um den Clarkson Cup, das Äquivalent zum Stanley Cup im Fraueneishockey. Seit die WWHL ihren Spielbetrieb faktisch eingestellt hat, wird der Clarkson Cup direkt dem Sieger der CWHL-Play-offs verliehen.

Teilnehmer

Mannschaften 2018/19 Team Ort seit Halle CWHL-Titel Clarkson Cups Worcester Blades Worcester, Massachusetts 2012 Fidelity Bank Worcester Ice Center 2 2 Markham Thunder Markham, Ontario 2007 Thornhill Community Centre 2 2 Calgary Inferno Calgary, Alberta 2012 Canadian Winter Sport Institute – 1 Les Canadiennes de Montréal Montréal, Québec 2007 Centre Étienne Desmarteau 2 4 Toronto Furies Toronto, Ontario 2011 MasterCard Centre 1 1 Shenzhen KRS Vanke Rays Shenzhen, Guangdong 2017 Shenzhen Dayun Arena – –

Ehemalige Mannschaften Burlington Barracudas (Burlington, Ontario), 2007–2012 Mississauga Chiefs (Mississauga, Ontario), 2007–2010 Ottawa Lady Senators (Ottawa, Ontario), 2007–2010 Phénix de Québec (Québec, Québec), 2007–2008 Toronto Aeros (Toronto, Ontario), 2010–2011 Vaughan Flames (Vaughan, Ontario), 2007–2010

Meister 2007/08: Brampton Thunder – Mississauga Chiefs 4:3 n. V. 2008/09: Montréal Stars 2009/10: kein Meister 2010/11: Montréal Stars – Toronto Aeros 5:0 2011/12: Montréal Stars – Brampton Thunder 4:2 2012/13: Boston Blades – Montréal Stars 5:2 2013/14: Toronto Furies – Boston Blades 1:0 n. V. 2014/15: Boston Blades – Montréal Stars 3:2 n. V. 2015/16: Calgary Inferno – Les Canadiennes de Montréal 8:3 2016/17: Les Canadiennes de Montréal – Calgary Inferno 3:1 2017/18: Markham Thunder – Kunlun Red Star 2:1 n. V.

Weblinks

CWHL & Canadian Women’s Hockey: The History of Famous Awards, League and Championship

Einzelnachweise

Kategorie:Fraueneishockeywettbewerb Kategorie:Eishockeyliga in Nordamerika