Nadine Fähndrich (* 16. Oktober 1995 in Schwarzenberg) ist eine Schweizer Skilangläuferin.
Werdegang Fähndrich, die für den SC Horw startet, nahm von 2010 bis 2015 an U18- und U20-Rennen im Alpencup teil. Dabei belegte sie in der Saison 2013/14 den zweiten Platz und 2014/15 den achten Rang in der U20-Gesamtwertung. Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 in Innsbruck kam sie auf den zehnten Platz über 5 km klassisch, auf den siebten Rang im Sprint und den vierten Platz in der Mixed-Staffel. Im Januar 2014 wurde sie Schweizer Meisterin über 5 km und Zweite in der Verfolgung. Im folgenden Jahr belegte sie in der Verfolgung den zweiten Platz und im Teamsprint und über 5 km jeweils den dritten Rang. Ihr erstes Weltcuprennen lief sie im Dezember 2015 in Davos, welches sie auf dem 22. Platz im Sprint beendete und damit auch ihre ersten Weltcuppunkte holte. Es folgten drei Starts bei Weltcupsprints. Dabei holte sie bei allen Rennen Weltcuppunkte. In der zweiten Saisonhälfte startete sie im Alpencup. Dabei gewann sie zwei Rennen und kam einmal auf den zweiten Rang und erreichte damit Platz neun in der Gesamtwertung des Alpencups. Bei den U23-Skiweltmeisterschaften 2016 in Râșnov gewann sie die Silbermedaille im Sprint. Im März 2016 wurde sie Schweizer Meisterin im Sprint.
Nach Platz 47 bei der Weltcup-Minitour in Lillehammer zu Beginn der Saison 2016/17 errang Fähndrich beim Alpencup in Goms den dritten Platz im Sprint. Beim Saisonhöhepunkt, den nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti, belegte sie jeweils den 25. Platz über 10 km klassisch und im Sprint und jeweils den siebten Rang mit der Staffel und zusammen mit Laurien van der Graaff im Teamsprint. Zum Saisonende kam sie beim Weltcup-Final in Québec auf den 30. Platz und erreichte den 35. Platz im Gesamtweltcup, den 21. Rang im Sprintweltcup und den dritten Platz im U23-Weltcup. Bei den Schweizer Meisterschaften 2017 in Val Müstair wurde sie Meisterin im Sprint und Zweite über 30 km klassisch. Zu Beginn der Saison 2017/18 belegte sie den 53. Platz beim Ruka Triple und den 19. Rang bei der Tour de Ski 2017/18. Bei den U23-Skiweltmeisterschaften 2018 in Goms holte sie die Bronzemedaille über 10 km klassisch und die Silbermedaille im Sprint. Ihre besten Ergebnisse bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang waren der 20. Platz im Sprint und der vierte Rang zusammen mit Laurien van der Graaff im Teamsprint. Zum Saisonende errang sie den 28. Platz beim Weltcupfinal in Falun und erreichte abschliessend den 27. Platz im Gesamtweltcup. Im März 2018 wurde sie Schweizer Meisterin im Sprint.Ergebnis SM 2018 Sprint
In der Saison 2018/19 belegte Fähndrich den 45. Platz beim Lillehammer Triple und den 26. Rang beim Weltcupfinal in Québec. Zudem kam sie im Weltcupeinzel fünfmal unter die ersten Zehn und erreichte in Cogne mit dem zweiten Platz über 10 km klassisch ihre erste Podestplatzierung im Weltcup. Ihr bestes Ergebnis bei den nordischen Skiweltmeisterschaften 2019 in Seefeld in Tirol war der fünfte Platz über 10 km klassisch. Die Saison beendete sie auf dem 19. Platz im Gesamtweltcup und auf dem zehnten Rang im Sprintweltcup. Bei den Schweizer Meisterschaften 2019 in Engelberg holte sie die Silbermedaille in der Verfolgung und jeweils die Goldmedaille im Sprint, über 5 km Freistil, im 30-km-Massenstartrennen und im Teamsprint. Nach Platz 24 beim Ruka Triple zu Beginn der Saison 2019/20 wurde sie zusammen mit Laurien van der Graaff in Planica Dritte und in Dresden Zweite im Teamsprint. Bei der Skitour, die sie auf dem 20. Platz beendete, errang sie im Sprint in Trondheim den dritten Platz. Zum Saisonende kam sie in Drammen auf den zweiten Platz im Sprint und belegte den 20. Platz im Gesamtweltcup und den siebten Rang im Sprintweltcup. Zu Beginn der Saison 2020/21 belegte sie den 24. Platz beim Ruka Triple und siegte im Sprint beim Alpencup in Ulrichen. Es folgten in Dresden im Sprint und im Teamsprint ihre ersten Weltcupsiege, und bei der Tour de Ski 2021 errang sie mit zwei Top-Zehn-Ergebnissen den 11. Gesamtrang. Im Februar 2021 wurde sie in Ulricehamn Dritte im Teamsprint und gewann bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oberstdorf die Silbermedaille zusammen mit Laurien van der Graaff im Teamsprint. Zum Saisonende belegte sie im Engadin den 19. Platz im 10-km-Massenstartrennen und den zehnten Rang in der Verfolgung und erreichte damit abschliessend den zehnten Platz im Gesamtweltcup und den zweiten Rang im Sprintweltcup. In der Saison 2021/22 kam sie sechsmal unter die ersten Zehn, darunter Platz zwei im Sprint in Davos, und errang damit den 13. Platz im Gesamtweltcup und den fünften Rang im Sprintweltcup. Zudem lief sie bei der Tour de Ski 2021/22 auf den 18. Platz. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen in Peking, belegte sie den 22. Platz über 10 km klassisch, jeweils den siebten Rang im Teamsprint und mit der Staffel sowie den fünften Platz im Sprint. Bei den Schweizer Meisterschaften 2022 in Zweisimmen triumphierte sie über 5 km klassisch, im Skiathlon und im 30-km-Massenstartrennen. Im Sprintrennen und mit der Staffel wurde sie jeweils Zweite.
In der Saison 2022/23 holte Fähndrich im Weltcup drei Siege im Sprint und errang bei der Tour de Ski 2022/23 den 22. Platz. Beim Saisonhöhepunkt, den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2023 in Planica, belegte sie den 14. Platz im 30-km-Massenstartrennen, den zehnten Platz mit der Staffel, den neunten Rang im Sprint, den achten Platz über 10 km Freistil und den fünften Rang im Teamsprint. Zum Saisonende wurde sie Dritte im Sprint in Tallinn und erreichte mit dem fünften Platz im Gesamtweltcup und dem zweiten Rang im Sprint-Weltcup ihre besten Gesamtergebnisse. Bei den Schweizer Meisterschaften 2023 in Silvaplana siegte sie im Sprint und in der Langdistanz über 30 km klassisch. In der folgenden Saison belegte sie den 18. Platz im Gesamtweltcup sowie den neunten Rang im Sprint-Weltcup und erreichte in Goms mit dem dritten Platz im 20-km-Massenstartrennen ihre einzige Podestplatzierung der Saison im Weltcup. Bei den Schweizer Meisterschaften 2024 in Realp wurde sie Schweizer Meisterin wie im Vorjahr im Sprint und in der Langdistanz über 28 km Freistil. Nachdem Plätzen sieben und 13 im Sprint zu Beginn der Saison 2024/25, kam sie in Davos auf den dritten Platz im Teamsprint. Bei der Tour de Ski 2024/25 holte sie im Sprint im Val di Fiemme ihren fünften Sieg im Weltcupeinzel und kam in Toblach auf den dritten Platz im Sprint. Sie beendete die Tour auf dem 24. Platz und lief beim folgenden Weltcup im Engadin auf den dritten Platz mit der Staffel. Es folgten zweite Plätze im Sprint bei den Weltcups in Cogne sowie in Falun und gewann bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2025 in Trondheim im Sprint sowie im Teamsprint zusammen mit Anja Weber jeweils die Bronzemedaille. Zudem belegte sie dort den 14. Platz im Skiathlon und den fünften Rang mit der Staffel. Zum Saisonende gewann sie in Tallinn im Sprint ihren letzten Weltcup und lief in Lahti im Sprint sowie im Teamsprint jeweils auf den dritten Platz. Außerdem siegte sie beim Engadin Skimarathon und beendete die Saison auf dem 11. Platz im Gesamtweltcup und auf dem zweiten Rang im Sprint-Weltcup. In ihrer letzten Saison als aktive Sportlerin 2025/26 kam sie mit vier dritten Plätzen sowie einen zweiten Platz im Sprint auf den siebten Platz im Gesamtweltcup und auf den dritten Rang im Sprint-Weltcup. Bei der Tour de Ski 2025/26 errang sie den 26. Platz. Beim Saisonhöhepunkt, den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina, holte sie zusammen mit Nadja Kälin die Silbermedaille im Teamsprint und belegte den 21. Platz im Sprint, den 16. Rang über 10 km Freistil sowie den siebten Platz mit der Staffel. Zum Saisonende gewann sie bei den Schweizer Meisterschaften 2026 im Les Diablerets den Sprint sowie den Lauf über 30 km klassisch und beendete nach der Saison ihre Karriere.Langlauf Schweiz: Nadine Fähndrich beendet ihre Karriere auf xc-ski.de vom 4. März 2026, abgerufen am 6. April 2026
Persönliches Ihr Vater Kurt Fähndrich, ihr Onkel Markus Fähndrich und ihr jüngerer Bruder Cyril Fähndrich sind bzw. waren ebenfalls als Skilangläufer aktiv.Roland Eggspühler: Langlauf: Nadine Fähndrichs Jugendliebe. In: Luzerner Zeitung. 29. März 2018, abgerufen am 31. Oktober 2020.
Erfolge Olympische Winterspiele 2018 Pyeongchang: 4. Platz Teamsprint Freistil, 7. Platz Staffel, 20. Platz Sprint klassisch, 27. Platz 15 km Skiathlon 2022 Peking: 5. Platz Sprint Freistil, 7. Platz Teamsprint klassisch, 7. Platz Staffel, 22. Platz 10 km klassisch 2026 Mailand-Cortina: 2. Platz Teamsprint Freistil, 7. Platz Staffel, 16. Platz 10 km Freistil, 21. Platz Sprint klassisch
Nordische Skiweltmeisterschaften 2017 Lahti: 7. Platz Staffel, 7. Platz Teamsprint klassisch, 25. Platz 10 km klassisch, 25. Platz Sprint Freistil 2019 Seefeld in Tirol: 5. Platz 10 km klassisch, 7. Platz Sprint Freistil, 8. Platz Teamsprint klassisch, 10. Platz Staffel 2021 Oberstdorf: 2. Platz Teamsprint Freistil, 7. Platz Staffel, 33. Platz Sprint klassisch, 38. Platz 30 km klassisch Massenstart 2023 Planica: 5. Platz Teamsprint Freistil, 8. Platz 10 km Freistil, 9. Platz Sprint klassisch, 10. Platz Staffel, 14. Platz 30 km klassisch Massenstart 2025 Trondheim: 3. Platz Sprint Freistil, 3. Platz Teamsprint klassisch, 5. Platz Staffel, 14. Platz 20 km Skiathlon
Siege bei Weltcuprennen Weltcupsiege im Einzel Nr. Datum Ort Disziplin 1. 19. Dezember 2020 1,3 km Sprint Freistil 2. 9. Dezember 2022 1,3 km Sprint klassisch 3. 17. Dezember 2022 1,5 km Sprint Freistil 4. 19. März 2025 1,4 km Sprint Freistil Etappensiege bei Weltcuprennen Nr. Datum Ort Disziplin Rennen 1. 31. Dezember 2022 1,5 km Sprint Freistil Tour de Ski 2022/23 2. 3. Januar 2025 1,2 km Sprint klassisch Tour de Ski 2024/25 Weltcupsiege im Team Nr. Datum Ort Disziplin 1. 20. Dezember 2020 6 × 1,3 km Teamsprint Freistil
Siege bei Continental-Cup-Rennen Nr. Datum Ort Disziplin Serie 1. 11. März 2016 2,5 km Prolog Freistil Alpencup 2. 13. März 2016 10 km Verfolgung Freistil Alpencup 3. 5. Dezember 2020 Sprint Freistil Alpencup
Siege bei Worldloppet-Cup-Rennen Nr. Datum Ort Rennen Disziplin 1. 11. März 2018 Maloja–S-chanf Engadin Skimarathon 42 km Freistil Massenstart 2. 9. März 2025 Maloja–S-chanf Engadin Skimarathon 42 km Freistil Massenstart
Weltcup-Statistik
Weltcup-Gesamtplatzierungen Saison Gesamt Distanz Sprint Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz 2015/16 44 58. - - 44 37. 2016/17 172 35. 60 42. 110 21. 2017/18 245 27. 85 31. 106 21. 2018/19 389 19. 134 25. 245 10. 2019/20 446 20. 81 32. 318 7. 2020/21 597 10. 191 17. 296 2. 2021/22 497 13. 116 21. 329 5. 2022/23 1414 5. 363 22. 937 2. 2023/24 991 18. 330 30. 661 9. 2024/25 1162 11. 328 29. 732 2. 2025/26 1135 7. 252 36. 793 3.
Weblinks
Profil von Nadine Fähndrich auf swiss-ski.ch
Website von Nadine Fähndrich
Einzelnachweise
Kategorie:Skilangläufer (Schweiz) Kategorie:Olympiateilnehmer (Schweiz) Kategorie:Schweizer Meister (Skilanglauf) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2018 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2022 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2026 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 Kategorie:Schweizer Kategorie:Sportler (Kanton Luzern) Kategorie:Geboren 1995 Kategorie:Frau