Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW) ist der Berufsverband deutscher Arbeitsmediziner. Der Verband organisiert sich in insgesamt neunzehn Landesverbänden sowie weiteren berufsgruppenspezifischen Foren und Arbeitsgruppen, welche die Integration der Vielfalt der arbeitsmedizinischen Praxis in die berufspolitischen Aktivitäten sicherstellt. Die Mitglieder des Verbandes kommen aus allen Bereichen der betriebsärztlichen Tätigkeit, wie internationalen Großunternehmen, Verwaltungen, Betriebsarztzentren, überbetrieblichen Diensten oder aus der freiberuflichen eigenen Praxis.

Geschichte und Entwicklung Nach Kriegsende 1945 war beim Wiederaufbau von Industrie, Wirtschaft und Handwerksunternehmen der Bedarf an Arbeitsmedizinern rasch gestiegen. 1949 wurde die „Werksärztliche Arbeitsgemeinschaft“ wurde als Vorläuferorganisation des Verbands in Leverkusen gegründet und 1964 in „Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte – Berufsverband Deutscher Arbeitsmediziner“ umbenannt. Dem Verband gehören mittlerweile 4.300 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und weiteren Ländern an. Er repräsentiert damit den größten arbeitsmedizinischen Fachverband Europas.

Verbandsführung und Schwerpunkte Seit Oktober 2023 führen Susanne H. Liebe als Präsidentin und Dr. Michael Drees als Vizepräsident den VDBW. Der VDBW fördert mit seiner "Stiftung Arbeitsmedizin und Prävention" gezielt Wissenschaft, Bildung und öffentliches Gesundheitswesen mit Schwerpunkt auf Arbeitsmedizin, Unfallverhütung, Prävention und Gesundheitsförderung, insbesondere durch finanzielle Unterstützung von Projekten und Einrichtungen, Vergabe von Stipendien sowie Durchführung und Förderung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben.

Zentrales Anliegen des Verbandes ist die anhaltende Weiterentwicklung des eigenen Fachs und der Mitgliederschaft in Form eines breiten Fortbildungsangebot für Betriebsärztinnen und -ärzte sowie arbeitsmedizinisches Assistenzpersonal. Besondere Beachtung finden die beiden Kongresse des VDBW: der traditionsreiche "Deutsche Betriebsärzte Kongress" sowie "Health in Care Professions". Letzterer wurde 2025 ins Leben gerufen und widmet sich konkret der arbeitsmedizinischen Betreuung der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen.

Der VDBW zeichnet sich durch seine herausragende politische Vernetzung aus. Viele Mitglieder sind als Fachberater in zahlreichen Institutionen tätig, der VDBW seinerseits entsendet Mandatsträger in wichtige fachliche und berufspolitische Gremien und Arbeitsgruppen. Zu den Aufgaben des VDBW gehören die Förderung der Qualität arbeitsmedizinischer Betreuung, die Integration des präventiven Fachgebietes Arbeitsmedizin in das medizinische Versorgungssystem und die Unterstützung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in den Betrieben. Der VDBW unterstützt gemeinsam mit anderen maßgeblichen Fachdisziplinen und Institutionen die Gewinnung und Auswertung neuester arbeitsmedizinischer Erkenntnisse sowie deren Weitergabe in die Praxis und wirkt an der Gestaltung arbeitsmedizinischer Programme mit.

Seit 2024 findet ein großer Teil der berufspolitischen Kommunikation über die Kooperation "die arbeitsmedizin" statt, die neben dem VDBW auch von dem wissenschaftlichen Fachverband DGAUM und dem BsAfB getragen wird.

Weblinks Offizielle Website Stiftung Arbeitsmedizin und Prävention die arbeitsmedizin - Kooperation der drei arbeitsmedizinischen Fachverbände

Einzelnachweise

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