Johann Anton Greven (* 18. April 1810 in Köln; † 18. Dezember 1838 ebenda) war ein deutscher Genremaler und Lithograf der Düsseldorfer Schule.
Leben mini|Atelierszene, Gemälde von Johann Peter Hasenclever, 1836 – in der Bildmitte: der kleinwüchsige Anton Greven mit Malstock und Weinflasche Anton war der Sohn des Hutfabrikanten Laurenz Greven und seiner Ehefrau Anna Catharina geb. Marx.
Greven, kleinwüchsig und an einer Kyphose leidend, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort war er in den Jahren 1831 bis 1836 Schüler von Theodor Hildebrandt, der ihm gute Anlagen bescheinigte. Innerhalb der Düsseldorfer Schule gehörte Greven zum Kreis um Johann Peter Hasenclever. Als zentrale Figur porträtierte dieser ihn im Genrebild Atelierszene. Mit Hasenclever zog Greven 1838 nach München. Nach einem halben Jahr kehrte er in sein Kölner Elternhaus zurück, wo er bald darauf nur 28-jährig starb.
Der Kölner Lithograf Johann Caspar Baum schuf 1839 ein Bildnis Grevens.
Werke (Auswahl) Aufgrund seiner kurzen Lebenszeit sind nur wenige Bilder Grevens bekannt, neben spätromantischen Bildthemen auch humorvolle Darstellungen im rheinischen Wein- und Wirtshausgenre. Graf Eberhard der Rauschbart (nach einem Gedicht von Uhland), ausgestellt in der Kunstausstellung des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1834Anton Fahne: Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836. Eine Schrift voll flüchtiger Gedanken. Verlag J. H. C. Schreiner, Düsseldorf 1837, S. 64 (Google Books) Der Rittersmann und sein Liebchen (Ein spanischer Ritter mit seiner Liebsten), ausgestellt in der Kunstausstellung des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1836 Der Schenk von Limburg Das zerschnittene TischtuchDas zerschnittene Tischtuch, Abbildung im Portal artnet.de, abgerufen am 11. Dezember 2015 Der Brautwerber, Lithografie Die zechenden Klosterbrüder, unvollendetJohann Jakob Merlo: Nachrichten von dem Leben und den Werken Kölnischer Künstler. Verlag J. M. Heberle (H. Lempertz), Köln 1850, S. 150 f. (Google Books)
Literatur Rudolf Wiegmann: Die Königliche Kunst-Akademie zu Düsseldorf. Ihre Geschichte, Entstehung und Wirksamkeit und die Düsseldorfer Künstler. Verlag der Buddeus’schen Buch- und Kunsthandlung (Ed. Schulte), Düsseldorf 1856, S. 236 (Digitalisat).
Greven, Anton. In: Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Band I, Dresden 1895, S. 410.
Greven, Anton, Maler. In: Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie, 2. Ausgabe, Band 4: Görres – Hittorp. K. G. Saur Verlag, München 2006, ISBN 978-3-598-25034-7, S. 134
Weblinks Greven, Johann Anton, Biografie im Portal stiftung-volmer.de
Einzelnachweise
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