Die Liste von Wasserlösungsstollen im Oberharz ist eine Zusammenfassung von Wasserlösungsstollen in der Region mit den jeweiligen durchschlägigen Gruben.

Liste

Name Länge Bauphase Betriebsphase Geographische Lage (Mundloch) Durchschlägige Gruben Anmerkungen/Literatur13-Lachter-Stollen8,9 km1524Bornemann, Kerl: Berg- und Hüttenmännische Zeitung, 19. Jahrgang. 1860, S. 285.Treue, Neue Benedicte, Prinz Friedrich Ludwig, Caroline, Haus Sachsen, Rheinischer Wein, Herzog Johann Friedrich, Neue WildemannsgrubeUNESCO-Weltkulturerbeältestes, noch erhaltenes Bergwerk im Oberharz16-Lachter-Stollen3,2 km1551Segen Gottes, Cherubim, Haus Celle, Rheinischer Wein, Haus Sachsen, Erzengel Gabriel, Weißer Schwan, Himmelfahrt, Herzog Johann Friedrich, Samuel, BleifeldMundloch bereits um 1760 seit vielen Jahren nicht mehr vorhanden; im Sonnenglanz-Tal bei Wildemann begonnen19-Lachter-Stollen8,8 km1535 bzw. 1551Caroline, Prinzess-Elisabeth, Haus Ditfurth, Rheinischer Wein, Haus Sachsen, Ernst-August, Herzog Johann Friedrich, St. ElisabethUNESCO-WeltkulturerbeEdelleuter Stollen1,76 km1534Ernst-August-Stollen40 km1851–18641864–1992Caroline, Ernst-August, Haus Sachsen, Silberne Schreibfeder, Bergwerkswohlfahrt, Ottiliae-Schacht, Silbersegener Schacht, Kaiser-Wilhelm-Schacht, Grube Lautenthals Glück, Königin-Marien-SchachtUNESCO-Weltkulturerbejüngster, längster und tiefster Wasserlösungsstollen des Oberharzer BergbausFestenburger Stollen1,1 kmvor 1569bis 1805Schacht Herzog Anton Ulrich, Weißer Schwan, Cronenburgs Glückdurch Tiefen Schulenberger Stollen enterbtFrankenscharrn-Stollen8,5 km1548Weißer Schwan, Rheinischer Wein, Kaiser Carl, Caroline, Prinzess-Elisabeth, Herzog Johann Friedrich, St. ElisabethTeilstrecke auch Unterer-Jesus-Anfangs-Stollen genanntFreiesleben: Bemerkungen über den Harz. 1795, S. 42.Fürstenstollen (Clausthal-Zellerfeld)1,1 kmLießmann: Historischer Bergbau im Harz. 2010, S. 168.1554Mundloch war im Tal gegenüber dem 4. Pochwerk auf dem Thurmrosenhofer ZugSilbersegen, Alter Segen, Sankt Johannes, Neuer Thurm Rosenhof, Alter Thurm Rosenhof, Brand Schacht, Drei Brüderauch tiefer FürstenstollenFürstenstollen (Sankt Andreasberg)0,5 km1600Mundloch war am Knieberg unter Grube FelicitasCalvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 34.Felicitas, König Ludewig, St. Andreas, St. MoritzMitte des 18. Jahrhunderts nur noch bis König Ludewig, restliche Strecke verbrochenGeorg Wilhelmer StollenGetroster Julius Stollen1,86 km1570Mundloch war am Meibersberg im kleinen Stuffenthalnach Herzog Julius benannt, 28 Lachter unter Oberer Stuffenthaler und 11 Lachter unter Frankenscharrn-StollenGlücksrader StollenGnade Gotteser StollenGottes Glücker StollenCalvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 31.0,77 km1737vor 1854 eingestelltMundloch war im GemkenthalJohannesschacht(Mitte des 18. Jahrhunderts Verlängerung bis König Carl geplant, auch Königsglücker Stollen?)Grumbacher Stollen2 km1719–1730Herzog August und Johann Friedrich, Herzog Anton Ulrichoder Krumbacher StollenGrünhirscher Stollen10,2 kmLießmann: Historischer Bergbau im Harz. 2010, S. 239.1582Grube Samson, Felicitas, König Ludwig, Sankt Andreas, Catharina Neufang, Grube Wennsglückt7,1 km sind UNESCO-WeltkulturerbeHahnenkleer Stollen1,1 km1548–1680 / 1741vor 1854 eingestelltMundloch war im TodtenthalRitter St. Georg, Drei Brüder, Gnade Gottes, Glücks Hoffnung und Bescheert Glück, Theodora und Beständigkeit, Aufrichtigkeit, Herzogin Philippine Charlotte, St. Erasmus am Hahnenkley1741 wieder aufgewältigt, zuvor verbrochenHimmlischer Heerzug-Stollen2,3 km1552Calvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 25. - 1688vor 1854 eingestelltMundloch war im HüttschenthalHimmlisches Heer, Güldene Sonnevom Mundloch bis Güldene Sonne durch alle Spiegelthaler Gruben getrieben, 24,5 Lachter Teufe in Güldene SonneHüttschenthaler Stollen0,46 mCalvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 26.1560Baumgartenbereits vom Alten Mann begonnen(Oberer) Jesus-Anfangs-Stollenbis 1628noch oberhalb des Frankenscharrn-Stollens (Unterer-Jesus-Anfangs-Stollen), Ende des 18. Jahrhunderts schon lange verbrochenFreiesleben: Bemerkungen über den Harz. 1795, S. 47.Königin Elisabether StollenLanger Stollen0,8 km15881612–1732Mundloch war im Papagegen Thal im Communion ForstHaus Herzberger Fundgrubeetwa 1681 durchschlägig mit Frankenscharrn-Stollen, der 26 Lachter tiefer lagLaubhütter Stollen1,7 kmCalvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 26 f.1686–1719nie in Betriebkeine Gruben erreichtbereits vom Alten Mann begonnen, ab 1686 verlängert; System aus höherem (1705–1717) und diesem Stollen zwecks BewetterungLautenthaler Hoffnungsstollen4 km1746 - 17991799–1910vor allem Gruben des Bockswieser Reviersversorgt Lautenthal seit 1970 mit TrinkwasserLauterberger StollenCalvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 35.1696Mundloch war beim LutterflußKupferroseName unbekannt, einzige Funktion Wasserlösung Grube KupferroseMagdeburger Stollen1528Mundloch war bei Bad Grund (Zeche)Oberer Stubenthaler Stollen1,4 km1561vor 1763 verbrochenMundloch war unter dem Hause Sachsen am Berge nach der InnersteHaus Sachsen, Erzengel Gabriel, St. Johannes Enthauptung, Prophet Samuel, Augustusburg, Bleifelder Fundgrubeauch Oberer Stuffenthaler StollenFreiesleben: Bemerkungen über den Harz. 1795, S. 46. oder Haus Sachsen StollenOberer wunderbarlicher Heinzenstollen1555eventuell gehörte der Stollen zur Grube Wunderlicher Heinz (1532–1542 aufgefahren) in WildemannOderstollenRabenstollen2,5 km1570Jugler: Der oberharzische Silberbergbau am Schluss des J. 1849 und der Ernst-August-Stollen. In: Archiv für Mineralogie, Geognosie, Bergbau und Hüttenkunde. Band 26, Heft 1, 1854, S. 210. bzw. 1573Mundloch war im Rabenthal beim Hüttengraben (Mandelpochwerk)Silbersegen, Alter Segen, Sankt Johannes, Neuer Thurm Rosenhof, Alter Thurm Rosenhof, Brand Schacht, Drei Brüder10 Lachter tiefer als Fürstenstollen (CZ)Sankt Annen Stollen0,5 km1550–16061550–1570 / 1662–1673Redensglück, Jacobs Glück, Wennsglücktfrüher auch St. Heinrichs Stollen, 20 Lachter über St. Jacobsglücker StollenSchatzkammerstollenCalvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 32.0,2 km1570vor 1700 eingestelltMundloch war an der großen Oker gegenüber Schützenhausauch Alter Schatzkammerstollen, in Verbindung mit Grube Schatzkammer aufgefahrenSchulthaler Stollen0,9 km1718vor 1854 eingestelltMundloch war im Schulthale in der Nähe der MühleKaysercrone, Silberlilie, Altenauer GlückMithilfe eines Lichtlochs 1738 mit Strecke der Grube Silberlilie durchschlägigSeegen Gotteser Stollen0,6 km1727bis 1741Mundloch war am Gewehr der Oker zum Hüttengrabenbei Erscheinen der Quelle temporär eingestellt, da man erst die Gangerkundung bei der Grube Löwenburg abwarteteSieberstollen13,1 kmLießmann: Historischer Bergbau im Harz. 2010, S. 240.1716Grube Samson, Prinz Maximilian, Fünf Bücher Moses, Felicitas, Gnade Gottes, Catharina Neufang, Grube Wennsglückt11,7 km sind UNESCO-WeltkulturerbeSpötterstollen1,28 km1536Mundloch war am KeilbergKönig Ludewig, Gnade Gottes, Samson, Catharina NeufangSt. Jacobsglücker Stollen1 km1534Mundloch war am Fuß des BeerbergesCalvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 33 f.Reichen Trost, St. Margaretha, St. Jacob, St. Burchard, St. Johann, St. Georgen, Weinstockbefand sich auf dem Jacobs Glücker und Weinstocker Gange, ein Flügelort auf dem Reichen Troster Gange (diese Teilstrecke hieß früher Wahrleichnams Stollen)St. Johannes Stollen (Clausthal-Zellerfeld)1,6 kmFessner: Gründliche Abbildung des uralten Bergwerks. 2002, S. 921554Jäger: Entwicklung und Wandlung der Oberharzer Bergstädte: Ein siedlungsgeographischer Vergleich. 1972, S. 52 bzw. 1563bis 1628Mundloch war im Bereich Zellbach/Eulenspiegeler TeichSilberkrone, Kron Calenberg, Fortunanoch oberhalb des Frankenscharrn-Stollens, war in den letzten Betriebsjahren bereits fast vollständig verbrochen und das Mundloch nicht mehr auffindbarSt. Johannes Stollen (Sankt Andreasberg)1,1 kmCalvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 33.1529Mundloch war im Bereich Wäschgrund, Dambach unter St. Andreascreutzer TagesschachtSt. Jacobsglück, Morgenröthe, Silberner Bär, Weinstock13 Lachter unter St. Jacobsglücker StollenTiefer Georg-Stollen25,9 km1777–1799ab 1799Caroline, Haus Sachsen, Bergwerkswohlfahrt, St. Lorenzer Schacht, Schacht Samuel, Spiegelthaler Hoffnungsschacht, Herzog-Georg-Wilhelm-Schacht18,5 km sind UNESCO-WeltkulturerbeTiefer Sachsen Stollen1,3 kmCalvör: Acta Historico-Chronologico-Mechanica circa metallurgiam in Hercynia superiori. 1763, S. 27 f.1549–16121612–1650 / 1681–1880Mundloch war gegenüber Zechenhaus am CreutzbergSt. Thomas, St. Jacob, Lautenthals Glückab 1681 nach Wiederaufnahme des Bergbaus bei Lautenthal wurden 700 m zwischen St. Thomas und St. Jacob wieder aufgewältigtTiefer Schatzkammerstollen1,8 km1739–17501750Schatzkammerauch Neuer SchatzkammerstollenTiefer Schulenberger Stollen2,9 kmvor 1600, ab 1710Weißer Schwan, Grube Glücksrad, Neue Gelbe Lilie, Grube St. Urban, Grube Gnade Gottes, Cronenburgs Glück

Einzelnachweise

Literatur

Oberharz Kategorie:Bergbau (Clausthal-Zellerfeld) Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk (Harz) Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk in Niedersachsen !Oberharz