mini|Hunter S. Thompson (links) und Oscar Zeta Acosta, 1971 Fear and Loathing in Las Vegas (deutscher Titel: Angst und Schrecken in Las Vegas; wörtlich „Angst und Abscheu in Las Vegas“) ist ein Schlüsselroman von Hunter S. Thompson, der 1971 in den USA erschienen ist. Die Handlung des Buches basiert auf zwei Reisen nach Las Vegas, die Thompson jeweils im März und April 1971 mit Oscar Zeta Acosta, im Roman „Dr. Gonzo“ genannt, unternahm.

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Raoul Duke ist Sportjournalist und soll über das Off-Road-Rennen Mint 400 in der Wüste bei Las Vegas berichten. Dabei wird er von seinem skurrilen Anwalt Dr. Gonzo begleitet. Die beiden nehmen ihre Arbeit aber nur sehr am Rande wahr, wichtiger ist ihnen ihr eigener massiver Drogenkonsum, während sie den Amerikanischen Traum suchen. Die beiden steigen unter falschen Namen in Las Vegas ab (Raoul Duke ist eigentlich Hunter S. Thompson selbst, Dr. Gonzo Oscar Zeta Acosta). In der zweiten Hälfte des Romans besuchen sie in berauschtem Zustand einen Kongress von Bezirksstaatsanwälten zum Thema Drogen. Fear and Loathing in Las Vegas ist eine radikale Abrechnung mit dem „American Way of Life“ sowie der Naivität der Hippie-Generation und kann zudem als Tripbericht gelten. Der Autor zeigt Rückblicke auf das Denken der Hippies und den verzweifelten Versuch, wieder in den „besten Jahren“ seines Lebens zu leben. Der eigentliche Zweck, den die Drogen erfüllen sollen, ist der Versuch, „der harten Realität der 70er“ zu entfliehen. Dass dieser Fluchtversuch – und sein Scheitern – den wichtigsten Kerngedanken des Buches ausmacht, wird durch das Motto deutlich, welches Thompson seinem Roman voranstellt:

Verfilmung Das Buch wurde 1998 vom ehemaligen Monty-Python-Mitglied Terry Gilliam verfilmt, ebenfalls unter dem Titel Fear and Loathing in Las Vegas. Als Hauptdarsteller spielen Benicio Del Toro als Dr. Gonzo und Johnny Depp, der ein enger Freund von Hunter S. Thompson gewesen ist, in der Rolle des Raoul Duke. Thompson selber ist kurz in zwei Cameo-Auftritten zu sehen. Er erscheint einmal im Matrix-Club in San Francisco auf einem Stuhl sitzend und einmal beim Wüstenrennen beim Schießen.

In dem Film Blast – Wo die Büffel röhren aus dem Jahr 1980 (eine Komödie über Thompson), mit Bill Murray in der Hauptrolle, wurden ebenfalls Szenen des Romans verwendet.

Lesung Die deutsche Übersetzung des Buches wurde 2002 von Günter Amendt, Martin Semmelrogge und Smudo eingelesen und auf einer ausgedehnten Lesetour durch Deutschland präsentiert. Es wurde eine 4-CD-Box mit den gelesenen Teilen von Kein & Aber Records veröffentlicht (die mit einer Gesamtspielzeit von 3 Stunden und 57 Minuten fast das komplette Buch umfassen), deren Cover, Labels und Innencover von Ralph Steadman illustriert wurden.

Literatur Hunter S. Thompson: Angst und Schrecken in Las Vegas. Heyne, 2005, ISBN 3-453-40137-9.

Weblinks Good Clean Fun Rezension auf evolver.at, 3. März 2005 Stephan Kroener: Die Männer, die den American Dream als Drogenrausch zelebrierten in Spektrum.de vom 28. November 2021

Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Englisch) Kategorie:Literatur (Vereinigte Staaten) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Hunter S. Thompson Kategorie:Schlüsselliteratur