King Arthur: Legend of the Sword ist ein Fantasyfilm von Guy Ritchie aus dem Jahr 2017. Der Film mit Charlie Hunnam in der Titelrolle als King Arthur kam am 11. Mai 2017 in die deutschen Kinos und einen Tag später in die US-Kinos.
Handlung Im Britannien des 5. Jahrhunderts leben Menschen und Magier in Frieden zusammen, bis zum Aufstieg des Magiers Mordred. Sein Ziel ist die Burg Camelot. Mordred greift mit Feuerbällen, riesigen Kriegselefanten und einer Armee Camelot an, doch König Uther besiegt die Angreifer mit dem magischen Schwert Excalibur. Er wird danach allerdings von seinem eifersüchtigen Bruder Vortigern verraten. Während der König versucht, seine Frau und seinen Sohn Arthur per Boot entkommen zu lassen, tötet Vortigern Uthers Frau mit einem Speerwurf und anschließend den König.
Viele Jahre später: Aus Arthur, der von drei Prostituierten erzogen wurde, ist ein gerissener Mann und mit allen Wassern gewaschener Überlebenskünstler geworden, während Vortigern seine Schreckensherrschaft festigt. Arthur weiß nichts mehr von seiner Vergangenheit, doch als er eines Tages das Schwert Excalibur aus einem Stein zieht, erfährt er von seiner königlichen Herkunft und hat Visionen von der Nacht, in der seine Mutter starb. Arthur wird beim Herausziehen des Schwertes ohnmächtig und befindet sich nun in der Hand Vortigerns. Dieser will ihn dazu zwingen, sich widerstandslos vor dem Volk köpfen zu lassen, um dem Volk seine Macht zu demonstrieren.
Die junge Magierin Mage und einige Rebellen verhelfen Arthur jedoch zur Flucht. Um den Tyrannen zu stürzen, schließt sich Arthur zunächst widerwillig der Rebellion an, zu der auch die mysteriöse Mage gehört. Diese stellt fest, dass Arthur sich innerlich gegen das Schwert wehrt, weshalb er bei der Nutzung ohnmächtig wird. Damit Arthur Excalibur und damit seine Herkunft akzeptiert, bringt ihn die Magierin in den Darklands mithilfe von Visionen an seine Grenzen. Arthur erfährt dabei endlich, was mit seinen Eltern geschah: Nach dem Mord an seiner Mutter tötete der durch schwarze Magie gestärkte Vortigern auch König Uther. Excalibur blieb im Körper des Königs stecken, welcher sich in einen Stein verwandelte und auf den Grund des Wassers sank. Arthur erfährt von der Magierin, dass Vortigern damals heimlich ein Bündnis mit Mordred einging, da er seinem Bruder den Thron neidete. Mordred hinterging die mit Uther verbündeten Magier und entfesselte die schwarze Magie, mit deren Hilfe er Uther angriff. Der Magier Merlin stahl daraufhin Mordreds Stab, zerstörte den magischen Turm, aus dem Mordred seine Macht bezog, erschuf aus dem Stab das Schwert Excalibur und verknüpfte es mit der Blutlinie Uther Pendragons.
Um seine Familie zu rächen, ist Arthur nun bereit, sich gegen Vortigern zu stellen und die Vollendung des magischen Turms bei Camelot, der Vortigern die gleiche Macht wie einst Mordred verleihen würde, zu verhindern. Gemeinsam mit Arthurs Freunden und den Rebellen versuchen sie, den Tyrannen mit einem Attentat in Londinium zu ermorden, was aber misslingt, da die Verbündete der Rebellen an Vortigerns Hof von diesem durchschaut worden war und Vortigern den Rebellen nun eine Falle stellt.
Auf der Flucht vor den Soldaten Vortigerns bekommt Arthur Hilfe von früheren Freunden, droht aber trotzdem gegen die Übermacht an Feinden zu verlieren. Im letzten Moment ergreift Arthur Excalibur mit beiden Händen, was er bisher wegen der für ihn schmerzhaften Visionen aus der Vergangenheit vermieden hat, und besiegt die Soldaten. Viele aus dem Volk haben das mitbekommen und beschließen nun, gegen Vortigern zu rebellieren. Arthur kann mit den meisten seiner Freunde fliehen, während Vortigern den Widerstand in der Stadt blutig niederschlägt.
Nach der erfolgreichen Flucht wirft Arthur, angewidert von den vielen persönlichen Verlusten, Excalibur ins Wasser und flieht. Die Herrin vom See übergibt es ihm jedoch erneut, zusammen mit einer Vision von Vortigerns zukünftiger Schreckensherrschaft, die verhindert werden muss. Arthur kehrt nun zu seinen Verbündeten zurück. Während die Rebellen unterwegs waren, hat Vortigern allerdings die Lage des Versteckes aus einem tödlich verletzten Rebellen herausgeholt und alle bis auf einen kleinen Jungen und Mage getötet. Im Austausch gegen Excalibur und das Versprechen, dass Arthur kommen wird, lässt Vortigern die Magierin frei. Diese hilft Arthur, als er nach Camelot zu seinem Onkel geht, indem sie eine Riesenschlange schickt. Diese tötet alle außer Vortigern und Arthur. Während Arthur gegen die Soldaten kämpft und ihm das Volk zu Hilfe eilt, tötet Vortigern seine eigene Tochter, um an Macht zu gewinnen. Im magischen Turm treffen Vortigern und Arthur aufeinander und Arthur erkennt, dass Vortigern ihn unwissentlich erst zu dem gemacht hat, der er ist, und besiegt Vortigern.
Nachdem der magische Turm kollabiert ist und die Toten begraben wurden, kündigt Arthur den Vertrag mit den Wikingern, denen von Vortigern 10.000 Jungen versprochen worden waren, damit sie ihn nicht mit ihren 3.000 Langschiffen angreifen. Er fordert stattdessen einen Kniefall von den Wikingern, den diese dann auch leisten. Vor Arthurs Krönung ernennen sich die Freunde untereinander zu Sirs und entsprechen somit der Legende von den Rittern der Tafelrunde.
Produktion Entstehungsgeschichte King Arthur: Legend of the Sword basiert nur lose auf der Artussage. Der Film war als Auftakt einer insgesamt sechsteiligen Reihe von Historien-Abenteuern geplant, die auf die Legende von König Arthur zurückgehen und in den folgenden Jahren in die Kinos kommen sollten.Johanna Slomski: ‘Knights Of The Roundtable: King Arthur’: Charlie Hunnam über seine Rolle und auf neuen Bildern In: filmstarts.de, 24. Juli 2015.Justin Kroll: ‘Jude Law Circling Villainous Role in Guy Ritchie’s King Arthur Film" In: variety.com, 14. November 2014. Joby Harold, der das Drehbuch zum Film schrieb, wurde zudem damit beauftragt, im Film Robin Hood: Origins auch die Ursprünge von Robin Hood filmisch zu überarbeiten. Dieser Film ist 2018 in den US-Kinos erschienen. Da beide Filme große Misserfolge waren, sind keine weiteren geplant.
Stab und Besetzung Regie führte Guy Ritchie. Das Drehbuch stammt von Joby Harold. Zu seinem abermaligen Interesse am angelsächsischen Kulturgut sagte Ritchie: „Ich bin Engländer: Ich wuchs mit King Arthur und Sherlock Holmes auf. Das ist fest mit mir verbunden.“Guy Ritchie enjoyed exploring new genre with King Arthur tale In: tv3.ie. 7. Mai 2017.
Ursprünglich sollte Idris Elba im Film eine Merlin-ähnliche Figur verkörpern, die King Arthur trainiert und ihm als Mentor dient. Später war er zudem als Antagonist im Gespräch, jedoch bekam Jude Law schließlich die Rolle. Charlie Hunnam wurde gemäß Ritchies Wahl in der Hauptrolle des King Arthur besetzt, während Elizabeth Olsen über Gespräche als mögliche Hauptdarstellerin nicht hinaus kam. Am 18. September wurde die Besetzung mit Àstrid Bergès-Frisbey bekannt. Die französische Schauspielerin übernahm die Rolle der schönen Magierin Mage, aus der später einmal Arthurs Ehefrau Guinevere werden wird.Andreas Kilb: Vor Camelot hilft euch kein Pixelgott In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Mai 2017. Am 11. Februar 2015 trat Eric Bana dem Cast bei; er verkörpert den Vater von Arthur, König Uther Pendragon. Als weitere Antagonistenrolle wurde am 6. März 2015 Mikael Persbrandt bestätigt. Djimon Hounsou übernahm die Rolle von Sir Bedivere, und Craig McGinlay spielt Percival. Im Film hat auch David Beckham eine Rolle, der mit Ritchie bereits im Film Codename U.N.C.L.E. zusammengearbeitet hatte. Er hat einen kurzen Auftritt als Anführer einer Schergentruppe namens Blacklegs und trägt daher im Film eine schwarze Rüstung.Katie Storey: Becks, as you’ve never seen him before! Unrecognisable David Beckham sports gruesome rotting teeth and a HUGE scar on his face on the set of new King Arthur movie In: dailymail.co.uk, 28. März 2017.
Dreharbeiten, Ausstattung und Kostüme mini|hochkant=1.2|Der Quiraing auf der Isle of Skye war einer der Drehorte des Films Im Februar 2015 wurden Filmaufnahmen im Windsor Great Park getätigt, ab 2. März 2015 im Norden von Wales. Im April 2015 wurden die Dreharbeiten in Conwy und dem dort gelegenen Snowdonia weitergeführt, der für seine Berge und Geröllfelder bekannt ist. Im weiteren Verlauf drehte man am Tryfan und Nant Gwynant in der Nähe von Beddgelert und Capel Curig. Anfang Juli 2015 fanden Dreharbeiten in der Gegend um Shieldaig, am Loch Torridon und auf der Applecross-Halbinsel in Ross-shire an der Westküste Schottlands statt. Einen Tag lang tätigte man Aufnahmen im Quiraing, einer geologischen Formation auf der Ostseite des nördlichsten Gipfels von Trotternish auf der Isle of Skye. Die Isle of Skye ist eine der größten der 780 Inseln Schottlands, und auf der 1.656 Quadratkilometer großen Insel leben nur rund 10.000 Menschen. Dort hatten bereits die Dreharbeiten zu Filmen wie Snow White and the Huntsman und Prometheus – Dunkle Zeichen stattgefunden. Die Locationmanagerin Amanda Stevens sagte: „Wir waren auf der Suche nach einem magischen Ort, um die Darklands darzustellen, ein mythischer Ort, wo Arthur zum Mann wird.“ Die zerklüftete Küstenlinie, die aus Klippen, Stränden und Seen besteht, und das bergige Inselinnere machten die Isle of Skye zu einem der schönsten Orte der Welt, abseits jeglicher Zeichen der Moderne, so Stevens.Carole Sovocool: How Scotland’s most remote pocket lured the new ‘King Arthur’ In: nypost.com, 8. Mai 2017. Weitere Aufnahmen fanden in den Leavesden Studios in England statt.
Für die Bauten und Gewänder des Films waren Gemma Jackson und Annie Symons verantwortlich, die sich entschlossen hatten, alles einfach noch größer und bunter zu machen, als wir es kennen, so Andreas Kilb von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Sie haben die Burg Camelot zu einem Trumm aufgeblasen, gegen den der Tower von London das reinste Toilettenhäuschen ist, und dem verfallenen Londinium digitale Ausmaße verpasst, in die das Shakespearesche (ebenfalls digitale) London aus Roland Emmerichs Anonymus zweimal hineinpassen würde. Und sie haben ihre Königs-, Königinnen- und Bauerndarsteller in Gewänder gesteckt, die das echte Mittelalter vor Neid erblassen lassen müssten.“
Sound Design und Filmmusik
Dominic Gibbs verantwortete das Sound Design und den Tonschnitt des Films. Die Filmmusik komponierte Daniel Pemberton, der für Ritchie bereits in gleicher Funktion beim Film Codename U.N.C.L.E. tätig war. Bei einem Stück wurde Pemberton von Gareth Williams unterstützt. Das Schlusslied des Films, das traditionelle The Wild Wild Berry, mit dem auch ein Trailer zum Film unterlegt war, wurde vom britischen Folksänger und Spezialisten für traditionelle Musik Sam Lee eingesungen und von Danny Cocke begleitet.‘King Arthur: Legend of the Sword’ Trailer Music feat. Sam Lee and Danny Cocke In: soundtracksandtrailermusic.com. Abgerufen am 11. Mai 2017. mini|hochkant=0.95|Charlie Hunnam verkörpert King Arthur, hier bei der Comic-Con 2016 Der Soundtrack zum Film umfasst 26 Titel. In der Deluxe Digital Version sind vier beziehungsweise sechs Bonustracks enthalten. In: watertower-music.com, 27. April 2017. Er wurde am 5. Mai 2017 von WaterTower Music in digitaler Version und am 12. Mai 2017 von Sony Classical als CD veröffentlicht.WaterTower Music to Release ‘King Arthur: Legend of the Sword’ Soundtrack In: filmmusicreporter.com, 24. März 2017.Soundtrack: King Arthur: Legend of the Sword In: cd-lexikon.de. Abgerufen am 11. Mai 2017. Am 19. Mai 2017 stieg der Soundtrack auf Platz 50 in die Soundtrack-Album-Charts im Vereinigten Königreich ein und befand sich dort in der Folgewoche auf Platz 17.Official Soundtrack Albums Chart Top 50. 19 May 2017 – 25 May 2017 In: officialcharts.com. Abgerufen am 19. Mai 2017. Am 26. Mai 2017 stieg der Soundtrack auf Platz 12 in die US-amerikanischen Billboard-Soundtrack-Album-Charts ein.The Week of Juni 3, 2017 In: billboard.com. Abgerufen am 26. Mai 2017.