Hurbache (deutsch ursprünglich: Hurbach (1187)) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges und zum Gemeindeverband Saint-Dié-des-Vosges. Die Einwohner nennen sich Hurbachois(es).

Geografie mini|links|Die Hure in Hurbache Hurbache liegt in den Vogesen am Fluss Hure, etwa zehn Kilometer nördlich von Saint-Dié-des-Vosges. Nachbargemeinden von Hurbache sind Moyenmoutier im Norden, Denipaire im Osten, Saint-Dié-des-Vosges im Süden sowie La Voivre im Westen. Nördlich und südlich des Huretales steigt das waldreiche Gelände auf Höhen von über 400 m an. Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet bildet eine 592 m hohe Felsenformation im äußersten Süden.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2011 2021Einwohner 256 261 232 227 253 282 302 300 Im Jahr 1841 wurde mit 660 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von cassini.ehessHurbache auf cassini.ehess und INSEEHurbache auf INSEE.

Sehenswürdigkeiten Die Kirche Saint-Étienne-et-Saint-Gengoult aus dem 19. Jahrhundert ersetzte einen während der Französischen Revolution zerstörten Vorgängerbau. mini|links|Kirche Saint-Gengoult mini|Mauer und Grabstelen am Camp celtique de la Bure Auf einer Anhöhe eines Sandsteinfelsvorsprungs an der Grenze zur Gemeinde Saint-Dié befindet sich das „Keltische Lager Bure“ (Camp celtique de la Bure), von den Einheimischen später auch „Römerlager“ genannt. Der Platz mit einer Jupiter-Statue auf monumentaler Basis dominierte die Via salinatorum, die von Étival nach Saales führte. Ausgrabungen um das Lager förderten zahlreiche antike und merowingische Artefakte zutage, zum Beispiel Mauerreste, zwei große Ambosse und Schmiedeschlacke. Das keltische Camp ist seit 1982 als Monument historique eingestuft.

Wirtschaft und Infrastruktur In der Gemeinde sind sechs Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Milchwirtschaft, Pferdezucht).Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Durch das Gemeindegebiet von Hurbache führt die Fernstraße D 32 von Étival-Clairefontaine ins elsässische Saales. Vier Kilometer westlich von Hurbache besteht ein Anschluss an die autobahnartig ausgebaute Route nationale 59 von Lunéville nach Sélestat.

Geschichte Im Rahmen der Aktion Waldfest wurden 42 Männer und Jugendliche am 7. November 1944 – größtenteils nach Mannheim – zur Zwangsarbeit deportiert. Zwei Tage später wurden die verbliebenen Einwohner evakuiert und der Ort von den Deutschen geplündert und fast alle Häuser wurden niedergebrannt.

Belege

Weblinks

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Ort in Frankreich)