Wir sind Deutschland (kurz WsD) war eine Bürgerinitiative, die sich selbst als alternatives Sprachforum zu Pegida sieht und regelmäßig Demonstrationen in Bautzen, Dresden, Plauen und Schwedt veranstaltet.Jenseits von Pegida. In: taz.de, 10. November 22015.„Wir sind Deutschland“ demonstriert in Dresden. in: sächsische.de, 16. November 2015. Gegründet wurde die Bewegung von Michael Oheim.Katrin Mädler: „Wir sind Deutschland“ macht Pegida Konkurrenz. in: welt.de, 20. November 2015. 2016 zog er sich aus der Initiative zurück.

Veranstaltungen Ein Unterschied zu Pegida-Demonstrationen war das Fehlen von Plakaten, Fahnen sowie „Wir sind das Volk“- und „Lügenpresse“-Sprechchören bei ihren Veranstaltungen.Nicht ganz unbeleckt. In: jungewelt.de, 10. November 2015. Seit dem 20. September 2015 gab es bis 2016 regelmäßig Demonstrationen in Plauen und seit 15. November in Bautzen.„Wir sind Deutschland“ meldet sich zurück. In: freiepresse.de, 17. Januar 2016. Weitere Demonstration von WsD starteten mit dem 29. November 2015 in Dresden. Die Veranstaltungen der WsD fanden meistens an Montagen oder Sonntagen statt.

Teilnehmeranzahl Die Teilnehmerzahl bei WsD-Veranstaltungen war in den jeweiligen Städten unterschiedlich, im Bereich um Hundert in Dresden, in Plauen hingegen zählte man meist über tausend Teilnehmer. Am 8. November 2015 beteiligten sich nach Angaben der örtlichen Polizei über 4000 Menschen an einer WsD-Veranstaltung,Tausende demonstrieren am Sonntagabend in Plauen. In: freiepresse.de, 8. November 2015. an anderen Tagen 5000 Menschen.5000 Menschen demonstrieren in Plauen – Teilnehmerzahl verdoppelt. In: freiepresse.de, 4. Oktober 2015.

Redner Die WsD lud am 22. April 2016 den CDU-Politiker und ehemaligen Vizepräsidenten der OSZE Willy Wimmer ein.Willi Wimmer zu Gast in Bautzen (2016). In: youtube.com, 22. April 2016. Auch umstrittene Redner wie Ken Jebsen wurden eingeladen.

Position Die Bürgerinitiative setzte sich aus verschieden positionierten Gruppen zusammen. Der Redner Rico Albrecht (aus der Organisation Wissensmanufaktur, welcher neue Rechte, Klimawandelleugner und Verschwörungstheoretiker angehören) sprach sich im Namen der Initiative gegen die deutsche Wirtschaft aus und nennt diese als Grund für die Flüchtlingskrise 2016. Ken Jebsen nannte die Demokratie eine anstrengende Staatsform in welcher man viele Dinge selbst in die Hand nehmen müsse. Sozialer Wohnungsbau, Rente, Hartz IV oder die Versorgung von Kindern waren laut Moderator Gunnar Gemeinhardt ebenfalls wichtige Themen für die Bürgerinitiative. Konkrete Ziele oder Lösungsvorschläge wurden von WsD nicht veröffentlicht.

Journalisten beschrieben die Anhänger der Bürgerinitiative als eine heterogene Gruppe.

Einzelnachweise

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