Mitsutani Kunishirō (; 10. November 1874 in der Präfektur Okayama – 12. Juli 1936) war ein japanischer Maler im Yōga-Stil.

Leben und Werk Mitsutani ging 1891 nach Tokyo und studierte ab dem folgenden Jahr Malerei unter Koyama Shōtarō (1857–1916) in dessen Schule „Fudōsha“ (). Von 1900 bis 1901 hielt er sich in Europa auf, stellte auf der Weltausstellung in Paris aus und erhielt eine Auszeichnung. Nach seiner Rückkehr gründete er mit Gleichgesinnten den „Pazifik-Kunstverein“ (, Taiheiyō gakai). 1907 wirkte Mitsutani bei der ersten Ausstellung des Kultusministeriums als Mitglied der Jury und erhielt im selben Jahr bei der Messe zur Förderung der Wirtschaft in Tokyo (, Tōkyō-fu kangyō hakurankai) einen ersten Preis.

Von 1911 bis 1914 ging er wieder nach Europa und schloss sich stilmäßig der dortigen aktuellen Malerei an. 1925 wurde er Mitglied der Japanischen Akademie der Künste. Vom Ende der Taishō- bis zum Beginn der Shōwa-Zeit besuchte Mitsutani viermal China. Sein Stil änderte sich in dieser Zeit hin zu einer eigenen dekorativen Malerei. Wichtige Werke sind „Bericht vom Kampf“ (, Ikusa no hanashi, 1906), „Trauer über Vergänglichkeit“ (, Karisome no nayami, 1907), „Haus auf dem Sandhügel“ (, Sakyū no ie), „Roter Filz“ (, Himōsen). Mitsutani war an der Ausstattung der Meiji-Gedächtnisgalerie mit dem Bild „Besuch der Medizinischen Jikei-Hochschule“ (, Tōkyō jikei iin gyōkei) beteiligt.

Bilder

Anmerkungen

Literatur Suzuki, Toshihiko (Hrsg.): Nihon daihyakka zensho (Denshibukku-han), Shogakukan, 1996. S. Noma (Hrsg.): Mitsutani Kunishirō. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 985. Laurance P. Roberts: A Dictionary of Japanese Artists. Weatherhill, 1976. ISBN 0-8348-0113-2.

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