Margarethenried ist ein nördlich gelegener Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hörgertshausen im Landkreis Freising.

Geschichte mini|Margarethenried Katholische Pfarrkirche St. Margareth Ried wurde das erste Mal 1078 als Schenkung an das Domkapitel Freising urkundlich erwähnt. Erst um 1220 wird der Ort erstmals als Margarethenried urkundlich erwähnt. Seit 1315 wird Margarethenried als eigenständige Pfarrei genannt. Von 1450 bis 1818 wurde das Dorf für den militärischen Selbstschutz und die Einziehung der Landessteuern durch die Obmannschaft Schergenöd, die ihrerseits dem Landgericht Moosburg unterstand, verwaltet. Die Obmannschaft wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 in die Gemeinde Margarethenried umgewandelt.

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Margarethenried im Zuge der Gebietsreform aufgelöst und das Gebiet mit den Ortsteilen Besenried, Gröben, Grub, Höfl, Hub, Hufnagelreuth, Kehrer am Biber, Kimoden, Limmer zu den Linden, Niederschönbuch, Öd, Oberschönbuch, Schergenöd und Wildenreuth ging in den Gemeinden Hörgertshausen, Gammelsdorf und Mauern auf.

Internationale Aufmerksamkeit erhielt der Ort kurzzeitig als sich Ende der 1970er Jahre ein Osho-Ashram am Ortsrand befand und Menschen aus ganz Europa den Ort besuchten.Der Spiegel 34/1978: 10 Minuten lautes Hu.

Einwohnerentwicklung Die Bevölkerung von Margarethenried hat sich seit 1877 wie folgt entwickelt:Bavarikon – Margarethenried, abgerufen am 6. Oktober 2016

Jahr Einwohner 1877 66 1928 50 1952 77 1978 84 1987 94

Politik

Bürgermeister Eine Auflistung der Bürgermeister und Gemeindevorsteher der Gemeinde Margarethenried von 1835 bis 1978. Name von bis Simon Härtl 1835 Brunner 1840 1841 Sittenauer 1842 Gebendorfer 1848 1850 Sittenauer 1853 Wagensonner 1854 1956 Mayr 1860 Wagensonner 1865 1866 Schranner 1867 Sittenauer 1868 1869 Josef Steiger 1869 1905 Franz Xaver Selmair 1905 1922 Sylvester Freiberger 1922 1925 Georg Deliano 1925 1929 Sylvester Sittenauer 1929 1937 Michael Scheckenhofer 1938 1943 Georg Rank 1943 1945 Ludwig Sittenauer 1945 1953 Michael Scheckenhofer 1954 1966 Anton Pregler 1966 1978

Kultur und Sehenswürdigkeiten Vierlärchenberg mini|Kreuz auf dem Vierlärchenberg 1850 wurde am Weißen Sonntag auf dem sogenannten Wein oder Sielstettenerberg, in nördlicher Richtung, oberhalb des Dorfes ein Kreuz errichtet. Es steht auf dem Platz „die Drei Bauern“ an dem der Sage nach drei Landwirte während des Schwedenkrieges erschlagen worden sein sollen. 1980 wurde das Kreuz wegen Diebstahlgefahr entfernt.

Im Zweiten Weltkrieg befand sich auf der Vierlärchenberg eine Flugaufklärungsstellung der Luftwaffe.

Weitere Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche St. Margareth: Im Kern wohl mittelalterlicher Saalbau mit Apsis, Chorflankenturm von 1882 und angefügter zweigeschossiger Sakristei, barocker Ausbau 1709

Siehe auch → Liste der Baudenkmäler in Hörgertshausen

Vereine Freiwillige Feuerwehr Margarethenried Krieger und Soldatenverein Margarethenried Landjugend Margarethenried Dorfzwergerl (Kinderbetreuung in Hörgertshausen und Margarethenried)Internetseite des Dorfzwergerl e. V.

Weblinks

Einzelnachweise

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