Andreas Hofer ist ein deutsches Stummfilm-Historiendrama aus dem Jahre 1929 mit Fritz Greiner in der Titelrolle.
Handlung Erzählt wird das klassische Freiheitsdrama von aufrechten Tiroler Passeier-Sandwirt Andreas Hofer gegen die Übermacht der napoleonischen Okkupanten in seinem Land. Nachdem der Franzosenkaiser Napoleon Bonaparte die Österreicher und Russen in der Drei-Kaiser-Schlacht bei Austerlitz im Dezember 1805 geschlagen hat, erhält Kurfürst Max Joseph von Bayern die Königswürde und im Frieden von Preßburg ganz Tirol mit den Städten Brixen und Trient. Der neue Landesherrscher will ein guter König für alle sein und verspricht seinen Neubürgern daher die Erhaltung und Einhaltung all ihrer bisherigen Rechte. Doch seine Beamte halten sich nicht an die königlichen Vorgaben und knechten das Volk mit neuen Zöllen, Steuererhöhungen und Verordnungen. Man tritt anmaßend und selbstherrlich auf, und so beginnt das Volk der Tiroler rasch zu murren.
Aus dem Grummeln der Tiroler Volksseele erwächst rasch eine rebellische Grundstimmung, die schließlich zum Volkszorn hochkocht. Man ist sich einig, die fremden Herren so schnell wie möglich aus dem Land wieder hinauszuwerfen. Vor allem die Bewohner des Passeiertals sind wild entschlossen, sich und ihr Vaterland zu befreien. Ihr Anführer wird der knorrige Andreas Hofer, ein Baum von einem Mann. Mit Hilfe der Österreicher können die Tiroler Stück für Stück Franzosen und Bayern wieder außer Landes drängen, auch wenn es immer wieder zu herben Rückschlägen kommt. Schließlich ist Hofer der ungekrönte Regent seines befreiten Landes. Doch die Dinge ändern sich zum schlechten, als Österreich mit Frankreich einen Separatfrieden schließt, der ganz auf Kosten der Tiroler geht. Der Kaiser in Wien rät Hofer, vom Widerstand gegen Napoleon abzulassen, zu aussichtslos sei der Kampf. Doch bestärkt von seinen Anhängern, gibt Hofer seinen Widerstand nicht auf. Die Auslobung von 1500 Gulden auf seine Ergreifung und der daraufhin verübte Verrat durch den Bauern Raffl führen ihn in die Hände der Franzosen, die ihn schließlich 1810 in Mantua hinrichten lassen.
Produktionsnotizen Andreas Hofer, Arbeitstitel Für ein freies Vaterland, entstand von April bis Juni 1929 in Innsbruck (Hofkirche, Hofburg), Lemmenhof-Wiesen bei Innsbruck, beim Bergisel, in Hall in Tirol, der Festung Kufstein und in Matrei in Osttirol. Die Innenaufnahmen wurden im Innsbrucker Volkskunstmuseum gedreht. Der Achtakter mit einer Länge von 2874 Metern passierte die Filmzensur am 21. September 1929 und wurde auch für die Jugend freigegeben. Die Uraufführung erfolgte am 15. Oktober 1929 in den Münchner Sendlingertor-Lichtspielen.
Alfons Lustek und Bartl Seyr arbeiteten als einfache Kameraleute Chefkameramann Karl Attenberger zu.
Bei der Uraufführung rezitierte Elise Aulinger das Gedicht „Der rote Tiroler Adler“ von Johann Ch. Sems.
Im Jahr 1933 kam der Film noch einmal in einer Tonfassung in die Kinos.Zensurkarte Nr. 4416, Filmprüfstelle München, ausgestellt am 18. August 1933.
Kritiken
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1929 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Stummfilm Kategorie:Historienfilm Kategorie:Koalitionskriege im Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Andreas Hofer