Maierhöfen (westallgäuerisch Moiəhefə oder Moiəhef) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und ein Mitglied der Verwaltungs­gemeinschaft Argental.

Geografie Lage Die Gemeinde liegt im Westallgäu. Markante Berge in der Gemeinde sind die Riedholzer Kugel, die Iberger Kugel und der Iberg.

Gemeindegliederung Es gibt 35 Gemeindeteile: Es gibt nur die Gemarkung Maierhöfen.

Pfarrdorf Maierhöfen

Dörfer Biesen Happach Riedholz RingenbergWeiler Anderhalbs Beeren Birkach Büchlenberg Ehrhafts Flucken Hochstädt Kitzensberg Linden Neppen Obersteig Reute Schweinebach Straß Untersteig Vorholz Warmhalden Wolfbühl Einöden Bengel Buchers Greit Grub Gschwend Nagelringen Raschenberg Schanz Scharfentöbele Schwarzen Steinlishof Stockach

In der Mundart heißt Büchlenberg Bichlenberg, Grub Grueb, Happach Happa, Hochstädt, Hofstädten und Stockach Stocka. Der Weiler Hochberg ist kein amtlich benannter Ortsteil.

Nachbargemeinden

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Schon kurz nach der Zeitenwende wurde die antike Römerstraße Kempten–Bregenz errichtet. Ihr Trassenverlauf führte mitten durch den heutigen Ort Maierhöfen und ist archäologisch erfasst. Sie wurde als Bodendenkmal (D-7-8326-0024Abschnitt D-7-8326-0024 im Bayernatlas) unter Schutz gestellt und ging über den Eistobel weiter nach Grünenbach.

Im Jahre 1290 erfolgte die Erwähnung eines Maierhof in Riedholz, bereits 1474 Maigerhof ze Maigerhofen, mit der Abtrennung einer eigenen Pfarrei von Grünenbach entstand 1811 die Kirche St. Gebhard. Die bereits 1230 erwähnte Burg Ringenberg wurde 1776 an den Schloßbauern zwangsversteigert. Maierhöfen gehörte zunächst zu Österreich als Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg.Hohenegg, Herrschaft, in: Historisches Lexikon Bayerns Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zum neu entstandenen Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1970 1133 1987 1306 1991 1414 1995 1480 2000 1503 Jahr Einwohner 2005 1576 2010 1586 2015 1571 2024 1470

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1328 auf 1598 um 270 Einwohner bzw. um 20,3 %.

Politik Gemeinderat und Bürgermeister Nach der Gemeinderatswahl am 15. März 2026 hat der Gemeinderat 11 Mitglieder, die alle der Wählergemeinschaft Maierhöfen angehören. Davon sind drei Personen Frauen.Gemeinderat Maierhöfen, Mitglieder

Erster Bürgermeister war seit Mai 1996 Martin Schwarz (Wählergemeinschaft). Zur Wahl 2026 trat Schwarz nicht mehr an. Zum neuen Bürgermeister wurde am 15. März 2026 Christian Hauber (Wählergemeinschaft) mit 86,3 % der gültigen Stimmen gewählt.Allgäuer Zeitung – Kommunalwahl 2026 in Maierhöfen: Alle Ergebnisse der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Inneres der Pfarrkirche St. Gebhard in Maierhöfen Eistobel im Naturschutzgebiet gleichen Namens Hengelesweiher Spezialisierung auf Tourismusangebote für Blinde und Sehgeschädigte Skulpturenweg von Maierhöfen (Rundwanderweg mit 16 Skulpturen auf 4,7 km Länge)

Baudenkmäler

Pfarrkirche St. Gebhard

Bodendenkmäler

Vereine Schwäbisch-alemannische Fastnacht mit der Narrenzunft Wolfsrudel e. V. und dem regelmäßigen Maierhöfner Narrensprung

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft rechts|mini|Maierhöfen im Westallgäu Es gab im Jahr 2020 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 54 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 235 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 590. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 41 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1197 ha, die vollständig als Dauergrünfläche genutzt wurde. Bildung Im Jahr 2021 gab es folgende Einrichtung: Kindergarten: 80 Kindergartenplätze mit 62 Kindern

Erholungsort Schon seit vielen Jahrzehnten ist Maierhöfen mit seinem gesamten Gemeindegebiet ein staatlich anerkannter Erholungsort. Im Jahre 2015 standen den Gästen 964 Betten zur Verfügung. Im Ortsteil Stockach befindet sich ein Feriendorf.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Alois Stadler (1814–1877), Abgeordneter, Gemeindevorsteher, Gastwirt und Landwirt Hans Rudhart (* 1945), deutscher nordischer Skisportler Leo Hiemer (* 1954), Filmemacher

Personen, die vor Ort gewirkt haben René Giessen (* 1944), deutscher Musiker, lebt in Maierhöfen Stefanie Kemper (* 1944), Lehrerin, Schriftstellerin und Lyrikerin, lebt in Maierhöfen

Weblinks

Gemeinde Maierhöfen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Lindau (Bodensee) Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 1290 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)