Als Kennmuskel wird in der Anatomie ein Muskel bezeichnet, der von einem Rückenmarkssegment innerviert wird. Klinische Relevanz haben die Kennmuskeln, da durch diese der Ort einer Schädigung eingegrenzt werden kann. Durch den Ausfall des Muskels sind bestimmte Reflexe nicht mehr auslösbar und manche Bewegungen können nicht mehr durchgeführt werden.

Wichtige Kennmuskeln im menschlichen Körper Nervenwurzel Kennmuskel Reflex Funktion C5 M. deltoideusMartin Trepel. Neuroanatomie: Struktur und Funktion. 6. Auflage 2015. München. Elsevier. S. 27. Seitliches Anheben des Armes (Abduktion) (C5-)C6 M. biceps brachii Bizepssehnenreflex Beugung im Ellenbogen (Flexion) M. brachioradialis Brachioradialis Reflex / Supinator-Reflex Außendrehung Ellenbogen (Supination) C7 M. triceps brachii Tricepssehnenreflex Streckung im Ellenbogen (Extension) M. pronator teres Pronator-teres-Reflex Eindrehung des Ellenbogen (Pronation) C8 Kleinfingerballenmuskeln Mm. interossei (L3-)L4 M. vastus medialis & M. vastus lateralis Patellarsehnenreflex Streckung des Beins (Extension) L5 M. tibialis anterior Extensor hallucis longus Tibialis-posterior-Reflex (TPR) Streckung der Großzehe M. tibialis posterior Eindrehung des Fuß (Supination) S1(-S2) M. triceps surae Achillessehnenreflex Fußsenkung (Plantarflexion)

Einzelnachweise

Kategorie:Neurologie Kategorie:Skelettmuskel