Die Thillenvogtei in Rindschleiden, einem Ortsteil der Gemeinde Grosbous-Wahl, ist ein DorfmuseumOhne Tiefkühlpizza und Supermarkt In: Luxemburger Wort, abgerufen am 9. November 2015., SR3 Saarlandwelle (Tour de Kultur), abgerufen am 9. November 2015.. Es präsentiert die Arbeits- und Lebensgewohnheiten um das Jahr 1900 mit Schwerpunkt auf Landwirtschaft, Handwerk, Hauswesen und Schule und bietet insbesondere an Kinder gerichtete Aktivitäten zum „kucken, lauschteren, upaken, fillen, probéieren, richen, schmaachen“ (ansehen, hören, anfassen, fühlen, probieren, riechen, schmecken), wie Brot backen, Wäsche auf dem Waschbrett waschen und Getreide dreschen.

Ausstellungsflächen Im Museum befinden sich Räume einer Schule, Schreinerei, Schusterei, Sattlerei, Bäckerei. Eine Ausstellung informiert über das Haushaltswesen im Museum. Das „Lebendige Landmuseum“ (Musée rural vivant) ist ganzjährig nach Vereinbarung geöffnet. Kinder können bei der Kartoffelernte, Apfelpflücken, Dreschen sowie beim Brotbacken mithelfen.

Geschichte Auf dem Dachspeicher des Hofes Thillenvogtei in Wahl, wurden Dokumente von 1688 gefunden. Dort heißt es: „Thielen Vogtey zu Wahll under dem Hursten Hause daselbsten dem Hauss Everlingen mit schaaff, frondt, diensten zugethan Hatt scheuer, stallung backhauss und mistplatzen vor der thur....“Urkunde von 1688 mit der Nennung der „Thielen Vogtey“ auf thillenvogtei.lu, abgerufen am 9. November 2015. Der Name Thillenvogtei stammt somit aus der Feudalzeit und geriet nach der Französischen Revolution in Vergessenheit. Auf dem Katasterplan von Wahl ist noch heute der Name „Thillenpesch, Thillengart“Katasterflurnamen auf geoportail.lu, abgerufen am 10. November 2015. vermerkt.

Organisation Das Museum wird von Jean Ney und dessen Tochter Elisabeth Ney geleitet.

Literatur Wolfgang Feld: MARCO POLO Reiseführer Luxemburg. 2015, S. 62

Weblinks

Website des Museums (auf Luxemburgisch)

Einzelnachweise

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