Les Grandes-Ventes ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Seine-Maritime in der Region Normandie. Sie gehört zum Arrondissement Dieppe und zum Kanton Neufchâtel-en-Bray. Die Bewohner werden Ventois und Ventoises oder Grand-Ventois und Grand-Ventoises genannt.

Die Gemeinde erhielt 2022 die Auszeichnung „Zwei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.

Geographie Les Grandes-Ventes liegt im Zentrum des Départements in der Landschaft Pays de Bray, etwa 39,5 Kilometer nordnordöstlich von Rouen und etwa 18,5 Kilometer südöstlich von Dieppe. Umgeben wird Les Grandes-Ventes von den Nachbargemeinden Freulleville, Saint-Vaast-d’Équiqueville und Ricarville-du-Val im Norden, Osmoy-Saint-Valery im Nordosten, Mesnil-Follemprise im Osten, Ardouval im Südosten, Bellencombre im Süden, Saint-Hellier im Südwesten, Muchedent im Westen sowie Torcy-le-Grand und Torcy-le-Petit im Nordwesten.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2020Einwohner 1513 1381 1373 1496 1729 1814 1843 1748 1764

Sehenswürdigkeiten Die Pfarrei wurde im 13. Jahrhundert von Eudes Rigaud, Erzbischof von Rouen, gegründet. Der Neubau der Pfarrkirche Notre-Dame begann in den 1540er Jahren. 1562 wurde die Kirche von Hugenotten verwüstet. Der Westgiebel wurde im Jahre 1569 repariert. Die Sakristei wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Das Schloss La Petite-Heuze wurde in seiner heutigen Form um 1620 von einer Parlamentarierfamilie aus Rouen, der Familie Le Cordier du Troncq, errichtet. Es wurde aus Ziegeln und Stein erbaut und besteht aus einem zentralen Wohntrakt, der von zwei leicht vorspringenden Flügeln flankiert wird, deren Fassaden mit skulpturalen Elementen verziert sind. Das Gebäude verfügt über einen Keller aus dem 16. Jahrhundert mit Kreuzgratgewölbe und einige Inneneinrichtungen, darunter eine schmiedeeiserne Treppe, sind im Obergeschoss erhalten geblieben. Das Schloss ist seit 2012 als Monument historique eingeschrieben, das Wohngebäude seit 2018 zusätzlich als solches klassifiziert. Wohnhaus und Taubenschlag des Schlosses La Heuzé stammen aus dem 17. Jahrhundert. Der Taubenschlag wurde nach 1972 abgerissen oder verlegt. Das Herrenhaus Les Grands Moreaux stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und ist heute Teil eines Bauernhofs. Ein weiteres Herrenhaus datiert aus dem 16./17. Jahrhundert. Ruinen der alten Priorei Sainte-Marguerite, heute Teil eines Bauernhofs Kapelle von La Haye-le-Comte aus dem 17. Jahrhundert

Gemeindepartnerschaften Mit der deutschen Gemeinde Osterwieck in Sachsen-Anhalt besteht eine Partnerschaft.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in der Normandie