Ernst von Saldern (* 3. Dezember 1843 in Perleberg; † 14. Juni 1886 in Arolsen)Winfried Speitkamp (Hrsg.): Kommunalverfassung in Kurhessen. Eine Schrift des Kasseler Regierungsreferendars Theodor von Heppe aus dem Jahr 1826. Band 69, Selbstverlag der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt und der Historischen Kommission für Hessen 1987, ISBN 3-88443-158-7, S. 199. war ein deutscher Verwaltungsbeamter.

Leben Er entstammt der uradeligen Familie von Saldern-Haus Plattenburg. Seine Eltern waren der Landrat Gustav von Saldern (1810–1876), auf Meffersdorf (seit 1945 Unięcice) im Landkreis Lauban, und der Thusnelda Gräfin von Seherr-Thoss (1812–1875). Thusnelda von Saldern war seine ältere Schwester.

Ernst von Saldern studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 1864 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg.Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korpslisten von 1798 bis 1910. Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 120 (Corps), 624. Nach Abschluss des Studiums wurde er Verwaltungsbeamter und trat er in den Verwaltungsdienst des Reichslands Elsaß-Lothringen ein. 1872 wurde er Kreisdirektor des Kreises Bolchen.Landkreis Sankt Avold Verwaltungsgeschichte und Kreisdirektorenliste, In: Territorial.de (Rolf Jehke). 1878 wechselte er als Bürgermeister und Polizeidirektor nach Straßburg.Stadtkreis Straßburg Verwaltungsgeschichte und Liste der Stadtdirektoren/Bürgermeister und Polizeidirektoren, In: Territorial.de (Rolf Jehke). 1883 kam er als Kreisdirektor in den Kreis Mülhausen.Landkreis Mülhausen Verwaltungsgeschichte und Kreisdirektorenliste, In: Territorial.de (Rolf Jehke). Ende 1884 wurde er zum preußischen Landesdirektor des Fürstentums Waldeck in Arolsen berufen, wo er bis zu seinem Tod 1886 im Amt war. Ihm folgte sein älterer Bruder Johannes von Saldern.

Familie Am 6. Mai 1879 heiratete er Marianne von Seydlitz und Ludwigsdorf, die als Tochter des Ludwig von Seydlitz und Ludwigsdorf und der Marie Freiin von Lüttwitz in Hartlieb bei Breslau geboren wurde. Ihr Sohn war Buchart von Saldern, der mit Alix Gräfin von Pourtalés eine Familie gründete und selbst vier Kinder hatte, so den Kunsthistoriker Axel von Saldern. Die Witwe Marie von Saldern heiratete 1891 in zweiter Ehe den Landrat Leopold von Tettenborn.

Literatur Hans von Rohr: Geschichte des 1. Garde-Dragoner-Regiments. Abs.: Nachweisungen Reserveoffiziere. Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1880, S. 59. Nr. 2. Militär-Vita. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Jürgen von Flotow: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1953. Band I, Band 5 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke, Glücksburg (Ostsee) 1953, S. 330 f. (Genealogie). Thomas Klein: Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und in Waldeck 1867 bis 1945. In: Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte. Band 70, Hrsg. Hessische Historische Kommission Darmstadt, Historische Kommission für Hessen, Darmstadt/Marburg 1988, ISBN 3-88443-159-5, S. 199.

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Einzelnachweise

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