miniatur|Genija Rykova (2012) Genija Rykova (geboren in Irkutsk, Sowjetunion) ist eine deutsche Schauspielerin und Sängerin.
Leben und künstlerische Karriere Rykova, die Deutsch und Russisch als Muttersprache spricht, kam als Kind mit ihren Eltern aus Sibirien nach München, als sie 6 Jahre alt war. Ihre Eltern waren Profisportler – der Vater Langstreckenläufer, die Mutter Bogenschützin. Sie lernten sich in einem Sportlager der UdSSR kennen. Rykova besuchte bis zur 6. Klasse die Waldorfschule. Nach dem Fachabitur an der Rainer-Werner-Fassbinder-Fachoberschule bestand sie 2008 die Aufnahmeprüfung der Bayerischen Theaterakademie August Everding, abgerufen am 17. Januar 2022, wo sie neben ihren schauspielerischen Fähigkeiten auch durch ihre gesangliche Begabung auffiel. So erhielt sie ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes und wurde noch während des Studiums 2011 an die Münchner Kammerspiele engagiert, wo sie unter der Regie von Stefan Pucher, neben Brigitte Hobmeier und Wolfgang Pregler, im Satansbraten zu sehen war. Die Inszenierung war 2012 für den Nestroy-Preis nominiert.
Nach ihrem Diplom 2012 wurde Rykova von Martin Kušej an das Münchner Residenztheater engagiert, wo sie als festes Ensemblemitglied bis zur Spielzeit 2018/19 u. a. mit Dimiter Gotscheff, Calixto Bieito, Marius von Mayenburg, Jürgen Kuttner, Martin Kušej, David Bösch, Thomas Birkmeir, Ivica Buljan und Mateja Koležnik zusammenarbeitete. Seit 2019 ist sie Ensemblemitglied an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin.Genija Rykova bei der Schaubühne am Lehniner Platz, abgerufen am 31. Oktober 2023
Neben ihrer Tätigkeit als Theaterschauspielerin ist Rykova aus Filmen wie Schlussmacher von Matthias Schweighöfer, Die Hebamme 2, diversen Tatorten und der Serie Servus Baby bekannt.
Seit 2015 tourt Genija Rykova & Band mit zwei unterschiedlichen Jazzprogrammen durch Deutschland: „Die Klischewetzkis – Jazz trifft auf russische Nostalgie“ und „Woman's World“ – eine Hommage an bedeutende Jazz-Sängerinnen des 20. Jahrhunderts.
Vertreten wird Rykova von der Schauspielagentur above the line.
Filmografie 2010: Lieben (Kino), Regie: Michael Ballhaus, HFF München 2012: Der Cop und der Snob – Die Clique (Fernsehserie), Regie: Holger Haase, SAT 1 2013: Schlussmacher (Kino), Regie: Matthias Schweighöfer 2013: Paradies 505. Ein Niederbayernkrimi (Fernsehfilm), Regie: Max Färberböck 2013: Zweisitzrakete (Kino), Regie: Hans Hofer 2013: CupBabes (Internet-Pilotserie), Regie: Felix Bärwald 2014: Tatort: Alle meine Jungs (Filmreihe), Regie: Florian Baxmeyer 2014: Zarnitsa (Kurzfilm), Regie: Khaled Kaissar 2014: Zement von Heiner Müller (TV-Aufzeichnung einer Theaterinszenierung) 2015: Tatort: Der Himmel ist ein Platz auf Erden, Regie: Max Färberböck 2015: Rico, Oskar und das Herzgebreche (Kino), Regie: Wolfgang Groos 2016: Die Hebamme 2 (Fernsehfilm), Regie: Hannu Salonen, SAT 1 2016: München Mord – Kein Mensch, kein Problem (Fernsehfilm), Regie: Alexander Dierbach, ZDF 2017: Tatort: Die Liebe, ein seltsames Spiel, Regie: Rainer Kaufmann 2017: Luna (Kino), Regie: Khaled Kaissar 2018: Tatort: Ich töte niemand (Fernsehfilm), Regie: Max Färberböck 2018: Wilsberg – Die Nadel im Müllhaufen, Regie: Martin Enlen, ZDF 2018 Holy Moms (Kino), Regie: Johanna Thalmann Seit 2018: Servus Baby, Regie: Natalie Spinell (Fernsehserie) 2019: Tatort: Die ewige Welle, Regie: Andreas Kleinert 2019: Play (Fernsehfilm), Regie: Philip Koch, ARD 2019: Eine ganz heiße Nummer 2.0 (Kino), Regie: Rainer Kaufmann 2019: Kommissarin Lucas – Tote Erde, Regie: Sabine Bernardi, ZDF 2019: Schwarzach 23 und das mörderische Ich (Fernsehfilm), Regie: Matthias Tiefenbacher, ZDF 2020: Lang lebe die Königin (Fernsehfilm), Regie: Richard Huber, ARD 2021: Friesland: Haifischbecken 2023: Vorübergehend glücklich (Fernsehfilm), Regie: Christine Rogoll, ARD 2026: Unfamiliar (Fernsehserie)
Theater (Auswahl)
Metropoltheater München 2010: Woyzeck (als Ausruferin). Von Georg Büchner in einer Musikfassung von Tom Waits. Inszenierung:Jochen Schölch 2025: Kurzschluß (als Neta). Von Noa Lazar-Keinan. Inszenierung: Philipp Moschitz 2026: Mittwinter (als Maud, Frau des Soldaten Grenville). Von Zinnie Harris. Inszenierung: Jochen Schölch
Münchner Kammerspiele 2011: Satansbraten von R. W. Fassbinder – Erika / Fr. v. Witzleben / Lana – Regie Stefan Pucher (Münchner Kammerspiele)
Residenztheater München (Bayerisches Staatsschauspiel) 2012: Call Me God von Gian Maria Cervo, Marius von Mayenburg, Albert Ostermaier und Rafael Spregelburd – Regie M. v. Mayenburg (Marstalltheater) 2012: Lola Montez von Peter Kreuder – Lola Montez – Regie: Jürgen Kuttner und Tom Kühnel (Cuvilliés-Theater) 2013: Zement von Heiner Müller – Polja Mechowa – Regie: Dimiter Gotscheff (Residenztheater) 2013: Leonce und Lena von Georg Büchner – Lena – Regie Calixto Bieito (Residenztheater) 2013: Bunbury oder Von der Notwendigkeit, ernst zu sein von Oscar Wilde – Cecily Cardew – Regie Marius von Mayenburg (Cuvilliés-Theater) 2014: Phosphoros von Nis-Momme Stockmann – Marlene – Regie Anne Lenk (Marstalltheater) 2014: Taken from Real Life nach Fausts Homunculus – Genie in the Bottle – Regie: Gregor Tureček (Marstalltheater) 2014: Wir sind Gefangene von Oskar Maria Graf – Maurus – Regie Robert Gerloff (Marstalltheater) 2014: Peer Gynt von Henrik Ibsen – Solveig – Regie David Bösch (Residenztheater) 2015: Gefährliche Liebschaften von Christopher Hampton nach Choderlos de Laclos – Mme. de Tourvel – Regie Katrine Wiedemann (Cuvilliés-Theater) 2015: Sing mal was auf Russisch – die Klischewetzkis Russischer Liederabend von Rykova (Marstalltheater) 2015: Das Nest von Franz Xaver Kroetz – Martha – Regie Julia Prechsl (Marstalltheater) 2015: Pinocchio von Carlo Collodi – Fee – Regie Thomas Birkmeir (Residenztheater) 2016: Das Chamäleon: wer „ich“ sagt, lügt schonmal von Jürgen Kuttner – Regie Jürgen Kuttner (Marstalltheater) 2016: Nora oder Ein Puppenheim von Henrik Ibsen – Nora – Regie Mateja Koležnik (Cuvilliés-Theater) 2016: Iwanow von Anton Tschechow – Sascha – Regie Martin Kušej (Residenztheater) 2016: Der Schweinestall von Pier Paolo Pasolini – Ida – Regie: Ivica Buljan (Marstalltheater) 2017: Zuhause im Zoo von Edward Albee – Ann – Regie Alexander Krieger (Marstalltheater) 2018: Der Nackte Wahnsinn von Michael Freyn – Vicky – Regie Martin Kušej (Residenztheater)
Burgtheater Wien
2018: Der Nackte Wahnsinn von Michael Freyn – Vicky – Regie Martin Kušej (Übernahme vom Residenztheater München)
Salzburger Festspiele 2019: Sommergäste von Maxim Gorki – Warwara Michailowna – Regie Evgeny Titov
Schaubühne am Lehniner Platz (Berlin) 2020 Die Affen von Marius von Mayenburg (Schaubühne am Lehniner Platz) 2020 Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist – Regie: Simon McBurney (Schaubühne am Lehniner Platz) 2021 reden über sex von Maja Zade – Regie: Marius von Mayenburg (Schaubühne am Lehniner Platz) 2021 Ein Volksfeind von Henrik Ibsen – Regie: Thomas Ostermeier (Schaubühne am Lehniner Platz) 2021 Nachtland von Marius von Mayenburg (Schaubühne am Lehniner Platz) 2023 House of Dance von Tina Satter (Schaubühne am Lehniner Platz)
Auszeichnungen 2011: 29. Bayerische Theatertage Bamberg 2011: Ensemble-Preis für „Beste künstlerische Gesamtleistung“ für „Woyzeck“ | Regie Jochen Schölch 2011: Self Made Shorties-Festival: 3. Platz 2012: Bayerischer Kunstförderpreis: Kategorie „Darstellende Kunst“ 2016: Kurt-Meisel-Preis: Förderpreis für junge Theatertalente 2018: AZ-Stern des Jahres: Kategorie „Schauspielerin“Kulturpreis der AZ: Unsere Besten! Das sind die Sterne des Jahres
Weblinks
Genija Rykova bei Instagram Genija Rykova bei der Agentur Above the Line Genija Rykova & Band bei cube521.lu/de
Einzelnachweise
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