Diese Liste der Vertriebenendenkmale in Bayern (M–Z) verzeichnet die Vertriebenendenkmale in bayerischen Städten und Gemeinden von Mainburg bis Zwiesel.
Liste
Bild Ort Lage Jahr Beschreibung Mainburg Friedhof hinter der Aussegnungshalle 1951/1961/1968 Gedenkwand mit Ostlandkreuz auf dem Friedhof hinter der AussegnungshalleEinweihung durch Abt Dominikus Prokop OSB unter Teilnahme von Staatssekretär Theodor Oberländer. Bericht in Hallertauer Zeitung vom 31. Oktober 1968. Mallersdorf Friedhof 1995 Gedenkstätte auf dem Friedhof:„50 Jahre Vertreibung 1945–1946, zum Gedenken an die Toten, zur Erinnerung an die verlorene Heimat, als Mahnung für die Zukunft, als Dank an die Heimat und zur Versöhnung über Grenzen hinweg. Sudetendeutsche Landsmannschaft.“ Manching 1959 Gedenkmauer mit Holzkreuz Markt Einersheim 1982 Neu-Limburger-Stein: „1771 zogen aus Markt Einersheim und dem gräfl. Limpurger Land 111 Kolonisten nach Schlesien und gründeten Neu Limburg. 1945 wurden sie vertrieben und fanden im Iserlohner Gebiet eine neue Heimat. 1981 feierten die Nachkommen jener Kolonisten ein Wiedersehen mit der Heimat ihrer Vorfahren.“ Marktbergel Friedhof, Kirchstraße 1997 Gedenkstein in Kreuzform. Inschrift: „Wir gedenken 1945 – 1946 17 Millionen Vertriebenen 2050000 zu Tode gekommenen Deutschen aus den Ostgebieten“ 130 px Marktbergel auf dem Petersberg 1956 Holzkreuz. Inschrift: „Wir mahnen die Welt“ Marktbreit Bahnhofstraße 1950 Vertriebenendenkmal in der Bahnhofstraße Marktoberdorf Bahnhofstraße 1950 Vertriebenendenkmal in der Bahnhofstraße Marktoberdorf Kemptener Straße 8, Nähe Bahnhofstraße, an der Südseite des Rathauses 2007 Patenschaftsgedenkstein Hohenelbe Marktoberdorf auf der Buchel 1984 (Brunnen) und 2008 (Gedenkstein) Rübezahl-Brunnen auf der Buchel mit 2,70 m hoher Bronzestatue des Bildhauers Hans Horst Beckert (Schongau), Auftrag des Heimatkreises Hohenelbe sowie der Stadt Marktoberdorf, mit Inschrift auf einer separaten Bronzetafel: „Errichtet von der Patenstadt Marktoberdorf und den Heimatvertriebenen aus dem Kreis Hohenelbe im Riesengebirge. Für die Alten als Vermächtnis, der Jugend als Mahnung. – 16. September 1984“
Gedenkstein für die Schöpfer des Riesengebirgsliedes, Othmar Fiebiger und Vinzenz Hampel. Marktoberdorf auf der Buchel 1982 Gedenkstein auf der Buchel, wenige Meter nördlich des Sudetendeutschen Mahnmals: „Zum Gedenken der in den Weltkriegen 1914–1918, 1939–1945 gefallenen Turner und Sportler sowie der Opfer der Vertreibung und der seit 1946 in der neuen Heimat verstorbenen Riesengebirgler gewidmet von der Sudeten-Turnerschaft des ehemaligen Riesengebirgs-Turngaues.“ Marktoberdorf auf der Buchel 1950/1978 Sudetendeutsches Mahnmal auf der Buchel Marktoberdorf Schlossberg Bertoldshofen 1945/2008 Gedenkkreuz 130px Marktoberdorf nördliche Außenwand der Kirche St. Alban in Geisenried 1951 Gedenkkreuz: „Den Toten der Heimat“ Marktredwitz östlicher Teil des Stadtfriedhofs 1956 Gedenkstein und sieben Provinzsteine von Günter Rossow: „Die Toten sind in des Herren Hand. Über Welten und Zeiten. Den Toten der Heimat.“ Wappen der Provinzen Pommern, Ostpreußen, Westpreußen, Brandenburg, Schlesien, Oberschlesien, Sudetenland. Marktredwitz Westgiebel des Alten Rathauses 1961 Gedenktafel am Westgiebel des Alten Rathauses: „Spruch am Stadthaus zu Eger 1897: Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Das höchste Gut des Volkes ist sein Recht. Des Volkes Seele lebt in seiner Sprache. Dem Volk, dem Recht und seiner Sprache treu fand uns der Tag, wird jeder Tag uns finden. 900 Jahrfeier der Stadt Eger 1961.“ Cheb Marktsteft Außenwand des Friedhofs 1972 Vertriebenendenkmal an der Außenwand des Friedhofs Massing Friedhof Gedenkstein auf dem Friedhof 130 px Mauerstetten Höhenweg bei Frankenried 1988 Gedenkstein für Lubowitz und Joseph von Eichendorff Memmingen Waldfriedhof 1955/1981 Hochkreuz, Kreuzsockel mit Wappen von Ostpreußen, Schlesien, Pommern und Sudetenland 130 px Memmingen Grimmelschanze, an der Mauer zwischen Alt- und Neustadt 1993 Gedenkstein aus dem böhmisch-bayerischen Grenzgebiet: „Seit 1945 nahm Memmingen 13tausend vertriebene Deutsche auf.“ – „Der neuen Heimat Dank – der verlorenen die Treue.“ Mering vor dem Rathaus 1991 Gedenkplatte vor dem Rathaus: „Zum Gedenken an die gefallenen Angehörigen der Heimatvertriebenen und die Toten in der alten Heimat. Aus vergangener Not erwachse eine friedliche Welt ohne Vertreibung und Krieg.“ Mering Kirchhof von St. Mariä Himmelfahrt 1965 GedenkkreuzDie Siedlung St. Afra wurde 1948 für ca. 2.000 Vertriebene errichtet.Historische Ausstellung des 60. Weihefestes der Kirche Mariä Himmelfahrt Mering-St. Afra Miltenberg Mauer am Fußweg zur Mildenburg 1985 Gedenktafeln: „1985, 25 Jahre Patenschaft Miltenberg – Dux Sudetenland.“ – „Zum Jubiläum Bergstadt Klostergrab Kr. Dux 1282–1982.“ Duchcov, Landkreis Dux Miltenberg Fährweg Hochkreuz am Fährweg Mindelheim Stadtfriedhof, östlich der Einsegnungshalle 1960er Jahre Gedenkstein Mistelbach (Oberfranken) Außenmauer der kath. Kirche Vertriebenendenkmal Moosburg an der Isar zwischen Sudetenstraße und Josef-Seliger-Platz 1954 Hochkreuz: „Gewidmet von den Landsmannschaften der Heimatvertriebenen mit Unterstützung der Stadt Moosburg. November 1954.“ Muhr am See beim Bahnhof Gedenkstätte beim Bahnhof (Sudetenland, Pommern, Ostpreußen, Schlesien) 130px München Waldfriedhof (München) 1990 Gedenkstein: „Zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten 1914–1918 u. 1939–1945, an die Opfer der Gewalt 1945–1951, an die Toten in der alten und neuen Heimat. Den Lebenden zur Mahnung. Glogowatz 1724–1990. Eine deutsch-schwäbische Gemeinde im Banat, 6 km von der Stadt Arad entfernt. Die ersten Siedler kamen 1724 aus Trier, Franken, Schwaben, Bayern, Elsaß u. Lothringen. Die fünf Hügel mit der Kapelle sind das Wahrzeichen von Glogowatz. Die Heimatortsgemeinde.“ Vladimirescu, Banat München Alter Teil des Waldfriedhofs 1985 Denkmal: „Tscherwenka, eine donauschwäbische Gemeinde in Südungarn, heute Crvenka/Jugoslawien. Ansiedlung deutscher Kolonisten 1785 unter Kaiser Joseph II. Wechselhafte, stetige Aufwärtsentwicklung zu einer Großgemeinde mit 10.000 Einwohnern. Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung im Oktober 1944.“ Crvenka, Batschka, Donauschwaben München Gedenkstein für die 100.000 nach 1945 umgekommenen Königsberger München Bayerische Staatskanzlei 1999 Gedenktafel: „Den deutschen Vertriebenen zur Erinnerung an Deportation, Flucht und Vertreibung. Zum Gedenken an ihre Heimat und an ihre Toten. Zum Dank für ihren Einsatz beim Wiederaufbau in Bayern. Die Bayerische Staatsregierung im Mai 1999.“ München Durchgang unter dem Turm des Neuen Rathauses 2009 Gedenktafel: „Der nationalsozialistische Eroberungs- und Vernichtungskrieg führte die Welt in eine Katastrophe. Durch das Unrecht der Vertreibung oder durch Flucht verloren in Europa Millionen von Menschen ihre Heimat. Nach 1945 wurde München für mehr als 143.000 Heimatvertriebene zum neuen Lebensmittelpunkt. Sie haben maßgeblich zum Wiederaufbau und zum Leben unserer Stadt beigetragen.“ Nersingen Friedhof von Straß 1989/2009 Gedenkstein für Wallstein, Landkreis Jägerndorf173x173pxNeuburg a.d.DonauAlter Friedhof (Franziskanerfriedhof)1993Gedenkstein mit Bronzetafel: "Unseren Toten in der Heimat, den Opfern von Flucht, Hass und Vertreibung 1945/46, den Gefallenen und Vermissten der Weltkriege zur bleibenden Erinnerung. Den Lebenden zur Mahnung. Errichtet 1993 Sudetendeutsche Landsmannschaft, Landsmannschaft Schlesien." 130 px Neuendettelsau Innenhof der katholischen Pfarrkirche St. Franziskus, Tulpenstraße 1965 Gedenkstätte mit Gedenktafeln. Inschrift: „Wir denken an die Gefallenen und Vermissten unserer Pfarrgemeinde, die genannten und die ungenannten – an die Opfer der Flucht, der Vertreibung und der Gewalt und wir gedenken der Verstorbenen in der alten Heimat der Vertriebenen. Lasst uns für sie beten, und für alle die an ihnen schuldig wurden, dass es Friede gebe und Verzeihung unter den Lebenden und für die Toten“.