Budila (veraltet Bodila; , siebenbürgisch-sächsisch Budille, ) ist eine Gemeinde im Kreis Brașov in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort ist auch unter den deutschen Bezeichnungen Budille, Bodila und Bodola bekannt.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Budila im Kreis Brașov mini|Das Béldi-Schloss, heutiges Rathaus mini|Die Adormirea Maicii Domnului Kirche Budila liegt östlich des Burzenlandes innerhalb des Karpatenbogens. An der Mündung der Bäche Zizin, Seaca und Valea Popii in den Tărlung – ein linker Nebenfluss des Râul Negru –, der Bahnstrecke Hărman–Intorsura Buzăului und der Kreisstraße (drum județean) DJ 103B, befindet sich der Ort 14 Kilometer nordöstlich von der Stadt Săcele; die Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt) liegt 18 Kilometer westlich.

Geschichte Der Ort Budila wurde nach unterschiedlichen Angaben 1211Darstellung auf der Website der Gemeinde, abgerufen am 7. Oktober 2015 (englisch). oder 1294Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war der Ort Wohnsitz der ungarischen Adelsfamilie Béldi, deren Burg 1612 zerstört wurde. Nachdem die Burg durch Pál Béldi erneut aufgebaut wurde, wurde sie bei feudalen Streitigkeiten an Kelemen Mikes – ein ungarischer Rebell gegen das Habsburgerreich und einer der ersten ungarischen Prosa AutorenAngaben zu Kelemen Mikes bei oszk.hu abgerufen am 7. Oktober 2015 (englisch) – verloren. Dieser zerstörte die Burg, welche nicht mehr aufgebaut wurde. Reste der Burg sind noch erkennbar.Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 16. Oktober 2022 (rumänisch).

Bevölkerung VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 1. November 2008 (PDF; 513 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1568 637 718 4 209 1920 1807 898 893 4 12 1977 2923 1730 989 6 198 2002 3484 2361 801 1 321 2011 4197 3186 679 1 (?) 331 (255 Roma) 2021 4926 2861 463 2 1600 (1220 Roma) Seit der offiziellen Erhebung von 1850 steigt die Einwohnerzahl stetig. 2011 wurde die höchste Bevölkerungszahl, und auch die der Rumänen, ermittelt. Die höchste Einwohnerzahl der Magyaren (1138) wurde 1930, die der Roma (618) 1966 und die der Deutschen (23) 1880 registriert. Des Weiteren wurden 1880 drei Slowaken und 1930 ein Serbe registriert.

Sehenswürdigkeiten Das ehemalige Anwesen der ungarischen Adelsfamilie Béldi, Ende des 18. Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet, mit dessen Schloss 1892 (heute Rathaus) und die römisch-katholische Kirche Adormirea Maicii Domnului 1762 errichtet,Angaben zur römisch-katholischen Kirche bei biserici.org abgerufen am 8. Oktober 2015 (rumänisch) stehen unter Denkmalschutz. (PDF; 7,10 MB) Das ehemalige Anwesen des ungarischen Adeligen Pál Béldi, Ende des 18. Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet, mit dessen Schloss 1731 errichtet, heute ein Lagerhaus, abgerufen am 8. Oktober 2015 (rumänisch) steht unter Denkmalschutz. Die alte rumänische-orthodoxe Kirche Sfântul Nicolae 1734 errichtet,Angaben zur rumänisch-orthodoxen Kirche bei biserici.org abgerufen am 8. Oktober 2015 (rumänisch) steht unter Denkmalschutz. Die Anwesen der Adelsfamilien Mikes und Nemes mit deren Bauten in desolatem Zustand, Angaben und Bilder zu den Anwesen Mikes und Nemes in Budila bei monumenteuitate.blogspot.de abgerufen am 8. Oktober 2015 (rumänisch) stehen unter Denkmalschutz.

Weblinks

Budila bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung im 13. Jahrhundert