Das Amt Aschendorf war ein historisches Verwaltungsgebiet des Königreichs Hannover bzw. der preußischen Provinz Hannover. Übergeordnete Verwaltungsinstanz war die Landdrostei Osnabrück.
Geschichte Das Amt entstand 1827 als eines der vier Herzoglich Arenbergischen Mediatämter und umfasste damals die Kirchspiele Aschendorf, Dörpen, Heede, Rhede, Lathen und Steinbild. 1867 wurde es in den preußischen Steuer- und Militärkreis Meppen eingegliedert. Seit Einführung der Kreisverfassung 1885 bildete es mit der Stadt Papenburg den Landkreis Aschendorf.
Der Sitz des Amtmanns war das Amtshaus Nienhaus in Aschendorf.
Gemeinden Bei seiner Aufhebung im Jahre 1885 umfasste das Amt die folgenden Gemeinden: Ahlen Aschendorf Bokel Borsum Brual Dersum Dörpen Düthe Emen Fresenburg Heede Herbrum Hilter Kathen-Frackel Lathen Lehe Melstrup Nenndorf Neudersum Neudörpen Neulehe Neurhede Neusustrum Niederlangen Oberlangen Papenburg Rhede Steinbild Sustrum Tinnen Tunxdorf Walchum Wippingen
Amtmänner (1824) 1828–1832: Lambert Cordes, Richter und Amtmann 1833–1838: Wilhelm Christian Carl von Dincklage, Amtmann 1839–1848: Claus Jürgen Melchior von Issendorf, Amtmann 1849–(1859): Anton Niehaus, Amtmann 1860–1885: Heinrich Korte zu Niehaus, Amtmann (1885–1889 Landrat des Kreises Aschendorf)
Literatur Iselin Gundermann, Walther Hubatsch: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen, Band 10: Hannover. Marburg (Lahn) 1981
Aschendorf Kategorie:Papenburg Aschendorf Aschendorf Kategorie:Aufgelöst 1885