mini|Der , ein noch teilweise eingerollter junger Farnwedel mini|Koru, stilisiert, im DoC Logo ist in Neuseeland Begriff und Symbol für den sich entrollenden Wedel des Silberfarns. Das Wort entstammt der Sprache der , die das Symbol traditionell unter anderem in Malereien, Schnitzereien, Schmuck und Tattoos verwendeten. Heute findet sich das Koru-Symbol in neuseeländischer Kunst von sowohl als auch Nicht- wieder. Zudem wird es in Form von Souvenirs und Produkt-Labels vermarktet und häufig auch in Firmenlogos verwendet. Das Koru-Symbol steht dabei oft für Neuseeland und eine neuseeländische Identität.

Namensbedeutung mini|-Skulptur, , , Einerseits wird '' in der maorischen Sprache für das sich entrollende Wedel des Silberfarns verwendet. Andererseits steht der Begriff aber auch für eine Buschpflanze in Neuseeland, die unter dem lateinischen Namen colensoa physaloides bekannt ist und bevorzugt in Northland zu finden ist. Als Verb kann '' als gefaltet, geschlungen oder aufgerollt verstanden werden. Im Gegensatz hierzu wird unter '' allerdings erschüttert oder gerüttelt verstanden.

Verwendung in der traditionellen Kunst Das Symbol des , das in der Kunst der häufig angefunden wird, basiert auf das sich entrollende Farnkrautwedel und symbolisiert damit die Entstehung neuen Lebens. Die Kreisform steht aber auch für eine fortwährende Bewegung, sowie die einwärts gehende Spiralform, in dieser Sichtweise, als das Zurück auf den Ursprung gehende gesehen werden kann.

Schnitzereien In allererster Linie verwenden ihre Schnitzereikunst zur Gestaltung und Verzierung ihrer (Versammlungshäuser), Kanus und zur Darstellung menschlicher Figuren. Ihre Ursprünge finden sich auf den nördlichen Polynesischen Inseln. In Neuseeland bekamen die Schnitzereien neben den -, -, - oder - und -Mustern häufig auch die -Designs. Die Koru-Darstellung basierte zumeist vereinfacht auf einem gebogenen Stiel mit einer runden Knolle am Ende.

Malerei mini|Muster von einem Dachsparren aus dem Jahr 1896 Bevor in den ersten Kontakt mit Europäern kamen, hatte die Malerei eine eher untergeordnete Bedeutung im Vergleich zu Schnitzereikunst, des Tätowierens oder der Erstellung von Skulpturen aus Knochen und Steinen.

Malereien kamen zumeist innerhalb ihrer Versammlungshäuser () zur Anwendung, in denen sie neben den Schnitzereien und den (geflochtenen Matten) ein weiteres wichtiges Gestaltungselement waren, oder auf Paddeln und den Unterseiten ihrer Kanus. In den Versammlungshäusern wurden bevorzugt die Dachbalken und Einfassungen des Daches innenseitig mit -Designs bemalt, die traditionell als bezeichnet werden.

Auch auf den Paddeln der Kanus wurden vielseitig verschnörkelte, ornamentale -Darstellungen zur Dekoration verwendet. Zahlreiche dieser Paddels sind im , im und vereinzelt auch in anderen Museen zu finden, die zumeist von den Forschungsreisen Kapitän im 18. Jahrhundert nach Europa gebracht wurden.

Tätowierungen Die Tätowierungen der , genannt, unterscheiden sich von polynesischen Tattoos, indem sie geschnitten werden und nicht gepikst. Jedes Tattoo in den unterschiedlichen Bereichen des Gesichts hat seine Bedeutung. Durch die Designs zeigt der Tattooträger, welchen sozialen Rang er besitzt, den Status seiner Geburt, seiner Heirat, seiner Autorität und sein persönliches Zeichen, ähnlich einer Unterschrift. Das Koru-Design in der Tätowierung ist ein kleines Teilstück von einem komplizierten Gesamtdesign.

Schmuck mini|Ein Koru aus neuseeländischem Greenstone (Pounamu) Schmuck wurde von den bevorzugt aus , einem grünfarbenen Nephrit-Mineral, aus Knochen oder auch aus der -Muschel hergestellt, die aber zumeist als Auge in Schnitzereien verwendet wurde. Die Form des kommt allerdings nur bei dem , der in Neuseeland auch als bezeichnet wird, zur Anwendung. Vorherrschende Designs des sind hierbei die einfache Spirale, die doppelte Spirale oder in Hakenform. Die aus dem Schmuckstein gefertigten Kunstwerke werden in der Regel als Halsband-Anhänger getragen. Meist werden den Schmuckstücken mystische Wirkungen und Bedeutungen zugeordnet.

Verwendung in der zeitgenössischen Kunst Ein in Neuseeland bekannter Künstler, der in seinen Kunstwerken mit dem -Symbol experimentiert hat, war (1919–1995). Er begann 1956 mit dem Motiv des zu arbeiten und fand in den Jahren von 1958 bis 1959 zu seinem eigenen Stil und Interpretation. Seine Arbeiten wurden erstmals 1966 in der in ausgestellt. Seit dieser Zeit wird Walters im Zusammenhang mit dem gesehen.

Heutige kommerzielle Verwendung mini|Firmenlogo der Air New Zealand auf dem Seitenleitwerk einer ihrer Maschinen Da das -Symbol mittlerweile fest mit der Identität des Landes Neuseeland verbunden ist, findet man es seit einiger Zeit in vielfältiger Weise auf Firmenlogos, auf Publikationen, Werbematerial und überall dort, wo man sich mit Neuseeland identifizieren möchte.

So führt als Beispiel Air New Zealand, die nationale Fluggesellschaft Neuseelands, ein stilisiertes -Design in ihrem Firmenlogo. Das -Symbol wurde erstmals 1973 auf den Heckflossen der neuen DC-10-Flotte benutzt. Seit der Gründung der Firma wurde das Firmenlogo zweimal geändert. Trotz Änderungen in der Farbe und Schriftart hat sich das -Design bis heute gehalten. Auch ist das Koru-Symbol häufig in staatlichen Einrichtungen oder Ministerien zu finden, wie zum Beispiel im Logo des ().

Flagge der Māori mini|Offizielle Flagge der Neuseelands Im Januar 2009 erklärte , seinerzeit Minister für -Angelegenheiten, dass die -Flagge am von der wehen sollte. Seine Idee, dass das Symbol dieser Flagge zur Verbesserung der Beziehung zwischen Staat und dienen könne. Nach einer öffentlichen Ausschreibung und Wahl des Designkonzeptes wurde am 14. Dezember 2009 das Design der , staatlich anerkannt. Die Fahne, schwarz, weiß und rot gehalten, besitzt in der vertikalen Mitte ein horizontal verlaufendes weißen -Design, das die Entfaltung des neuen Lebens, Hoffnung auf die Zukunft und den Prozess der Erneuerung symbolisieren soll.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Symbol Kategorie:Kultur der Māori