Elisabeth Nicoline Ida Agnes Marie von Schmidt-Pauli (geboren am 10. Oktober 1882 in Hamburg; gestorben am 26. Juli 1956 in MünchenWerner Schuder (Hrsg.): Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. Nekrolog 1936-1970. de Gruyter, New York/Berlin 1973, ISBN 3-1100-4381-5.) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie schrieb vor allem theologische und biographische Schriften und verarbeitete ihren Stoff auch in Jugendbüchern.

Leben Elisabeth von Schmidt-Pauli war die Tochter des Hamburger Kaufmanns Edgar von Schmidt-Pauli (1853–1920) und der ungarischen Freiin Josepha Fiath von Eörményes und Karansébes (1855–1945). Ihr Bruder war der Schriftsteller Edgar von Schmidt-Pauli (1881–1955).

Sie war die erste weibliche Theologiestudentin an der Universität Bonn. Die Katholikin beendete ihren Bildungsweg in Straßburg und München und reiste kurz vor 1914 in die USA. Dort warb sie in religiösen Kreisen während des Kriegs um Spendengelder für Ostpreußen, sie erkrankte aber auch an Typhus und verlor das Gehör.Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 415.

Wieder in Deutschland, begegnete sie Rainer Maria Rilke und Kardinal Michael von Faulhaber, über die sie umfangreiche Biographien schrieb. Sie beschrieb auch Bernhard von Clairvaux, Elisabeth von Thüringen, Niels Stensen und Maria Goretti. Mit einem historischen Roman über Christoph Kolumbus und Isabelle von Spanien legte sie auch ein umfangreiches Jugendbuch vor. Anfang der 1930er Jahre war sie mit der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach befreundet.

Bis zur Zerstörung ihres Hauses im Zweiten Weltkrieg lebte Baroness Schmidt-Pauli in München, dann zog sie sich in ein Kloster zurück. In der Nachkriegszeit setzte sie sich für die internationale Jugendarbeit ein, vermittelte Austauschreisen in die USAUrsula Köhler-Lutterbeck; Monika Siedentopf: Lexikon der 1000 Frauen. Bonn 2000, ISBN 3-8012-0276-3, S. 319. und unterstützte unter anderem die Idee der Kinderdörfer.

Werke (Auswahl) Elisabeth von Schmidt-Pauli veröffentlichte über achtzig vornehmlich geistliche und liturgische Werke sowie religiöse Kinderliteratur. Mehrfach, teils bis in die heutige Zeit, aufgelegt wurden unter anderem: Jesus und ich bei der Heiligen Messe, Kirnach-Villingen 1931 Pilgerin auf Erden, Berlin 1931 Ich empfange den Heiligen Geist, Freiburg 1932 Singender, klingender Weihnachtsweg, Freiburg 1934 Die heilige Elisabeth, Meitingen 1935 Passionsfeierstunde, 1935 Die Rosen der kleinen hl. Theresia, Frankfurt/Main 1937 Franz von Assisi, Frankfurt/Main 1938 Vater, wir rufen Dich!, 1939 Rainer Maria Rilke, Basel 1940 Kolumbus und Isabella, 1941 Pilger auf Erden, Kevelaer 1949 Pius XII., die Hoffnung der Welt, Kevelaer 1952 Die Heilige und ihr Mörder. Maria Gorettis Leben und Sterben, 1952

Genealogie Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1906, S. 684 f. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1939. Einunddreißigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1938. Siehe: FamilySearch. Hans Friedrich von Ehrenkrook, Carola von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Jürgen von Flotow, Walter von Hueck, u. a.: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. B (Briefadel). 1959. Band IV Band 20 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg/Lahn 1959, , S. 436 ff.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1882 Kategorie:Gestorben 1956 Kategorie:Frau