Das Stadtarchiv Grenchen ist das Stadtarchiv der Stadt Grenchen im Schweizer Kanton Solothurn. Es wurde 1966 gegründet, seine Räume befinden sich seit 1996 im Schulhaus II, einem Kulturgut von regionaler Bedeutung.

Auftrag

Das Sammelgebiet des Stadtarchivs Grenchen umfasst die Akten der Stadtverwaltung sowie Dokumente zur Geschichte Grenchens.Website des Stadtarchivs Grenchen Unter der Federführung des Stadtarchivs ist die 2018 erschienene Geschichte der Stadt Grenchen der Jahre 1850–2008 erarbeitet worden, welche Werner Strubs Heimatbuch Grenchen (1949) weiterführt.Rainer W. Walter: Wo soll die Grenchner Geschichte im Buch enden? In: Solothurner Zeitung, 11. März 2015Lucien Fluri: Grenchen schreibt seine Stadtgeschichte neu. In: Grenchner Tagblatt, 15. Februar 2012 Zur Sammlung von Informationen wurde ein Stadtwiki gegründet, das die Öffentlichkeit zur Mitarbeit an der Geschichtsschreibung anregen soll.mgt: Neues Grenchner «Stadtwiki» wartet auf Ausbau. In: Oltner Tagblatt, 16. Februar 2015

Das Stadtarchiv ist Mitglied im Verein Schweizerischer Archivarinnen und Archivare und in der Informationssammlung zu Schweizerischen Gedächtnisinstitutionen ISplus verzeichnet.

Bestand

mini|Das Weyslein Buech im Stadtarchiv verzeichnet die Grenchner Waisengelder von 1679 bis 1719.

In einem Entstehungszeitraum ab 1966 umfassen die Archivalienbestände des Stadtarchivs Grenchen etwa 300 Laufmeter sowie etwa 10’000 Fotografien; die bibliothekarischen Bestände umfassen etwa 2500 Bände.

Das Hauptarchiv, dessen Provenienz die Einwohnergemeinde Grenchen ist, umfasst hauptsächlich städtisches Verwaltungsschriftgut des 19. und 20. Jahrhunderts sowie einzelne „handschriftliche Dokumente ab dem 17. Jahrhundert“. Des Weiteren umfasst das Stadtarchiv Fotografien, Bilder und Filme auf Filmspur – Audiovisuelle Quellen in Geschichte und Gesellschaft, kirchliche Bestände, Personen- und Familiennachlässe, Pläne, Sammlungen, Vereinsarchive, einen Varia-Bestand sowie Zeitungen und Zeitschriften.

Zu den schriftlichen (Teil-)Nachlässen zählen unter anderem diejenigen der Gewerkschafterin Olga Triebold (1903–1996), des Uhrenfabrikanten Adolf Affolter (1904–1984), des Lehrers Joseph Eberwein (1840–1911),Rainer W. Walter: Artikel auf der Website der Museums-Gesellschaft Grenchen des Volkskundlers Franz Josef Schild (1821–1889), des Feinmechanikers und Konstrukteurs Albert Bandelier (1895–1983),Eintrag von Albert Bandelier auf fotoCH des Uhrenarbeiters Adolf Gschwind (1886–1966), auf der Website der Museums-Gesellschaft Grenchen der Solo-Jodlerin Therese Wirth-von Känel (1923–2005),Therese Wirth-von Kaenel polarisierte durch ihren Gesang. Radio SRF, 15. September 2015 des Lehrers Leopold Bloch (1872–1942) sowie des Bundesrats Hermann Obrecht (1882–1940).

Publikationen

100 Jahre sozialdemokratische Stadtammänner in Grenchen: Festschrift zum 100-Jahre-Jubiläum. Stadtarchiv, Grenchen 1999. Der Beginn der Uhrenindustrie in Grenchen und Bettlach: 150 Jahre Uhrenindustrie Grenchen und Region: 1851–2001. Abreissblätter. Stadtarchiv, Grenchen 2001.

Literatur Verzeichnis schweizerischer Stadt- und Gemeindearchive. Zürich 1997, S. 26. Salome Moser: Grenchen hat ein Stadtarchiv: Die bewegte Geschichte des Archivs. 25. Jahrgang, 1996, S. 60–61. Iris Minder: 10 Jahre historisches Stadtarchiv Grenchen. Ein Gespräche mit Salome Moser Schmidt. Jahrbuch 35, 2006, S. 36–37. Salome Moser: Von Amida bis Zermatten: Die Sammlungen und Dokumentationen im Stadtarchiv. Jahrgang 38, 2009/2010, S. 36–37. Salome Moser: Den Hintergrund des Heute erleben: Ortsgeschichte im Grenchner Stadtarchiv. Jahrgang 40, 2011/2012, S. 57–58.

Weblinks

Das Stadtarchiv Grenchen in der Archivdatenbank HelveticArchives der Schweizerischen Nationalbibliothek Website des Stadtarchivs Grenchen stadtgeschichte-grenchen.ch

Anmerkungen

Grenchen Kategorie:Kulturgut von regionaler Bedeutung im Kanton Solothurn Kategorie:Organisation (Grenchen) Kategorie:Forschungseinrichtungsgründung 1966 Kategorie:Geschichte (Kanton Solothurn)