Dibutylzinn-Verbindungen (abgekürzt DBT nach ) sind zinnorganische Verbindungen mit zwei Butylgruppen.

Darstellung Dibutylzinnhalogenide lassen sich in nahezu quantitativer Ausbeute durch Komproportionierung von Tetrabutylzinn mit Zinnhalogeniden, beispielsweise Zinn(IV)-chlorid (Kocheshkov-Umlagerung) darstellen:

Aus Dialkylzinndihalogeniden bilden sich mit Wasser Alkylzinnhydroxide bzw. -oxide.

Verwendung Dibutylzinn-Verbindungen werden als Licht- und Hitze-Stabilisator für PVC eingesetzt. Daneben werden sie als Katalysatoren bei der Herstellung von Polyisocyanaten für Polyurethan-Schäume, -Lacke, -Klebstoffe und -Dichtstoffe, in Acrylsäureestern, Silikonen und Kieselsäureestern verwendet.

Vertreter Dibutylzinnoxid (DBTO) Dibutylzinndichlorid (DBTC) Dibutylzinndilaurat (DBTL, DBTDL)

Verwandte Verbindungen Neben den Dibutylzinn-Verbindungen sind auch zinnorganische Verbindungen mit anderer Zahl an Butylgruppen bekannt, konkret die Monobutylzinn-Verbindungen, die Tributylzinn-Verbindungen und das Tetrabutylzinn.

Einzelnachweise Umweltbundesamt: TBT – Zinnorganische Verbindungen – Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme, 2003 ()

Kategorie:Stoffgruppe Dibutylzinn-Verbindungen Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 20