TuS Ahrbach (offiziell: Turn- und Sportverein Ahrbach e. V.) ist ein Sportverein aus Ruppach-Goldhausen im Westerwald.

Geschichte Der Verein wurde im Sommer 1921 als SV Goldhausen gegründet. Im gleichen Jahr gründete sich der SV Ruppach, der zeitweilig dem DJK-Sportverband angehörte. Beide Vereine fusionierten im Jahre 1937 zum SV Goldhausen-Ruppach. Im Jahre 1970 fusionierte dieser mit einem namentlich nicht bekannten Verein aus Heiligenroth zum heutigen TuS Ahrbach. Der Verein bietet Fußball, Handball, Tanzen und Turnen an.

Seine Frauenfußballabteilung existiert seit 1976. Vor der Einführung der Frauen-Bundesliga erreichte die Mannschaft zwischen 1985 und 1990 fünfmal die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Am erfolgreichsten war die Mannschaft 1989, als sie im Viertelfinale und Halbfinale überraschend den TSV Siegen bzw. FSV Frankfurt stürzten und das Endspiel erreichten. Vor 6000 Zuschauern in Montabaur verlor die Mannschaft gegen die SSG 09 Bergisch Gladbach mit 0:2. Im DFB-Pokal schaffte es die Ahrbacherinnen im gleichen Jahr bis ins Halbfinale, verlor dann aber gegen den FSV Frankfurt mit 0:4. Im Sommer 1989 wurde die deutsche Frauennationalmannschaft mit den Ahrbacherinnen Marion Isbert und Jutta Nardenbach Europameister. Ein Jahr später verpasste die Mannschaft die Qualifikation für die neu geschaffene Bundesliga. Zunächst wurde die Mannschaft Vizemeister der Verbandsliga Rheinland hinter dem SC 07 Bad Neuenahr und scheiterten in der Qualifikation an der SG Praunheim. Ein Jahr später wurde der Aufstieg nachgeholt, als die Ahrbacherinnen die Aufstiegsrunde ohne Verlustpunkt abschloss.

Nach mehreren Jahren in Mittelfeld der Tabelle sorgte der Verein im Sommer 1994 mit der Verpflichtung der Nationalspielerin Heidi Mohr für Aufsehen. Dank ihrer Tore wurden die Ahrbacherinnen in der Saison 1994/95 Vizemeister der Bundesliga Süd, scheiterten aber im Halbfinale der deutschen Meisterschaft an Grün-Weiß Brauweiler. Am Saisonende verließ Mohr den TuS Ahrbach wieder, der sportlich immer weiter abrutschte und 1997 als abgeschlagener Tabellenletzter aus der Bundesliga abstieg. In den nächsten beiden Jahren wurde die Mannschaft jeweils Meister der Oberliga Südwest. Während der Saison 1997/98 konnte die Mannschaft gar alle Spiele gewinnen. Beide Male scheiterte der TuS in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga. 1998 hatte der SC Freiburg die Nase vorn und ein Jahr später der 1. FC Nürnberg.

Es folgten mehrere Jahre im Mittelfeld der Tabelle, bevor die Mannschaft im Jahre 2010 in die viertklassige Rheinlandliga abstieg. 2012 gelang der Wiederaufstieg in die Regionalliga, dem der sofortige Wiederabstieg als Tabellenletzter folgte. In der folgenden Saison 2013/14 wurden die Ahrbacherinnen in der Rheinlandliga nach unten durchgereicht. Nach mehreren Jahren in der Bezirksliga folgte dann im Jahre 2026 der Abstieg in die Kreisliga.

Erfolge Deutscher Vizemeister: 1989 Dritter des DFB-Hallenpokal der Frauen: 1995 Meister der Oberliga Südwest: 1998, 1999 Meister der Verbandsliga Rheinland: 1985, 1986, 1988, 1989, 1990

Deutsche Nationalspielerinnen Name Geburtstag von–bis Länderspiele Länderspieltore Bettina Berens 24. Oktober 1968 1992 1 0 Helene Dietrich 8. Dezember 1960 1983 1 0 Christine Francke 12. Juni 1974 1995 2 0 Marion Isbert, geb. Feiden 25. Februar 1964 1982–1991 58 0 Melanie Lasrich 23. August 1968 1985–1993 5 3 Ursula Lohn 7. November 1966 1989–1995 26 9 Heidi Mohr 29. Mai 1967 1986–1996 104 83 Jutta Nardenbach 13. August 1968 1986–1996 59 4

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Einzelnachweise

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Tus Ahrbach