mini|hochkant|Susan Wolf Susan Rose Wolf (* 23. Juli 1952) ist eine US-amerikanische Philosophin auf den Gebieten der Handlungstheorie und Moralphilosophie. Sie hat seit 2002 die Edna J. Koury-Professur für Philosophie an der University of North Carolina (UNC) at Chapel Hill inne.
Laufbahn Wolf studierte ab 1970 und schloss an der Yale University ihren Bachelor in Philosophie und Mathematik ab. Darauf erwarb sie den M.A. und PhD (1978) in Philosophie an der Princeton University. Thomas Nagel war Mentor ihrer Dissertation.Asymmetrical Freedom, in: The Journal of Philosophy 77 (March, 1980), 151–166
Bevor sie an der UNC anfing, lehrte sie an der Harvard University, der University of Maryland und bis 2002 an der Johns Hopkins University. Ihr Mann Douglas MacLean lehrt ebenso Philosophie an der UNC.
Sie wurde 1999 zum Fellow (Mitglied) der American Academy of Arts and Sciences, 2006 der American Philosophical Society und 2025 der British Academy gewählt. Sie gewann den Preis für hervorragende Leistung in den Humanities (Geistes-, Human- und Sprachwissenschaften) der Mellon Foundation 2002.
Philosophisches Werk In ihrem Buch Freedom Within Reason argumentiert sie für eine Sicht auf den freien Willen als ein Vermögen, zu tun, was einem begründbar als das vernünftig Richtige erscheint. Dadurch ergeben sich für uns in einem determinierten Universum dennoch Verantwortlichkeit und das Gefühl der Autonomie.
In einem Essay (1987) führte sie Jojo ein, den Sohn eines grausamen Diktators, der es nur gelernt hat, sich grausam zu verhalten, und es genau so tut. Sie bezweifelt seine moralische Verantwortlichkeit, weil sein Verhalten nur eine Wirkung der Einfluss nehmenden Ursachen sei. Viele Philosophen wehren sich gegen diese kontraintuitive Vorstellung.
Wolf schrieb ebenso über moralisches Schicksal („moral luck“), womit sie eine Verbindung von rationalistischen und irrationalistischen Positionen vorschlug.The Moral of Moral Luck. Philosophic Exchange; reprinted in: Cheshire Calhoun (Hg.): Setting One’s Moral Compass: essays by women philosophers, New York, Oxford, 2004.
Sie veröffentlichte einflussreiche Aufsätze über moralische Forderungen. Ihr Essay Sanity and the Metaphysics of Responsibility untersuchte die philosophischen Implikationen der Verteidigung von Wahnsinn für das Problem des freien Willens und der Verantwortlichkeit. In diesem Feld erlangte die Schrift Moral Saints einen gewissen Ruf, in welcher sie die Idee des moralisch perfekten Menschen als ethisches Ideal angreift, weil nichtmoralische Werte wie Humor und Schönheit auch wertvoll seien. Mit Philippa Foot und Bernard Williams argumentiert sie gegen die Übergewichtung von Moral in der praktischen Philosophie.
Sie äußerte ihre Kritik an der einflussreichen Ethik von Derek Parfit in der Berkeley Tanner-Vorlesung (2002). Neben ihr gehörten Barbara Herman, Allen W. Wood und Thomas M. Scanlon zu den ausgesuchten Kontrahenten unter den renommierten Kantforschern.
Siehe auch Welfarismus
Schriften
The Variety of Values. Essays On Morality, Meaning, And Love. Oxford University Press 2014, ISBN 0-19-533281-4. Hrsg. mit Christopher Grau: Understanding Love: Philosophy, Film, And Fiction. Oxford University Press, 2013, ISBN 0-19-538450-4. Meaning in Life and Why It Matters. 2012, Princeton University Press, ISBN 978-0-691-15450-3. 'Mit Neil Stanley: 'Wolf and Stanley on Environmental Law., Cavendish Publishing 2010, ISBN 0-415-41846-1. Freedom Within Reason. Oxford University Press 1994, ISBN 0-19-508565-5.
Weblinks
Video: Konferenz Love and Human Agency am Franklin & Marshall College, 19. September 2014.
Einzelnachweise
Kategorie:Moralphilosoph Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert) Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society Kategorie:Mitglied der British Academy Kategorie:Absolvent der Yale University Kategorie:Hochschullehrer (Chapel Hill, North Carolina) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Frau