Die Teak Holz International AG (THI) war ein österreichisches Unternehmen, das Teak-Holz-Plantagen in Costa Rica besaß. Das Unternehmen war von 2007 bis 2016 an der Wiener Börse notiert.
Im Jahr 2006 hatten Klaus Hennerbichler und Erwin Hörmann ihre Teakholzplantagen in das Unternehmen eingebracht. Laut Gutachten sollten diese 89 Millionen Euro wert sein; die Bäume sollen jedoch nie wirklich gezählt worden sein.
Im Jahr 2014 wurde bekannt, dass THI statt 1,6 Millionen Bäume nur rund 700.000 Bäume besaß.
Das Unternehmen wies in seiner Bilanz einen Verlust von 64 Millionen Euro aus; die Bäume wurden – da von der Annahme der Unternehmensfortführung abgegangen wurde – um 58 Millionen Euro abgeschrieben.
Unternehmensintern war diese Tatsache angeblich schon seit 2008 bekannt. Es gab auch Meldungen an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Im September 2015 musste THI Insolvenz anmelden, da eine Wandelanleihe nicht bedient werden konnte.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens sollten nun die Beteiligungen an der Betriebsgesellschaft und den Besitzgesellschaften in Costa Rica verwertet werden. Der Wert soll 3,5 Millionen Euro betragen. Die Versteigerung fand am 14. Dezember 2015 statt, scheiterte jedoch. Am 15. Jänner 2015 sollte über einen Sanierungsplan mit 20 % Quote abgestimmt werden, dieser wurde jedoch zurückgezogen.
Der Insolvenzverwalter soll als Treuhänder Ansprüche gegen Wirtschaftsprüfer, Vorstände und ehemalige Gesellschafter einklagen.
Auch ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nunmehr (nach Einstellung eines früheren Verfahrens im Jahr 2014) gegen THI sowie mehrere Personen wegen Bilanzfälschung, Untreue und schwerem Betrug. Es liegen nämlich neue Beweismittel vor.
Im März 2016 fand eine Versteigerung der wichtigsten Beteiligungen statt, bei der ein Erlös von 2,2 Millionen Euro erzielt wurde. Der Zuschlag war dem chinesischen Investor C-East Holding erteilt worden, jedoch wurde der Kauf durch den deutschen Ex-Minister Rudolf Scharping und den deutschen Unternehmer Ralph Piller zwischenfinanziert. Da die Chinesen nicht rechtzeitig zahlten, ging das Eigentum an Scharping und Piller über.
Im Juli 2016 wurde ein Delisting der Aktie an der Wiener Börse durchgeführt.
Belege
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