mini|Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts Röbel/Müritz (2016) Das Amtsgericht Röbel war ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Bezirk des Landgerichts Neubrandenburg und vorher in Mecklenburg-Schwerin.

Gerichtssitz und -bezirk Das Gericht hatte seinen Sitz in der Stadt Röbel/Müritz.§ 4 Abs. 1 des Gerichtsstrukturgesetzes in der Fassung vom 19. März 1991, GVOBl. M-V 1991, S. 103 (PDF; 684 kB). Der Gerichtsbezirk umfasste das Gebiet des damaligen Landkreises Röbel/Müritz.§ 4 Abs. 8 des Gerichtsstrukturgesetzes in der Fassung vom 19. März 1991. Dem Amtsgericht Röbel/Müritz war das Landgericht Neubrandenburg übergeordnet.§ 3 Abs. 6 des Gerichtsstrukturgesetzes in der Fassung vom 19. März 1991. Zuständiges Oberlandesgericht war das Oberlandesgericht Rostock.

Geschichte Mecklenburg-Schwerin Im Rahmen der Reichsjustizgesetze wurden die bestehenden Gerichte des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin aufgelöst und Amts-, Landes- und Oberlandesgerichte gebildet. Das Amtsgericht Röbel war dem Landgericht Güstrow und dem Oberlandesgericht Rostock nachgeordnet.Verordnung zur Ausführung des Gerichtsverfassungsgesetzes vom 27. Januar 1877 vom 31. Mai 1879; in: Regirungeblatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin 1879 Nr. 20, S. 131 ff., Digitalisat Am Gericht bestand 1880 eine Richterstelle. Das Amtsgericht war damit ein kleines Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1880, S. 462 online

Sein Gerichtsbezirk umfasste die Stadt Röbel, und Teile des Dominialamtes Wredenhagen (Kambs, Kieve, Minzow, Neuhof, Vipperow, Wredenhagen und Zepkow), des ritterschaftlichen Amtes Lübz (Darze und Käselin) des ritterschaftlichen Amtes Plau (Hof und Dorf Rossow), der größte Teil des ritterschaftlichen Amtes Wredenhagen, einen Teil des Klosteramtes Dobbertin (Diemitz, Lärz, Schamper Mühle, Forsthof Schwarzerhof, Dorf Schwarz). Marienfelde mit dem s.g. reservierten Kirchenfelde und den Ländereien der Alt-Röbeler Pfarre sowie dem südlichen Teil der Müritz.Mecklenburg-Schwerinsches Staatshandbuch, 1916, S. 293–294, Digitalisat

DDR In der DDR wurden die Amtsgerichte 1952 aufgelöst und einheitlich Kreisgerichte gebildet. In Röbel entstand so das Kreisgericht Röbel, welches dem Bezirksgericht Neubrandenburg nachgeordnet war. Gerichtssprengel war der Kreis Röbel.

Nach dem Jahr 1989 Nach dem Zusammenbruch der DDR wurden die Kreisgerichte wieder aufgehoben und erneut Amtsgerichte, darunter das Amtsgericht Röbel, gebildet.§ 4 Abs. 1 des Gerichtsstrukturgesetzes in der Fassung vom 19. März 1991, GVOBl. M-V 1991, S. 103 (PDF; 684 kB). Am 31. Dezember 1997 wurde das Gericht aufgehoben und in eine Zweigstelle des Amtsgerichts Waren (Müritz) umgewandelt. Die Zweigstelle wurde am 1. April 2002 geschlossen.Verordnung vom 20. Februar 2002, GVOBl. M-V 2002, S. 133.

Gebäude Das Gericht war in einem Gebäude unter der Anschrift Bahnhofstraße 33 untergebracht.

Weblinks

Einzelnachweise

Robel Robel Kategorie:Baudenkmal in Röbel/Müritz Kategorie:Organisation (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Kategorie:Geschichte (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Kategorie:Gerichtsgründung 1879 Kategorie:Aufgelöst 1952 Kategorie:Gerichtsgründung 1991 Kategorie:Aufgelöst 1997