miniatur|Blick auf Kröning miniatur|Blick auf Geiselsdorf miniatur|Blick auf Wippstetten miniatur|Blick auf Eck Kröning ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut.

Geografie Geographische Lage Die Gemeinde liegt im niederbayerischen Hügelland zwischen Vils- und Isartal. Städte in der Umgebung sind Landshut (16 km), Dingolfing (15 km) und Vilsbiburg (9 km). Im Norden führt die von Landshut kommende Staatsstraße 2045 weiter nach Osten, im Süden erstreckt sich parallel dazu die Staatsstraße 2054. 12 km nordwestlich verläuft die Autobahn A 92.

Gemeindegliederung

Es gibt 81 Gemeindeteile:

Hauptort und Zentrum der öffentlichen Einrichtungen ist Kirchberg. Der namensgebende Gemeindeteil Kröning ist ein Weiler mit nur wenigen Anwesen (11 Einwohner im Jahr 1987).

Es gibt die Gemarkungen Dietelskirchen, Jesendorf und Kröning.

Nachbargemeinden Aham Gerzen Vilsbiburg Geisenhausen Adlkofen Niederaichbach Niederviehbach Loiching

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Grabhügelfelder bei Angersdorf weisen auf eine Besiedelung der Gegend in der Bronzezeit hin.

„Am Kröning“ war der Name für den langgestreckten Höhenzug rechts der Isar von Landshut nach Niederviehbach. Ob Nennungen aus dem 13. Jahrhundert (Kroninch, Chronich) sich auf Kröning beziehen, ist unsicher. Gesicherte Belege erscheinen erst im 15. Jahrhundert (Kronig, Kronign). 1752 ist der Ortsname Cröning, zwischen 1782 und 1787 wird daraus schließlich Kröning. Es handelt sich ursprünglich um einen Flurnamen, der sich möglicherweise von rone (umgefallener Baumstamm) herleitet. Von ihm hat die Gemeinde ihren historischen Namen nach dem Kerngebiet in einem ausgedehnten Königsgutsbezirk des späten Mittelalters.

Der Einzelhof Kröning, vermutlich ein königlicher Forsthof, wurde zum Mittelpunkt der Sonderwirtschaftsgemeinschaft der Hafner auf dem Kröning. Hier lagern Massen von Feinfliez, in den Lagen hochwertigen Tons eingebettet sind. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte das daraus geformte Kröninger Geschirr sowohl in den bäuerlichen als auch in den bürgerlichen und kurfürstlichen Haushalten zum festen Bestand. Die Kröninger Hafnerei war ein Landhandwerk, das meist in weit auseinanderliegenden kleinen Dörfern, Weilern und Einöden betrieben wurde.

Mit der Neubildung des Landgerichts Vilsbiburg und der Auflösung des Landgerichts Teisbach im Zuge der Neuordnung zu Beginn des 19. Jahrhunderts erhielt das bisher vor allem als Gebietsname bekannte Kröning Gemeindestatus. Mit dem ersten Gemeindeedikt von 1808/11 wurde der Steuerdistrikt Nr. 8 Kröning im Rentamt Teisbach mit zwei Dörfern, 16 Weilern und 34 Einöden gebildet, 1818 folgte auf der Grundlage des Steuerdistriktes die Ruralgemeinde Kröning.

Der größte Teil der Bewohner der Gemeinde ist in der Landwirtschaft tätig. Arbeitsmöglichkeiten bestehen in den benachbarten Städten Landshut, Vilsbiburg und vor allem Dingolfing. Bei Groß- und Kleinbettenrain wird noch heute blauer Ton abgebaut, der früher die Grundlage für die Kröninger Hafnerei bildete und nun vor allem bei der Herstellung von Dachziegeln Verwendung findet. Eine große Sammlung und Informationen zu den Kröninger Hafnern gibt es im Heimatmuseum Vilsbiburg.

Gebietsreform der 1970er Jahre Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. April 1971 die Gemeinden Dietelskirchen und Jesendorf eingegliedert. Am 1. Mai 1978 wurden Gebietsteile an die Nachbargemeinden Adlkofen und Gerzen, am 1. Januar 1980 an Niederaichbach abgetreten. Vor der Gebietsreform hatten alle Gemeinden zum Landkreis Vilsbiburg gehört. Dieser wurde am 1. Juli 1972 aufgelöst.

Einwohner Gemäß dem Bayerischen Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt: Jahr Einwohner 1960 1803 1970 1772 1980 1663 1990 1771 1995 1835 Jahr Einwohner 2000 1874 2005 1912 2010 1912 2015 2011

Von 1972, dem Jahr der Gemeindereform, bis 2015 hat sich die Einwohnerzahl um 281 Personen oder 16,24 Prozent erhöht.

+ Altersstruktur der Bevölkerung gemäß Zensus 2011 Alter Einwohner nach Alter Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Kröning (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de, abgerufen am 26. April 2014 jünger als 18 21,2 % 18 bis 29 13,0 % 30 bis 49 29,8 % 50 bis 64 19,4 % älter als 65 16,6 %

Politik Acht Monate nach Ende des Zweiten Weltkrieges fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. Im April und Mai 1946 folgten die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage.

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gerzen. Weiterhin ist sie Mitglied in folgenden Zweckverbänden:Bayerischer Behördenwegweiser - Kröning: Mitgliedschaften in Zweckverbänden. Online auf verwaltungsservice.bayern.de, abgerufen am 28. Juli 2015 Gewässerunterhaltungszweckverband Landshut-Kelheim-Dingolfing-Landau Regionaler Planungsverband Landshut Schulverband Gerzen Schulverband Kirchberg Schulverband Niederaichbach-Wörth Postau-Weng Zweckverband Wasserversorgung Isar-Vils

Gemeinderat Die Gemeinderatswahlen seit 2008 ergaben folgende Stimmenanteile und Sitzverteilungen: +Partei/Liste202620202014Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: . Online auf statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 4. April 20142008%Sitze%Sitze%Sitze%SitzeCSU42,9645,6651,5656,77Gemeindewohl50,1754,4848,5643,35KröMo7,11 - - - - - -Gesamt14141212

Bürgermeister Konrad Hartshauser (CSU) war Erster Bürgermeister. Als zweiter Bürgermeister übernahm er im Oktober 2007 nach dem Tod von Georg Schindlbeck (CSU) die Amtsgeschäfte des ersten Bürgermeisters. Bei den Kommunalwahlen 2008 wurde er zum ersten Bürgermeister gewähltBayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: . Online auf statistikdaten.bayern.de und bei den Kommunalwahlen 2014 in seinem Amt bestätigt.

Aktuell ist Märkl Andreas (FW Gemeindewohl) Erster Bürgermeister.

Ehemalige Bürgermeister

Amtszeit Bürgermeister bis Oktober 2007Bayerische Gemeindezeitung: Bürgermeister Georg Schindlbeck verstorben, 25. Oktober 2007, PDF, online auf, abgerufen am 4. November 2019. Georg Schindlbeck Oktober 2007 bis März 2026 Konrad Hartshauserseit März 2026Andreas Märkl

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler

miniatur|Die Kirche in Kirchberg Jugendstilkirche Mariä Empfängnis in Dietelskirchen. Sie wurde 1912 bis 1913 erbaut. Die in Bödldorf noch erhaltenen typischen Hafnerhäuser 1 bis 6 wurden als Ensemble in die Denkmalliste aufgenommen. Pfarrkirche St. Florian und Wolfgang in Kirchberg. Das gotische Bauwerk wurde um 1470 errichtet. Der freistehende Turm stammt wohl vom früheren Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert. Innen ist die Kirche mit einem neugotischen Flügelaltar ausgestattet. Oben im Gespreng einer sonst neugotischen Kreuzigungsgruppe sieht man eine Rokoko-Marienfigur. Der Heimatforscher Bartholomäus Spirkner war von 1908 bis 1919 Pfarrer in Kirchberg. Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Wippstetten. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Stil der Gotik erbaut und um 1760 barock erweitert.

Wirtschaft und Infrastruktur Infolge einer entsprechenden Bewertung der Wirtschaftskraft der Gemeinde sind die Schlüsselzuweisungen von 570.224 Euro im Jahr 2019 um 24,5 Prozent auf 709.972 Euro für das Jahr 2020 gestiegen.

+ Schlüsselzuweisungenin Euro Zuweisungen an Jahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Gemeinde Kröning 467.640 513.040Landshuter Zeitung: Vitaminspritze für finanzschwache Kommunen, 12. Dezember 2015 500.528Landshuter Zeitung: Schlüsselzuweisungen 2017 der Gemeinden, 17. Dezember 2016 668.524Landshuter Zeitung: Schlüsselzuweisungen 2018, 20. Januar 2018 570.224Landshuter Zeitung: Schlüsselzuweisungen 2019, 15. Februar 2019. 709.972Landshuter Zeitung: Kräftige Finanzspritze für die Region, 13. Dezember 2019.

Land- und Forstwirtschaft Bestanden im Jahr 1999 noch 110 landwirtschaftliche Betriebe, ging deren Zahl bis 2010 auf 86 zurück.

+ Betriebsgrößenstruktur in der LandwirtschaftBayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal 2015 – Gemeinde Kröning 09 274 145 - Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. PDF, online auf www.statistik.bayern.de, abgerufen am 4. Januar 2017 Betriebsgröße in ha Anzahl der Betriebe 1999 2010 unter 5 19 3 5 bis unter 10 17 18 10 bis unter 20 31 28 20 bis unter 50 39 28 50 oder mehr 4 9 Gesamt 110 86

Bauen und Wohnen + Bodenrichtwerte 2011/2012Landratsamt Landshut (Gutachterausschuss): Aufstellung der Bodenrichtwerte für die Kalenderjahre 2011 und 2012. Online auf landkreis-landshut.de, abgerufen am 20. Dezember 2014 Gemeindeteil WohnbauflächenausgewieseneBaugebiete unbeplanterInnenbereich ausgewiesenegewerblicheBauflächen Ackerland Kirchberg 70 € 70 € 5,50 € Dietelskirchen 70 € 70 € 5,50 € Jesendorf 60 € 60 € 5,50 € Magersdorf 60 € 60 € 5,50 € Wippstetten 45 € 5,50 € Hub 45 € 5,50 € Hundspoint 40 € 5,50 €

Bildung Kindergarten: Kirchberg Volksschule: Grundschule in Kirchberg

Persönlichkeiten Richmunda Herrnreither (1868–1959), Äbtissin des Klosters Waldsassen 1925–1951, wurde in Magersdorf geboren Hermann Englberger (* 1972), deutscher Wirtschaftswissenschaftler, wohnt in Bödldorf

Literatur Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein: Lexikon der bayerischen Ortsnamen, Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-55206-4

Weblinks

Die Gemeinde auf der Website der VG Private Website zu Kröning

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Landshut Kategorie:Ersterwähnung im 15. Jahrhundert Kategorie:Gemeindegründung 1818