Atelier Brückner ist ein weltweit agierendes Atelier für Museums- und Ausstellungsgestaltung mit Sitz in Stuttgart.
Geschichte Atelier Brückner etablierte sich in Folge der Ausstellung Expedition Titanic, die 1997 in der Hamburger Speicherstadt zu sehen war. Es wurde von dem Architekten und Bühnenbildner Uwe R. Brückner und der Architektin Shirin Frangoul-Brückner gegründet. 2020 schied Uwe Brückner aus. Heute leitet Shirin Frangoul-Brückner das Atelier gemeinsam mit Stefanie Klinge, Britta Nagel, Eberhard Schlag, René Walkenhorst und Michel Casertano. Mit über 130 Mitarbeitern zählt es zu den großen Ateliers für Ausstellungsgestaltung und Szenografie.
Von der Philosophie „form follows content“Louis Sullivans Leitspruch „form follows function“ wandelte Uwe Brückner zu „form follows content“ ab. geleitet, konzipiert, plant und realisiert das Atelier Brückner Architekturen, Ausstellungen und Szenografie. Das Unternehmen konzentriert sich auf Projekte für Museen, Messen und Expos. Hinzu kommen die Gestaltung von Besucherzentren und Markenwelten sowie die Sanierung und Umnutzung denkmalgeschützter Gebäude. Um der zunehmenden Komplexität von Architekturen und Ausstellungen gerecht zu werden, wird im Atelier in interdisziplinären Teams gearbeitet. Architekten, Grafiker, Wissenschaftler, Regisseure, Produkt- und Mediendesigner erarbeiten die Konzepte und betreuen deren Realisierung.
Im Jahr 2016 hat Atelier Brückner die Ausstellungsgestaltung des Grand Egyptian Museums in Gizeh übernommen. Entwickelt wurden die Szenografie der Tutanchamun-Galerie mit dem Grabschatz des Kindkönigs, ein Kindermuseum und die Präsentation der Skulpturen im Atrium und auf der großen inneren Freitreppe, den Grand Stairs, des Museums.
2018 wurde Atelier Brückner Korea in Seoul gegründet.
Projekte (Auswahl) rechts|mini|Museum Selma (in Arbeit)rechts|mini|Voestalpine Stahlwelt, 2026rechts|mini|Grand Egyptian Museum, 2025mini|Novartis Pavillon, 2022 2025: (Eröffnung zunächst geplant für 2029) Museum Selma des Dokumentationszentrums und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) in der Halle 70 Kalk im rechtsrheinischen KölnDOMiD News: Industriehalle trifft Kulturbau: So soll das Museum Selma einmal aussehen, abgerufen am 10. April 2025; Ende März 2026 wurde dieser Standort zunächst aufgrund der immens angestiegenen Baukosten verworfen.DOMiD Museum Selma News (undatiert): Museumsbau. Das Museum Selma braucht einen neuen Standort, abgerufen am 17. März 2026Kölner Stadt-Anzeiger Köln vom 17. März 2026: Stadt will Platz am Neumarkt finden. Migrationsmuseum Selma kommt doch nicht in die Hallen Kalk, von Julia Hahn-Klose, abgerufen am 18. März 2026Kölnische Rundschau Köln vom 17. März 2026: Neuer Standort für Kölner Migrationsmuseum Selma. Ins Kulturzentrum am Neumarkt statt in die Hallen Kalk, von Gabi Bossler, abgerufen am 18. März 2026Kölner Stadt-Anzeiger Kultur & Medien vom 24. März 2026: Statt Leuchtturmprojekt. Wie die Stadt Köln gleich drei Museen begräbt, von Michael Kohler , abgerufen am 27. März 2026 Das geplante Museum muss nun stark reduziert neu geplant werden.DOMiD Pressemeldung vom 30. April 2026: Umplanung: DOMiD prüft stark reduziertes Migrationsmuseum am Standort Kalk, abgerufen am 20. Juni 2026 2026: Archäologisches Nationalmuseum, Athen (in Arbeit) 2026: The London Museum, London (Eröffnung geplant) 2026: Shenzhen Natural History Museum, Shenzhen 2026: Voestalpine Stahlwelt, Linz 2026: LWL-Museum Hellerlecht, Detmold 2026: Lufthansa Group Hangar One, Frankfurt am Main 2025: Grand Egyptian Museum, Gizeh
2025: Usbekistan Pavilion Expo, Osaka, Japan 2025: VAE Pavilion Expo, Osaka, Japan 2023: Louvre Abu Dhabi: Children’s Museum: Picturing the Cosmos 2023: Demokratikum, Besuchszentrum Österreichisches Parlament, Wien 2022: Museum der Zukunft, Dubai 2022: Novartis-Pavillon – Wonders of Medicine, Basel, Schweiz 2020: Lindt: Home of Chocolate, Kilchberg, Schweiz 2014: Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz (smac) 2011: Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main 2011: Parlamentarium, Besucherzentrum des Europäischen Parlaments, Brüssel, Belgien 2010: CERN (Conseil européen pour la recherche nucléaire), Universe of Particles, Dauerausstellung im Globe of Science and Innovation Genf, Schweiz 2010: Staatliches Textil- und Industriemuseum (tim), Augsburg 2008: BMW Museum, München 2008: Deutsche Börse, Großer Handelssaal, Frankfurt am Main 2007: Bachhaus, Eisenach 2006: Shanghai Auto Museum – History Pavilion, Shanghai, China 2000: Cyclebowl, Expo Hannoverrechts|mini|Großer Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse, 2008
Veröffentlichungen (Auswahl) Atelier Brückner (Hg.): Scenography – Szenografie 2: Staging the Space – Der inszenierte Raum. Birkhäuser, 2018, ISBN 978-3-0356-1640-8. Atelier Brückner (Hg.): Scenography – Making Spaces talk. Atelier Brückner Projekte 2002–2010. avedition, Ludwigsburg 2010, ISBN 978-3-89986-136-5. Müller, Friedrich O./Brückner, Uwe R. (Hg.): Kodak. Celebrating the Brand. Creative Corporate Scenography. avedition, Ludwigsburg 2006, ISBN 978-3-89986-062-7. Morgan, Conway Lloyd (Hg.): atelier brückner. »form follows content«. avedition, Ludwigsburg 2002, ISBN 978-3-929638-63-9. Atelier Brückner (Hg.): experiment cyclebowl. avedition, Ludwigsburg 2001, ISBN 978-3-929638-65-3.
Auszeichnungen (Auswahl) 2025: German Design Award für das Museum Selma des Dokumentationszentrums und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) in der denkmalgeschützten Halle 70 Kalk im rechtsrheinischen KölnGerman Design Award: Museum Selma, abgerufen am 14. November 2025 2024: iF Award: Novartis Pavilion 2023: German Design Award, Excellent Architecture, Journey of the Pioneers, Museum of the Future, Dubai 2021: Red Dot Design Award, Best of the Best, Szenografie, Musée Atelier Audemars Piguet, Le Brassus, Schweiz 2021: ADC (Art Directors Club) Award, Szenografie, Musée Atelier Audemars Piguet, Le Brassus, Schweiz 2021: Hugo-Häring-Preis des BDA Baden-Württemberg, für die Sanierung der Wagenhallen, Stuttgart, Landeshauptstadt Stuttgart 2020: International Architecture Award, für die Sanierung der Wagenhallen, Stuttgart, Landeshauptstadt Stuttgart 2020: German Brand Award, Excellence in Brand Strategy & Creation, Lindt Home of Chocolate, Kilchberg, Schweiz 2019: D&AD (Design and Art Direction) Global Award, Gold, The Macallan Visitor Experience, The Edrington Group, Craigellachie, Schottland 2019: DDC (Deutscher Designer Club), Gold, Erweiterung des Schweizerischen Nationalmuseums für archäologische Sammlung, Zürich 2019: LIA (London International Award), Gold, Szenografie, Musée Atelier Audemars Piguet, Le Brassus, Schweiz 2017: EMYA (European Museum of the year Award), Szenografien und Museographien für das Projekt „Das Archiv der menschlichen Vielfalt“, MEG (Musée d’ethnographie de Genève), Genf 2015: German Design Award, Haus der Berge – Vertikale Wildnis, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Berchtesgaden 2015: The One Show, Best of Discipline, zeitdynamisches Sachsenmodell, smac (Staatliches Museum für Archäologie), Chemnitz 2014: Iconic Award, Best of Best, Haus der Berge – Vertikale Wildnis, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Berchtesgaden 2012: Museumspreis des Europarates, Szenografie, Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln 2011: iF Award Gold, Begehbares Musterbucharchiv, tim (Staatliches Textil- und Industriemuseum), Augsburg 2009: Cannes Lions, Design Lion in Gold, Mediatektur des BMW Museums, München 2008: Deutscher Innenarchitektur Preis, Sonderpreis Szenografie, Bachhaus, Eisenach 2006: Red Dot Design Award, Grand Prix, Ausstellung „Tatort Forscherlabor“, Westfälische Museum für Archäologie, Herne 2000: IPRA Golden World Award, Generalplanung, Architektur, Ausstellungsgestaltung, Szenografie, Cyclebowl, Hannover Expo
Weblinks
Website Atelier Brückner Projektportfolio von Atelier Brückner in baunetz-architekten.de Deutschlandfunk Kultur Im Gespräch vom 24. November 2025: Museumsarchitektur. Wie man Geschichte lebendig macht. Die Architektin Shirin Frangoul-Brückner im Gespräch mit Katrin Heise
Einzelnachweise
Kategorie:Unternehmen (Stuttgart) Kategorie:Architekturbüro (Deutschland) Kategorie:Unternehmensgründung 1997