mini|hochkant=1.3|5000 Meter Männer 2007 in Osaka mini|hochkant=1.3|Hauptfeld 5000 Meter Frauen in Osaka 2007 Der 5000-Meter-Lauf ist eine Laufdisziplin der Leichtathletik – die kürzeste Distanz von drei olympischen Disziplinen auf der Langstrecke. Zu laufen sind im Stadion zwölfeinhalb Runden, wobei der Start am 200-Meter-Punkt der Stadionrunde erfolgt, also vor der Kurve zur Zielgeraden. Neben den üblichen Wettbewerben im Leichtathletikstadion werden auch Rennen über die Distanz von 5 Kilometern als Straßenlauf durchgeführt.
Die Weltrekordhalterin bei den Frauen ist die Kenianerin Beatrice Chebet, die am 5. Juli 2025 in Eugene, Oregon, 13:58,06 min lief. Der Ugander Joshua Cheptegei hält seit dem 14. August 2020 den Weltrekord bei den Männern mit einer Zeit von 12:35,36 min. Die schnellsten Männer erreichen Zeiten unter 13:00 Minuten, was etwa 6,41 m/s oder 23,08 km/h entspricht. Die schnellsten Frauen erreichen Zeiten um 14:30 Minuten, das entspricht 5,74 m/s oder 20,68 km/h.
Bester Europäer auf dieser Strecke ist seit dem 21. Juli 2023 der Spanier Mohamed Katir mit einer Zeit von 12:45,01 min. Den Europarekord bei den Frauen hält seit dem 23. Juli 2023 die Niederländerin Sifan Hassan mit 14:13,42 min.
Den deutschen Rekord halten mit 14:26,76 min Konstanze Klosterhalfen (3. August 2019 in Berlin) und Mohamed Abdilaahi mit 12:53,63 min (11. Juli 2025 in Monaco). Österreichs Rekordhalter auf dieser Strecke sind Susanne Pumper (15:10,54 min) und Günther Weidlinger (13:13,44 min). Die Schweizer Langstreckenläufer Anita Weyermann (14:59,28 min) sowie Dominic Lobalu (12:50,9 min) halten die Nationalrekorde ihres Landes.
Bei Olympischen Spielen steht der 5000-Meter-Lauf bei den Männern seit 1912 in Stockholm im Programm, für Frauen erst seit 1996 in Atlanta.
Die 5000 Meter sind auch Bestandteil der Deutschen Meisterschaften, wurden aber früher getrennt von der Hauptveranstaltung im Rahmen der Deutschen Meisterschaften im 10.000-Meter-Lauf ausgetragen.
Geschichte Langstreckenläufe, die mit dem 5000-Meter-Lauf vergleichbar sind, gab es schon bei den Olympischen Spielen der Antike, bei denen 20 Stadien (3845 Meter) oder 24 Stadien (4616 Meter) zu laufen waren. Der griechische Name für diesen Lauf lautet Dolichos.
In der Neuzeit wurden zunächst im englischsprachigen Raum 3 Meilen (4828,032 Meter) gelaufen. Bei den Olympischen Spielen dauerte es länger als bei anderen Disziplinen der Leichtathletik, bis die Strecke Anerkennung fand. Als erster Langstreckenlauf kam bei den Olympischen Zwischenspielen 1906 in Athen ein 5-Meilen-Lauf (8046,72 Meter) ins Programm, der ebenso bei den Olympischen Spielen 1908 in London ausgetragen wurde. Seit 1912 in Stockholm werden von den Männern die 5000 Meter und die 10.000 Meter gelaufen.
In Deutschland waren bis zum Ersten Weltkrieg weder der 5000- noch der 10.000-Meter-Lauf verbreitet, stattdessen wurde die deutsche Meile mit einer Länge von 7500 Metern gelaufen (letzter deutscher Rekord: 22:43,2 min im Jahre 1939 durch Max Syring). Ins Programm der Deutschen Meisterschaften kam der 5000-Meter-Lauf erstmals am 23./24. August 1919.
Die ersten Frauenrennen auf Langstrecken wurden 1953 in Großbritannien über eine Länge von 3000 Metern ausgetragen. 1983 in Helsinki wurden die 3000 Meter Weltmeisterschaftsstrecke, 1984 in Los Angeles olympisch. Für Frauen hat sich die 5000-Meter-Strecke 1995 bei den Weltmeisterschaften in Göteborg und 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta durchgesetzt, nachdem der 10.000-Meter-Lauf bereits acht Jahre früher als Frauendisziplin anerkannt war.
Die 5000-Meter-Läufe sind seit den 1920er Jahren von den Trainingsmethoden der dominierenden Läufer geprägt: Paavo Nurmi (Finnland) lief zweimal täglich lange Strecken, im Winter auf Skiern, ergänzt durch Wiederholungsläufe über Kurzstrecken. Der Schwede Gunder Hägg erfand in den 1940er Jahren das Fahrtspiel (fartlek), das aus Geländeläufen mit wechselndem Tempo bestand und auch im Langstreckenlauf Einzug hielt. Emil Zátopek war Ende der 1940er/Anfang der 1950er Jahre mit seiner Intervallmethode erfolgreich, bei der er z. B. 60-mal 400 Meter lief. In den 1960er Jahren begann sich das Ausdauertraining durchzusetzen, nachdem Murray Halberg (Neuseeland) bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom überraschend den 5000-Meter-Lauf gewann.
Meilensteine Männer erste registrierte Zeit: 15:54 min, , 17. Mai 1884 in London erster offizieller Weltrekord: 14:36,6 min, , 10. Juli 1912 in Stockholm erste Zeit unter 14:30 Minuten: 14:28,2 min, , 19. Juni 1924 in Helsinki erste Zeit unter 14 Minuten: 13:58,2 min, , 20. September 1942 in Göteborg erste Zeit unter 13:30 Minuten: 13:25,8 min, , 4. Juni 1965 in Compton erste Zeit unter 13 Minuten: 12:58,39 min, , 22. Juli 1987 in Rom
Frauen erste registrierte Bestzeit: 16:17,4 min, , 11. Mai 1969 in Formia erster offizieller Weltrekord: 15:14,51 min, , 13. September 1981 in Knarvik erste Zeit unter 15 Minuten: 14:58,89 min, , 28. Juni 1984 in Oslo erste Zeit unter 14:30 Minuten: 14:28,09 min, , 23. Oktober 1997 in Shanghai
Erfolgreichste Sportler , Olympiasieger 1972 und 1976 , Olympiasieger 1984, Weltmeister 1987 , Weltmeister 1993 und 1995 , Weltmeisterin 1997 und 1999 , Olympiasieger 2012 und 2016, Weltmeister 2011, 2013 und 2015 erfolgreichster Deutscher: Dieter Baumann, Olympiasieger 1992, Olympiazweiter 1988, Europameister 1994
Statistik Medaillengewinner der Olympischen Spiele Männer JahrGoldmedailleSilbermedailleBronzemedaille 1912 1920 1924 1928 1932 1936 1948 1952 1956 1960 1964 1968 1972 1976 1980 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 2012 2016 2020 2024
Frauen JahrGoldmedailleSilbermedailleBronzemedaille 1996 2000 2004 2008 2012 2016 2020 2024
Medaillengewinner der Weltmeisterschaften Männer Jahr Goldmedaille Silbermedaille Bronzemedaille 1983 1987 1991 1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017 2019 2022 2023 2025
Frauen JahrGoldmedailleSilbermedailleBronzemedaille 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017 2019 2022 2023 2025
Siehe auch Medaillengewinner bei Olympischen Spielen Medaillengewinner bei Weltmeisterschaften Medaillengewinnerinnen bei Olympischen Spielen Medaillengewinnerinnen bei Weltmeisterschaften
Weltrekordentwicklung
Männer Zeit (min)NameDatumOrt 14:36,6 10. Juli 1912 Stockholm 14:35,4 12. September 1922 Stockholm 14:28,2 19. Juni 1924 Helsinki 14:17,0 19. Juni 1932 Helsinki 14:08,8 16. Juni 1939 Helsinki 13:58,2 20. September 1942 Göteborg 13:57,2 30. Mai 1954 Colombes 13:56,6 29. August 1954 Bern 13:51,6 13. Oktober 1954 London 13:51,2 23. Oktober 1954 Prag 13:50,8 10. September 1955 Budapest 13:46,8 18. September 1955 Belgrad 13:40,6 23. Oktober 1955 Budapest 13:36,8 19. Juni 1956 Bergen 13:35,0 13. Oktober 1957 Rom 13:34,8 16. Januar 1965 Hobart 13:33,6 1. Februar 1965 Auckland 13:25,8 4. Juni 1965 Compton 13:24,2 30. November 1965 Auckland 13:16,6 5. Juli 1966 Stockholm 13:16,4 14. September 1972 Helsinki 13:13,0 20. September 1972 Brüssel 13:12,9 5. Juli 1977 Stockholm 13:08,4 8. April 1978 Berkeley 13:06,20 13. September 1981 Knarvik 13:00,41 7. Juli 1982 Oslo 13:00,40 27. Juli 1985 Oslo 12:58,39 22. Juli 1987 Rom 12:56,96 4. Juni 1994 Hengelo 12:55,30 8. Juni 1995 Rom 12:44,39 16. August 1995 Zürich 12:41,86 13. August 1997 Zürich 12:39,74 22. August 1997 Brüssel 12:39,36 13. Juni 1998 Helsinki 12:37,35 31. Mai 2004 Hengelo 12:35,36 14. August 2020 Monaco
Frauen Zeit (min)NameDatumOrt 15:14,51 13. September 1981 Knarvik 15:13,22 17. März 1982 Auckland 15:08,26 5. Juni 1982 Eugene 14:58,89 28. Juni 1984 Oslo 14:48,07 26. August 1985 London 14:37,33 5. August 1986 Stockholm 14:36,45 22. Juli 1995 Hechtel 14:31,27 21. Oktober 1997 Shanghai 14:28,09 23. Oktober 1997 Shanghai 14:24,68 11. Juni 2004 Bergen 14:24,53 3. Juni 2006 New York 14:16,63 15. Juni 2007 Oslo 14:11,15 6. Juni 2008 Oslo 14:06,62 7. Oktober 2020 Valencia 14:05,20 9. Juni 2023 Paris 14:00,21 17. September 2023 Eugene 13:58,06 5. Juli 2025 Eugene
Weltbestenliste Männer Alle Läufer mit einer Zeit von 12:50,87 min und schneller (Letzte Veränderung: 5. September 2026).
deutscher Rekord: Mohamed Abdilaahi – 12:53,63 min am 11. Juli 2025 in Monaco österreichischer Rekord: Günther Weidlinger – 13:13,44 min am 22. Juli 2005 in London
Frauen Alle Läuferinnen mit einer Zeit von 14:29,50 min und schneller (Letzte Veränderung: 4. Juni 2026).
Schweizer Rekord: Anita Weyermann – 14:59,28 min am 5. Juni 1996 in Rom österreichischer Rekord: Susanne Pumper – 15:10,54 min am 22. Juli 2001 in London
Siehe auch Liste der Deutschen Meister im 5000-Meter-Lauf Liste der IOC-Ländercodes Langstreckenlauf
Literatur Progression of World best performances and official IAAF World Records. Monaco, 2003, S. 82 ff. u. S. 272 ff.
Weblinks 5000 Metres Men – Ewige Weltbestenliste der World Athletics, 5000 m Männer 5000 Metres Women – Ewige Weltbestenliste der World Athletics, 5000 m Frauen (englisch)
Lauf 05000