Die Ergo Lebensversicherung AG (Eigenschreibweise ERGO) ist ein deutsches Versicherungsunternehmen mit Sitz in Hamburg, das seit 1997, damals noch unter dem Namen Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, der Ergo Group in Düsseldorf angehört, die wiederum mehrheitlich von Münchener Rück kontrolliert wird. Zur gleichen Gruppe zählen auch die DKV, Ergo Versicherung und D.A.S. Zum 1. Juli 2010 wurden die Markennamen Hamburg-Mannheimer und Victoria im Rahmen einer Konzernumstrukturierung zugunsten von Ergo aufgegeben.
Struktur mini|Hauptverwaltung der ERGO Lebensversicherung in Hamburg (City Nord) mini|Ehemaliges Logo der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG bis 2010
Die Ergo Lebensversicherung AG bündelt seit Mitte 2010 das Lebensversicherungsgeschäft der ERGO Group. Im Rahmen der Umstrukturierungen innerhalb der ERGO Group wurde die Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG Mitte 2010 unter dem neuen Namen Ergo Versicherung AG mit den Sachversicherern der bisherigen Victoria und der D.A.S. fusioniert. Die Hamburg-Mannheimer Rechtsschutzversicherungs-AG wurde im Herbst 2010 auf die D.A.S. Rechtsschutz verschmolzen.
Ergo Lebensversicherung AG (ehemals Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG) Aufsichtsratsvorsitzende 1899–1905: Viktor Lenel 1905–1912: Ernst Bassermann 1912–1924: Oscar Ruperti 1924–1930: Franz Mutzenbecher 1930–1935: Siegfried Graf von Roedern 1935–1944: Julius E. Ph. Schlinck 1945–1955: Hans W. Julius Peters 1955–1961: Hans Goudefroy 1962–1975: Alois Alzheimer 1975–1993: Horst K. Jannott 1993–1997: Hans-Jürgen Schinzler 1997–1998: Detlef Schneidawind 1998–1999: Edgar Jannott 2000–2007: Lothar Meyer 2008–2015: Torsten Oletzky 2015–2016: Markus Rieß seit 2016: Clemens Muth Vorstandsvorsitzende 1899–1905: Felix Peril (alleiniger Vorstand) 1905–1927: Berthold Oster 1927–1967: Hermann Christian Hitzler 1967–1975: Herbert Dau 1975–1985: Günter Kalbaum 1985–1995: Klemens Wesselkock 1996–1999: Dieter Nonhoff 1999–2006: Götz Wricke 2006–2007: Kurt Wolfsdorf 2007–2014: Daniel von Borries 2014–2016: Clemens Muth seit 2016: Michael Fauser Die Gesellschaft wurde am 29. April 1899 in Mannheim als Vita Versicherungs-Actien-Gesellschaft gegründet und erhielt am 7. Juli des Jahres die offizielle Konzession für das Großherzogtum Baden vom dortigen Ministerium des Innern.
Am 1. April 1912 wurde nach einem Besitzerwechsel der Geschäftssitz in die Hamburger Innenstadt verlegt und das Unternehmen in Hamburg-Mannheimer Versicherungs-Aktiengesellschaft umbenannt.
Mitte 2010 erfolgte die Umstrukturierung innerhalb der Ergo Group, die Fokussierung auf das Lebensversicherungsgeschäft und die Umbenennung in Ergo Lebensversicherung AG.
Seit der Gründung der Gesellschaft verteilte sich der Aktienbesitz auf wenige Anteilseigner.
Von 1899 bis 1912 besaßen die Bankhäuser W. H. Ladenburg & Söhne und H. L. Hohenemser & Söhne aus Mannheim 67,5 % der Aktien.
Zwischen 1912 und 1942 hatten verschiedene Gesellschaften die Mehrheit. Dies waren ab 1912 die Versicherungsgesellschaft Hamburg, ab 1930 die Svea Försäkrings AB, ab 1942 das Bankhaus Donner und ab 1946 zu 100 % die Hansa Lebensversicherung a. G.
1948 übernahm die Svea Försäkrings AB wieder einen Anteil von 40 %.
Seit 1951 war die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Anteilseigner und vergrößerte ihren Anteil bis zum Jahr 1993 auf 80 % (1951: 36,8 % und 1992: 54 %), die Allianz SE war ebenfalls seit 1951 beteiligt und hatte einen Anteil von zuletzt 20 %.
Seit 1998 gehört die Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG zu 100 % der Ergo Group, an der die Münchener Rück 99,69 % hält.
Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG (aufgegangen in der Ergo Versicherung AG) AufsichtsratsvorsitzendeNord-Deutsche und Hamburg-Bremer 1969–1975: Alwin Münchmeyer Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG 1975–1981: Alwin Münchmeyer 1981–1985: Günter Kalbaum 1985–1995: Klemens Wesselkock 1996–1997: Dieter Nonhoff 1997–1998: Wolf Otto Bauer 1998–1999: Edgar Jannott 2000–2007: Lothar Meyer 2008–2010: Torsten Oletzky (seit Juli 2010: Ergo Versicherung) VorstandsvorsitzendeHamburg-Bremer 1855–1856: Johann Christian Ravit (alleiniger Vorstand) 1856–1882: Alfred Klauhold (alleiniger Vorstand) 1882–1907: Sophus von Dorrien (alleiniger Vorstand) 1907–1915: Hugo Carl Buchenberger (alleiniger Vorstand) 1915–1938: Adalbert Fritz August Meyer (bis 1920 alleiniger Vorstand) 1938–1968: Hugo Bremkamp Nord-Deutsche 1857–1871: Johann Wilhelm Duncker der Jüngere 1871–1928: Arthur Duncker 1928–1948: Walter Schües 1948–1968: Walter Georg Schües Nord-Deutsche und Hamburg-Bremer 1969–1975: Alfred Heuts Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG 1975–1981: Günter Kalbaum 1981–1993: Hertus Emmen 1993–1999: Götz Wricke 1999–2000: Fritz Horst Melsheimer 2000–2004: Götz Wricke 2004: Horst Döring 2005–2007: Michael Rosenberg 2008–2010: Christian Diedrich (seit Juli 2010: Ergo Versicherung) Es gab zwei Vorgänger der Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG: Zum einen die 1854 gegründete Hamburg-Bremer Feuer-Versicherungs-Gesellschaft und zum anderen die 1857 gegründete Nord-Deutsche Versicherungs-Gesellschaft, die beide ihren Sitz in Hamburg hatten.
1969 verschmolzen die zwei Unternehmen zur Nord-Deutsche und Hamburg-Bremer Versicherungs Aktiengesellschaft. Die Hamburg-Mannheimer übernahm 1975 30,5 % der Aktien und benannte die Gesellschaft um in Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-Aktiengesellschaft.
Die Hamburg-Mannheimer erweiterte damit ihr Lebens- und Unfallversicherungsgeschäft auf die Sachversicherungen. 1982 übertrug sie, getrieben durch neue aufsichtsrechtliche Vorgaben, ihren Unfallbestand auf die übernommene Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG.Zeitschrift für Versicherungswesen 10/2007, Artikel „150 Jahre Hamburg-Mannheimer Sach“, S. 313
Bis 1998 hielt die Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG 40 % und Allianz und Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft je 30 % an der Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG, seitdem ist sie vollständig in Besitz der Ergo Group und wurde 2010 in die umfirmierte Sachversicherersparte der Victoria auf die Ergo Versicherung AG verschmolzen.
Hamburg-Mannheimer Rechtsschutzversicherungs-AG (aufgegangen in der D.A.S.) Aufsichtsratsvorsitzende 1977–1985: Günter Kalbaum 1985–1995: Klemens Wesselkock 1996–1999: Dieter Nonhoff 1999–2000: Fritz Horst Melsheimer 2000–2004: Götz Wricke 2004–2005: Horst Döring 2005–2007: Michael Rosenberg 2008–2010: Christian Diedrich Vorstandssprecher und VorstandsvorsitzendeSprecher des Vorstandes 1998–2001: Walter Habermann 2002–2004: Jürgen Engel Vorstandsvorsitzender 2004–2007: Jürgen Vetter Sprecher des Vorstandes 2008–2010: Rainer Tögel Sie wurde 1928 als Nord-Deutsche Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft gegründet und war eine Tochter der Nord-Deutschen Versicherungs-Gesellschaft (bis diese von der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG übernommen wurde). 1979 erhielt sie ihren jetzigen Namen.
Die Hamburg-Mannheimer Rechtsschutz war anfangs eine hundertprozentige Tochter der Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG. Im Jahr 1998 erwarb die D.A.S. 51 % der Anteile im Rahmen der Ergo Group, im Herbst 2010 wird sie auf die D.A.S. verschmolzen.
Zielgruppengeschäft Typisch für den Vertrieb in der Hamburg-Mannheimer sind (oberhalb der regionalen Gliederung) zielgruppen-orientierte Vertriebsorganisationen. Seit den 1990er Jahren wurden sie zunehmend miteinander verschmolzen:
1907: Deutsche Anwalt- und Notar-Versicherung (DANV) Vorstände 1907–1908: Schall 1908–1909: Springer 1909–1919: Adolf Weißler 1919–1934: Wilhelm Schweer 1933–1945: Fritz Oellers Geschäftsführende Direktoren 1946–1951: Fritz Oellers 1951–1973: Wilhelm Bischoff 1973–1975: Günter KalbaumWährend jeweils ein Vorstandsmitglied der Hamburg-Mannheimer an der Spitze der DANV stand, gab es außerdem noch einen Organisationsdirektor als Leiter des Außendienstes 1976–1987: Herbert Rothfuß 1988–1994: Gerd Diehl 1994–2009: Klaus KienleVon 2002 bis Anfang 2007 gab es neben dem Geschäftsführenden Direktor einen Vertriebsdirektor seit 1. Juli 2009: Peter Dümpelmann Organisationsdirektoren 1973–1991: Heinz Joachim Vorstheim 1991–1994: Hans Günter Pielk Vertriebsdirektor 2002–2007: Detlev Beyer Sie wurde in Halle (Saale) gegründet als Ruhegehalts-, Witwen- und Waisenkasse für Deutsche Rechtsanwälte und erhielt ihren jetzigen Namen 1934. Bis 1945 war die DANV ein eigenes Unternehmen. Um der Verstaatlichung in der Sowjetischen Besatzungszone zu entgehen, wurde der Sitz nach Westen verlegt und der Versicherungsbestand 1946 zunächst auf die Hansa Lebensversicherung aG als Sonderorganisation mit eigenständigem Abrechnungsverband übertragen. Ab 1957 ging die Hansa Lebensversicherung aG mit der DANV auf die damalige Hamburg-Mannheimer über.
Die DANV bezeichnet sich als Sonderabteilung der ERGO Lebensversicherung AG für rechts-, steuer-, unternehmensberatende und wirtschaftsprüfende Berufe. Seit 2000 gehören auch weitere Akademiker und Beamte zu ihrer Zielgruppe.
2003 wurde die im Jahr 2000 gegründete Vertriebsdirektion Systematische Anlage- und Finanzplan-Entwicklung (S/AFE, unter Leitung von Detlev Beyer) in die DANV eingegliedert.
Seit Anfang 2007 wird der Außendienst der DANV in den Zielgruppenvertrieb der bisherigen HMS eingegliedert.
Eine Besonderheit der DANV ist der 1946 eingerichtete Beirat: Im Jahr 1946 entstand die Idee eines Berufsstände- und Beiratsabkommens, in dem die DANV mit berufsständischen Kammern und Verbänden eine Zusammenarbeit vereinbart. Das Abkommen wurde am 19. April 1946 unterzeichnet und trat am 3. November 1956 in Kraft. Seitdem sind insgesamt 14 Kammern oder Verbände aus den Kundengruppen dem Beiratsabkommen beigetreten. Dieser Vertrag räumt den beteiligten Organisationen das Recht ein, die Geschäftsführung der DANV zu beraten und ihre speziellen Vorstellungen einzubringen. Außer den Delegierten der Kammern und Verbände gehören dem Beirat auch gewählte Mitglieder aus dem Kreis der Versicherten an. Der Beirat wählt aus seinen Reihen einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden sowie den Ständigen Arbeitsausschuss.
Kammern und Verbände des Berufsstände- und Beiratsabkommens (2018): Verband Beratender Ingenieure Bundesnotarkammer Bundessteuerberaterkammer Wirtschaftsprüferkammer Patentanwaltskammer Deutscher Anwaltverein Institut der Wirtschaftsprüfer Deutscher Steuerberaterverband Bundesverband der Steuerberater Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte Bundesverband Deutscher Unternehmensberater Deutscher Richterbund Deutscher Juristinnenbund Bundesverband Deutscher Patentanwälte
1930: Lebensversicherungs-Verband für Beamte und deren Angehörige (Lebea) Organisationsdirektor 1959–1970: Herbert Rothfuß Nach langen Verhandlungen mit dem Deutschen Beamten-Wirtschaftsbund erfolgte im September 1930 die Gründung der Lebea, die für diesen Bund und seine Mitglieder eigene Tarife anbot. Erst 1954 erfolgte die Gründung eigener Lebea-Geschäftsstellen; 1959 kamen diese unter zentrale Führung.
1961 wurde die Hansa für geschlossene Gruppen von Nicht-Beamten und 1965 das Versorgungswerk Deutscher Ingenieure gegründet. Beide standen von Anfang an unter gemeinsamer Führung mit der Lebea, mit der sie 1970 verschmolzen.
1970 ging die Lebea in der Organisation für Führungs- und Nachwuchskräfte „Die Brücke“ auf, die seit 1985 Organisation für Akademiker und Beamte (OAB) hieß und 2000 in die DANV eingegliedert wurde.
1966: Organisation für Verbandsgruppenversicherungen (OVG) Organisations- und Vertriebsdirektoren 1966–1981: Kurt Eskes (ab 1967 Direktor) 1981–1987: Paul-Georg Siepe 1987–1989: Rolf Meiselbach 1989–2007: Reginald Zirkel 2007: Ludger Griese (1. April – 30. Juni) 2007: Thomas Langhein (kommissarisch, 1. Juli – 30. September) seit 1. Oktober 2007: Peter Pitz