Ingolstadt in Unterfranken (offizieller Name Ingolstadt i.UFr.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Giebelstadt im unterfränkischen Landkreis Würzburg in Bayern. Die Gemarkung Ingolstadt i.UFr. hat eine Fläche von 4,036 km². Sie ist in 316 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12771,69 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Kauzenmühle.

Lage Das Pfarrdorf liegt etwa zwei Kilometer nordwestlich von Giebelstadt und 15 Kilometer südlich von Würzburg auf weitgehend ebener Flur. Der Katzenbach, ein Quellbach des Wittigbaches, entspringt am nordwestlichen Ortsrand und durchfließt teilweise verrohrt den Ort. Die Kreisstraßen WÜ 13 und WÜ 33 kreuzen sich in Ingolstadt.

Geschichte Der Ortsname leitet sich von dem fränkischen Personennamen Ingold ab. Erstmals schriftlich erwähnt wurde Ingolstadt im 10. Jahrhundert anlässlich der Babenberger Fehde, als deren Ergebnis der Erzbischof von Mainz vom ostfränkischen König Ludwig IV. das Dorf als Geschenk bekam.Geschichte von Ingolstadt auf der Website von Giebelstadt

Während des Bauernkrieges spielte Ingolstadt im Sommer 1525 in der Regionalgeschichte Frankens eine Rolle. Nachdem die fränkischen Bauern die Festung Marienberg in Würzburg im Frühsommer 1525 vergeblich belagerten und ein Teil der Bauern am 2. Juni 1525 die Schlacht bei Königshofen gegen das Heer des Schwäbischen Bundes verlor, fand auf den Feldern zwischen Ingolstadt und Sulzdorf am 4. Juni die letzte Schlacht des Bauernkrieges in Franken statt. Mit der Niederlage der Bauern in dieser Schlacht bei Ingolstadt endete der Aufstand des gemeinen Mannes, der fast den gesamten Süden und die Mitte Deutschlands erfasst hatte.

Mit dem Gemeindeedikt gehörte Ingolstadt ab 1804 als selbständige Gemeinde mit seinem Gemeindeteil Kauzenmühle zum Landgericht Würzburg jenseits des Mains. 1862 wurde es dem Bezirksamt und späteren Landkreis Ochsenfurt zugeteilt und kam 1972 nach dessen Auflösung wieder zum Landkreis Würzburg. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde nach Giebelstadt eingegliedert.

Baudenkmäler mini|hochkant|Kirche Unbefleckte Empfängnis Mariä In der Liste der Baudenkmäler in Giebelstadt sind für Ingolstadt neun Baudenkmäler aufgeführt, darunter die 1751 bis 1753 von Balthasar Neumann errichtete römisch-katholische Pfarrkirche Unbefleckte Empfängnis Mariä.

Bodendenkmäler Turmhügel Ingolstadt

Persönlichkeiten In Ingolstadt wurde der Pädagoge und Schriftsteller Ludwig Bauer (1832–1910) geboren.

Literatur Peter Blickle: Der Bauernkrieg – Die Revolution des Gemeinen Mannes. Nördlingen 2012

Günther Franz: Der Deutsche Bauernkrieg. 11. Auflage, Darmstadt 1977 Markt Giebelstadt (Hrsg.): Giebelstadt und Ortsteile. Ein kulturhistorischer Streifzug. Giebelstadt 2005

Weblinks

Ingolstadt auf der Website von Giebelstadt

Einzelnachweise

Kategorie:Giebelstadt Kategorie:Ort im Landkreis Würzburg Kategorie:Ersterwähnung im 10. Jahrhundert Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Würzburg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Würzburg