Bassjackers ist ein niederländisches Musik-Duo, bestehend aus dem DJ Marlon Flohr und dem Produzenten Ralph van Hilst. Mit ihrer Musik vertreten sie hauptsächlich die Genres Big-Room, Progressive House und zuletzt auch Future-Bass. Ihren größten Erfolg feierten sie im Jahr 2013 mit der Single Crackin’. Derzeit belegen sie Platz 39 der DJ-Mag-Charts.
Geschichte 2007–2009: Musikalische Anfänge Bereits vor ihrer Karriere als DJ-Duo waren sie gut befreundet und konzentrierten sich abseits voneinander auf ihr musikalisches Interesse. Jedoch war Flohr viel mehr im Bereich des Auflegens und van Hilst mit dem Produzieren eigener Lieder aktiv. Im Jahre 2007 begann Flohr immer öfter die Lieder seines Kollegen in seine Live-Sets einzubauen, bis sie beschlossen, dies als festes Duo weiterzuführen. Daraus resultierte die Gründung des Projekts „Bassjackers“. In der folgenden Zeit teilten sie ihre Fähigkeiten und zogen sowohl die Produktion ihrer Lieder als auch die Auftritte als Duo durch.Biografie auf ihrer offiziellen Webseite
Auf mehreren Musikplattformen veröffentlichten sie neben eigenen Lieder auch eine Großzahl an Remixen. Als erste Single lässt sich der Titel Beat Cut beschreiben. Bereits hier erhielten sie durch einen Remix Unterstützung vom ebenfalls niederländischen DJ und Produzenten Sidney Samson. Über das Plattenlabel „Secure Recordings“ folgte Enowapi. Es folgten einige weitere eher weniger bekannte Lieder. Der im Herbst des Jahres 2009 veröffentlichte Remix des Liedes Lets Go von Sidney Samson in Zusammenarbeit mit Lady Bizzey sorgte im Internet für viel positives Feedback und auch DJs wie Fedde Le Grand wurde auf das Duo aufmerksam. Durch seinen Support wurde ihr Name auch bei anderen DJ-Größen bekannt und es kam auch zu ersten offiziellen Remixen für bekannte Interpreten, darunter Martin Solveig, Quintino oder Ian Carey. Des Weiteren erhielten sie viele Neuinterpretationen ihrer Lieder von international bekannten Produzenten.
2010–2012: Erste Erfolge & Plattenvertrag Im Laufe des Jahres 2010 äußerte DJ-Legende Tiësto starkes Interesse an den Bassjackers und begann mit ihnen zusammenzuarbeiten. Es folgte eine Podcastfolge gemeinsam mit dem Duo sowie ein Angebot sie auf seinem Plattenlabel „Musical Freedom“ aufzunehmen. Sie unterzeichnete einen Plattenvertrag und begann mit ersten Produktionen. Am 25. April 2011 erschien die Single Mush Mush auf Beatport. Der Track wurde im Gegensatz zu ihren vergangenen eher weniger bekannten Singles, ein großer Erfolg und erreichte bereits nach kurzer Zeit die Top-10 der Beatport-Charts, wo er sich über zwei Monate hielt. Des Weiteren wurde er von DJs wie Hardwell, Dimitri Vegas & Like Mike sowie der Swedish House Mafia in ihren Sets gespielt. Nur wenige Monate später erschien eine Remix-EP des Welthits Maximal Crazy von Tiësto, bei dem auch ein Mix der Bassjackers zu finden war, welcher den Erfolg der EP dominierte. Eine Doppelsingle mit dem Titel Brougham/Contour gemeinsam mit dem Produzenten Apster konnte in keiner Weise anschließen, hielt sich auf Grund der Veröffentlichung über Afrojacks „Wall Recordings“ auch eher im Hintergrund.
Im Jahr 2012 legte das Duo auf zahlreiche Festivals auf und begann durch die USA zu touren. Einer der Auftritte erfolgte am 24. März 2012 beim Ultra Music Festival in Miami. Dieser gilt als eines ihrer ersten großen Konzerte. Des Weiteren begleiteten sie Robbie Rivera bei mehreren Sets. Bei ihrem Auftritt beim EDC-Vegas spielten sie neben ihrem Track Mush Mush auch ihre folgende Single Hey, die eine Kollaboration mit dem ebenfalls niederländischen DJ-Duo Showtek darstellt. Das Release wurde jedoch verschoben und die Veröffentlichung ihrer Angger-Dimas-Kollaboration ging vor. Das Lied mit dem Titel RIA erschien am 19. März 2012 auf „Doorn-Recordings“. Nur wenige Monate später veröffentlichten sie am 13. August 2012 gemeinsam mit Yves V das Lied Bronx über Dimitri Vegas & Like Mikes Plattenlabel „Smash the House“. Mitte des Jahres 2012 verließen Bassjackers „Musical Freedom“ und unterschrieben einen Vertrag beim niederländischen Erfolgslabel „Spinnin’ Records“. Parallel stellte das Duo das Lied Let’s Get Weird zum kostenlosen Download zur Verfügung. Ab dem 11. Dezember 2012 war letztlich die Showtek-Collab Hey erhältlich. Das offizielle Musikvideo erschien bereits kurz vorher und wurde innerhalb von kürzester Zeit mehrere Millionen Mal aufgerufen.
Ebenfalls im Herbst 2012 startete das Duo die Podcastserie Jackin Da Bass. Diese löste den Vorgänger FunX Dance ab und debütierte am 20. Oktober 2012. Hierbei handelt es sich um einstündige DJ-Mixe, bestehend aus den derzeitigen Favoriten der Bassjackers, ihren eigenen Liedern sowie Mash-Ups. Die Folgen erscheinen jeden Samstag und werden in der Regel immer mehrere tausend Male aufgerufen.
2013–2014: Durchbruch mit u. a. Crackin’ In das Jahr 2013 starteten Flohr und van Hilst mit einem zweistündigen Set bei der New-Year-Party beim Dada-Land in New York. Dort spielten sie unter anderem Kollaborationen mit Ferry Corsten und Kenneth G. Des Weiteren waren zahlreiche Remixe zu hören, darunter für The Wanted oder Chuckie. Ihre Zusammenarbeit mit DJ und Produzent Dyro bildete ihre erste Veröffentlichung in diesem Jahr. Release war der 18. Februar 2013 unter dem Titel Grid. Es folgte der Track Duckface, eine Kollaboration mit Kenneth G. Der auf dem Duckface-Selfie-Trend basierende Song erschien im März 2013 über „Hysteria“, konnte aber nicht an den Erfolg der Vorgänger-Singles anschließen. Jedoch sorgte insbesondere die Nachfolgersingle Collision für positives Feedback. Der Electro-House-Track entstand gemeinsam mit dem niederländischen Produzenten Ferry Corsten. Ursprünglich wurde das Lied bereits im März 2013 auf unter anderem SoundCloud veröffentlicht. Offizielles Release in weiteren Musikportalen erfolgte einen Monat später. Für viele soll sich die Qualität der Bassjackers-Lieder insbesondere bei dieser Single klar verbessert haben.
Gemeinsam mit dem DJ und Produzenten R3hab veröffentlichten sie am 15. Juli 2013 den Titel Raise Those Hands über Calvin Harris’ eigenes Plattenlabel „Fly Eye Records“. Der Tacks wurde ein großer Erfolg und brachte die Bassjackers auf eine komplett neue Schiene. Sie verabschiedeten sich von ihrem sonst sehr Tech-House angehauchten Stil und begannen mit den Produzieren von Electro-House und Big-Room. Raise Those Hands spielten das Duo erstmals gemeinsam mit R3hab beim EDC-Vegas. Der Auftritt ist auch im offiziellen Musikvideo zu sehen, welches, obwohl es nicht über „Spinnin'“ erschien, mehrere Millionen Mal aufgerufen wurde. Es folgte am 26. Juli 2013 ihr erster Auftritt beim weltgrößten EDM-Festival Tomorrowland in Belgien.Bassjackers auf „1001Tracklist“ Eher weniger bekannt erschien als Nächstes der Titel Flag, eine Zusammenarbeit mit Gregori. Viel mehr Aufmerksamkeit erhielt die Single Zing, die am 23. September 2013 veröffentlicht wurde. Eines der besonderen Merkmale an diesem Track ist, dass er einen Big-Room-Drop enthält, der aber nach dem Mainpart in einem Teil überschwingt, welcher den alten Bassjackers-Stil aufweist.
Im Herbst 2013 begannen sie die Studioarbeiten mit Martin Garrix, der gerade in diesem Jahr mit dem Welthit Animals seinen Durchbruch erlangte. Über „Spinnin’ Records“ erschien am 4. November 2013 der Song Gamer, ihre erste Kollaboration. Am 20. Januar 2014 folgte die nächste Kollaboration mit dem Titel Crackin’. Das Lied wurde zu ihrem bis dahin erfolgreichsten Track. Es enthält sowohl Merkmale der Bassjackers-Single Zing als auch von Martin Garrix’ Animals beziehungsweise Wizard. Crackin’ erschien in zwei Variationen, zum einen in einer Bassjackers-Version sowie in einer Martin-Garrix-Version. Die Bassjackers-Version wurde zum Free-Download bereitgestellt, während Garrix’ Version als eigentliche Single-Version für lange Zeit Platz zwei der Beatport-Charts belegte und somit die erste Spitzenposition des Duos darstellt. Auch ein Einstieg in die niederländischen Single-Charts gelang ihnen. Das offizielle Musikvideo erreichte auf „Spinnin' TV“ über 10 Millionen aufrufe.
2014–2015: Genrewechsel & Kollaborationen mit DJ-Größen mini|Marlon Flohr während eines Interviews im Neuraum
Am 10. Februar 2014 erschien der Track Battle in Zusammenarbeit mit dem niederländischen DJ und Produzenten Jordy Dazz über „Doorn Recordings“. Als Nachfolgesingle erschien eine Zusammenarbeit mit dem Erfolgsproduzenten MakJ. Der Track enthält den Titel Derp und unterscheidet sich vom Stil leicht von den vorherigen Tracks. Hierbei setzten sie neben dem typischen Big-Room-Kick auch Merkmale des Dirty-House. Der Song wurde am 28. April 2014 über „Hysteria“ veröffentlicht. Über Hardwells Plattenlabel „Revealed Recordings“ erschien am 15. August 2014 der Song Rampage, eine weitere Kollaboration mit Kenneth G. Das Lied wurde ein Erfolg und weist klaren Dirty-House-Stil auf. Der Track war ausschlaggebend für die weitere Entwicklung ihres Stils und erhielt fast ausschließlich positives Feedback. Am 27. Juli 2014 traten sie auf der Smash-the-House-Stage das zweite Mal beim Tomorrowland in Belgien auf. Mit Like That veröffentlichten sie über „Smash the House“ die noch erfolgreichere Nachfolger-Single. Der Drop ähnelt stark dem von Rampage weicht aber noch stärker in den Bereich des Dirty-Dutch ab.
Am 17. Oktober 2014 veröffentlichten Bassjackers eine weitere Solo-Single mit dem Titel Savior auch diese wurde von den Fans gelobt und erreichte eine hohe Beatport-Platzierung. Als Plattenlabel stellte sich nach mehreren Releases über andere Plattenfirmen ein weiteres mals „Spinnin'“ heraus, weshalb der Titel deutlich mehr Promotion erhielt. Mit der Single X, welche gemeinsam mit Dyro produziert wurde und am 15. Dezember 2014 erschien, nutzten sie die Gelegenheit auf Grund der Unterstützung eines eher weniger bekannten Plattenlabels, namens „Wolv“, ihren ursprünglichen Musikstil zu verwenden. Savior erhielt dennoch starken Support von unter anderem Martin Garrix, Hardwell und W&W. Mit Wave Your Hands folgte als ihr erster Track im Jahr 2015 eine Zusammenarbeit mit Thomas Newson. Durch das Release über „Smash the House“ wurde der Track bereits vorab von Dimitri Vegas & Like Mike in ihren Sets verwendet. Die Interpreten waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht genannt. Zwar wurde Stil wurde sofort den Bassjackers zugeordnet, aber als Kollaborationspartner Niles Hollowell-Dhar alias KSHMR vermutet. Auch Wave Your Hands wurde als starker Big-Room-Track bezeichnet und wurde ihr erster Nummer-eins-Hit auf Beatport. in den Beatport-Charts
Am 20. Februar 2015 spielte Afrojack beim Ultra Music Festival Argentinien erstmals den Song What We Live For, eine Kollaboration zwischen ihm und den Bassjackers. Bereits dort kam es zu positiver Kritik und es erschienen zahlreiche Mitschnitte des Liedes im Internet. Insbesondere die Kollaboration wurde aufgrund der ähnlichen Musikstile als großartig bezeichnet. Releasedate war der 13. April 2015. Über Showteks Plattenlabel „Skink Recordings“ erschien am 25. Mai 2015 das Lied Alamo, welches in Zusammenarbeit mit dem niederländischen DJ und Produzenten Brooks entstand. Der Track wurde insbesondere auch von KSHMR promotet und erhielt ebenfalls fast ausschließlich positives Feedback. Hierbei wurde gerade die Melodie und das Build-Up der Lead gelobt. Der Drop entspricht dem Dirty-Dutsch-Stil der Bassjackers. Parallel feierten die Bassjackers mit ihrem Remix zu Higher Place, der belgischen DJ-Brüder Dimitri Vegas & Like Mike gemeinsam mit Ne-Yo große Erfolge, da sich dieser als sehr Festival-tauglich erwies und durch eine Shazam-Kooperation seitens Dimitri Vegas & Like Mike zum kostenlosen Download angeboten wurde.