Das Amt Uslar war ein historischer Verwaltungsbezirk des Fürstentums Göttingen, später des Königreichs Hannover bzw. der preußischen Provinz Hannover.

Geschichte Das Amt Uslar entwickelte sich aus der Konsolidierung der Herrschaftsrechte um die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch die Welfen errichteten Burg Uslar. Das Amtsgebiet, dessen Mittelpunkt später die Stadt Uslar bildete, erstreckte sich südlich des Solling. 1833 wurde es um das Dorf Fürstenhagen erweitert, 1852 um die bis dahin amtsfreie Stadt Uslar.

1852 wurde das Amt Uslar mit den Ämtern Nienover und Lauenförde vereinigt. Die Gemeinden Offensen und Fürstenhagen fielen an das neugebildete Amt Adelebsen, Espol an das Amt Moringen. 1859 wurde das Amt Adelebsen aufgehoben und an Uslar angegliedert. Ebenso kam das Dorf Schlarpe (bisher zum Amt Hardegsen) an das Amt Uslar. 1885 erfolgte die Überführung in die Kreisverwaltung (Kreis Uslar).

Gemeinden 1885 umfasste das Amt folgende Gemeinden: Adelebsen (*) Ahlbershausen Allershausen Barterode (*) Bodenfelde Bollensen Kammerborn Delliehausen Dinkelhausen Eberhausen (*) Erbsen (*) Eschershausen Fehrlingsen (*) Fürstenhagen (*) Gierswalde Güntersen (*) Lauenförde Lödingsen (*) Neuhaus im Solling Nienover Offensen (*) Schlarpe (**) Schönhagen Schoningen Silberborn Sohlingen Uslar Vahle Verliehausen Volpriehausen Wahmbeck Wibbecke (*) Wiensen

(*) aus dem ehemaligen Amt Adelebsen; (**) aus dem ehemaligen Amt Moringen.

Amtmänner vor 1596: Johann Spangenberg (1527–1596), Braunschweigisch-Lüneburgischer Amtmann in Haeste (Harste) und Wibrechtshausen 1614–1619: Georg von Bodungen (1572–1655) 1623–1626: Georg von Bodungen 1682–1699: Justus Schlemm (1646–1707), Amtmann 1800–1814: Rabe, Amtmann 1814–1815: vakant 1816–1823: Johann Friedrich Ludowieg, Amtmann 1824–1836: Rudolph Flügge, Amtmann 1837–1841: Franz Kramer, Amtmann 1841–1842: Johann Eberhard Stüve, Amtmann 1842–1843: Georg Carl Hermann Wilhelm Schreiber, Amtmann 1844–1853: Gerard de Potere, Amtmann 1853–1854: Otto Gustav Hesse, Amtsassessor (auftragsweise) 1854–1855: Carl Hermann Ruscher, Amtmann 1855–1859: Ludwig Kuckuck gen. Walden, Amtmann 1859–1868: Carl Philipp Adam Deichmann, Amtmann, ab 1862 Oberamtmann 1868: William Großkopf (vertretungsweise) 1868–1870: Georg Wulbrand Bock von Wülfingen, Amtmann 1870–1873: Carl Heinrich Ludwig von Horn, Amtmann 1873–1874: Johann Heinrich von Halem, Amtmann

Literatur Iselin Gundermann, Walther Hubatsch: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen, Band 10: Hannover. Marburg (Lahn) 1981 Manfred Hamann: Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs in Hannover. Dritter Band: Mittel- und Unterbehörden in den Landdrostei- bzw. Regierungsbezirken Hannover, Hildesheim und Lüneburg bis 1945. Göttingen 1983, S. 411–415.

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