miniatur|hochkant|Mauricio Macri, der Gewinner der Präsidentschaftswahl. Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Argentinien 2015 fanden am 25. Oktober statt.www.elecciones.gov.ar (spanisch) Gewählt wurden Präsident und Vizepräsident sowie für den Nationalkongress die Hälfte der Abgeordneten und ein Drittel der Senatoren (jeweils drei in acht Provinzen).
Da kein Präsidentschaftskandidat die für einen Sieg in der ersten Runde erforderliche Mehrheit erreichte, gab es am 22. November 2015 eine Stichwahl,Daniel Scioli y Mauricio Macri competirán en el primer ballotage presidencial de la historia argentina, Infobae.com, 26. Oktober 2015 die Mauricio Macri von der konservativen Partei Propuesta Republicana (PRO) mit 51,34 % der Stimmen gewann.
Vorwahlen Am 9. August 2015 fanden Vorwahlen statt. Vorwahlen hatten vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Argentinien 2011 erstmals stattgefunden.
Präsidentschaftswahl Erster Wahlgang
Die sechs Kandidaten, die sich bei den Vorwahlen in ihren Wahlbündnissen durchsetzten und gleichzeitig die geltende 1,5-Prozent-Hürde für die Teilnahme übersprangen, sind folgende:
Daniel Scioli kandidierte als Einziger für das Frente para la Victoria, einer Wahlallianz unter Führung des peronistischen Partido Justicialista Mauricio Macri setzte sich in der Vorwahl des Bündnisses Cambiemos (Propuesta Republicana, Unión Cívica Radical, Coalición Cívica ARI und einige Kleinparteien) gegen Ernesto Sanz und Elisa Carrió durch Sergio Massa gewann die Vorwahl des Bündnisses Una Nueva Alternativa gegen José Manuel de la Sota Margarita Stolbizer wurde von einem Wahlbündnis namens Progresistas (ehemals Frente Amplio Progresista bzw. Frente Amplio UNEN, u. a. Partido Socialista) als einzige Kandidatin aufgestellt Nicolás del Caño gewann die Vorwahl des Bündnisses Frente de Izquierda y de los Trabajadores gegen Jorge Altamira Adolfo Rodríguez Saá trat als einziger Kandidat für das Wahlbündnis Compromiso Federal an
Die amtierende Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner beendet im Dezember 2015 ihre zweite Wahlperiode in Folge; deshalb konnte sie nicht zur Wiederwahl antreten.
Laut dem Endergebnis ergaben sich folgende Stimmenanteile:Cámara Nacional Electoral difundió resultado del escrutinio definitivo, ambito.com, abgerufen am 4. November 2015 Daniel Scioli – Carlos Zannini: 37,08 % Mauricio Macri – Gabriela Michetti: 34,15 % Sergio Massa – Gustavo Sáenz: 21,39 % Nicolás del Caño – Myriam Bregman: 3,23 % Margarita Stolbizer – Miguel Ángel Olaviaga: 2,51 % Adolfo Rodríguez Saá – Liliana Negre de Alonso: 1,64 %
Stichwahl
Laut Paragraph 149 des argentinischen Wahlgesetzes gibt es einen Wahlsieger in der ersten Runde, wenn entweder der erstplatzierte Kandidat mindestens 45 Prozent der Stimmen erhält oder er 40 Prozent und zusätzlich einen Vorsprung von mehr als zehn Prozentpunkten auf den Zweitplatzierten vorweisen kann.Paragraph 149 des argentinischen Wahlgesetzes, Leyes-ar.com
Im ersten Wahlgang konnte laut der Vorauszählung kein Kandidat den für den Wahlsieg geforderten Stimmanteil erreichen. Daher kam es am 22. November 2015 zu einer Stichwahl zwischen dem Erstplatzierten Daniel Scioli und dem Zweitplatzierten Mauricio Macri, die Macri gewann.FAZ.net: Machtwechsel in Argentinien, Die Ära des Kirchnerismus ist vorbei, abgerufen am 23. November 2015.
Ergebnisse der Stichwahl:Amtliches Endergebnis der Stichwahl, electoral.gov.ar
Mauricio Macri: 51,34 % Daniel Scioli: 48,66 %
Parlamentswahl
Abgeordnetenhaus
Die Wahlallianz der bisherigen Regierung Frente para la Victoria verlor laut der Vorauszählung ihre absolute Mehrheit im Abgeordnetenhaus, blieb aber stärkste Fraktion. Die in der Macri unterstützenden Allianz Cambiemos vereinten Parteien UCR, Coalición Cívica ARI und insbesondere Propuesta Republicana konnte deutliche Gewinne erzielen, auch gemeinsam sind sie jedoch weiterhin nur zweitstärkste Kraft.Este es el Congreso con el que gobernará Macri, Infonews.com, 23. November 2015
Die Blöcke nach der Wahl:, Website der Abgeordnetenkammer des argentinischen Kongresses, abgerufen am 1. Januar 2016
Partei / Bündnis Abgeordnete FPV und Verbündete 111 Frente para la Victoria-Partido Justicialista 95 Frente Cívico por Santiago 6 Social Cristiano 3 Partido Justicialista Pampeano 2 Andere (Solidario Si; Movimiento Solidario Popular; Libertad y Democracia; Primero Tucumán; Concertación Forja) 5 Cambiemos 90 Unión-PRO 41 Unión Cívica Radical 40 Coalición Cívica ARI-UNEN 5 Frente Cívico y Social de Catamarca 3 Andere (Partido Conservador Popular) 1 Peronismo Federal 41 Federal Unidos por una Nueva Argentina 28 Compromiso Federal 4 Trabajo y Dignidad 2 Andere (Cultura, Educación y Trabajo; Unión por Entre Ríos; Compromiso por San Juan; Chubut Somos Todos; Unión Celeste y Blanco; Justicialista de la Provincia de Buenos Aires; Salta Somos Todos) 7 Progresistas, Proyecto Sur und Verbündete 9 Partido Socialista 3 Libres del Sur 2 UNEN-Suma+ 2 Andere (GEN, Proyecto Sur) 2 Frente de Izquierda und Verbündete (extreme Linke) 4 Frente de Izquierda y de los Trabajadores 3 PTS-Frente de Izquierda 1 Movimiento Popular Neuquino 2 Gesamt 257
Senat
Senatoren wurden in acht Provinzen nach Mehrheitswahlrecht gewählt. Dabei erhält jeweils die stärkste Kraft zwei Sitze und die zweitstärkste Kraft einen Sitz. Das Frente para la Victoria und die Cambiemos-Parteien konnten jeweils Mandate hinzugewinnen.
Im neuen Senat hat das Frente para la Victoria 41 Sitze, die UCR und Coalición Cívica 11, die nicht das FPV unterstützenden Peronisten (u. a. Frente Renovador) 10, PRO 4, die Mitte-Links-Parteien PS und GEN 2 und sonstige Parteien 4.
Die Endergebnisse in den Provinzen:Senadores Nacionales, Portal der argentinischen Wahlbehörde (elecciones.gob.ar)
Provinz Erste Kraft(2 Senatoren) Zweite Kraft(1 Senator) Catamarca Frente para la Victoria (50,65 %) Frente Cívico y Social (39,89 %) Córdoba Cambiemos (50,23 %) Unión por Córdoba (21,11 %) Corrientes Frente para la Victoria (53,01 %) Encuentro por Corrientes (32,67 %) Chubut Frente para la Victoria (42,51 %) Frente Unión Chubut somos Todos (34,96 %) La Pampa Frente para la Victoria (45,85 %) Propuesta FREPAM (39,58 %) Mendoza Cambiemos (42,87 %) Frente para la Victoria (30,53 %) Santa Fe Frente para la Victoria (32,00 %) Cambiemos (29,61 %) Tucumán Frente para la Victoria (50,18 %) Cambiemos (35,35 %)
Weblinks
Partidos politicos, regimen electoral y sistema politico en la Argentina (PDF) Zur Rezeption der Wahl (alle vom 23. November 2015): FAZ.net: Argentinien wählt den Populismus ab (Kommentar von Nikolas Busse) spiegel.de: Ein radikaler Wechsel (Kommentar von Klaus Ehringfeld) zeit.de / Thomas Fischermann: Argentinien wendet sich nach rechts sueddeutsche.de: Modellwechsel theguardian.com: Argentina president-elect pledges radical policy changes in shift to right elpais.com: Macri pedirá la suspensión de Venezuela de Mercosur (spanisch) elmundo.es: Mauricio Macri, frente al reto de pasar la página K en Argentina (spanisch) Wahlergebnisse der Vorwahl zur Parlamentswahl (pdf, spanisch, von der offiziellen Regierungs-Site http://elecciones.gob.ar)
Einzelnachweise
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