Francisco Kröpfl (* 26. Februar 1931 in Timișoara, Rumänien; † 15. Dezember 2021 in Palermo) war ein argentinischer Komponist.
Leben Kröpfls ungarische Eltern emigrierten mit ihm bereits 1932 nach Argentinien. Dort studierte er in Buenos Aires bei Juan Carlos Paz. 1950 wurde er Mitglied der Agrupación Nueva Música, die er seit 1956 leitete. Entscheidend für seinen musikalischen Werdegang war die Begegnung mit Pierre Boulez, der 1954 in Buenos Aires gastierte. 1959 richtete Kröpfl das erste dauerhafte Studio für elektronische Musik in Lateinamerika ein. 1967 wurde er Direktor der Abteilung für Elektronische Musik am Centro Latinoamericano de Altos Estudios Musicales (CLAEM), 1972 Leiter der Abteilung für zeitgenössische Musik am Centro de Investigación en Comunicación Masiva, Arte y Tecnología (CICMAT). Von 1982 bis 2006 war er Institutschef und Leiter des elektroakustischen Klanglabors am Centro Cultural Ciudad de Buenos Aires. Kröpfl war außerdem Präsident der Federación Argentina de Música Electroacústica (FARME) und lehrte als Professor an der Universität Buenos Aires.Francisco Kröpfl. In: Fundacion Konex 2021 (spanisch) Zu seinem Schülerkreis zählte u. a. Oscar Edelstein.Francisco Kröpfl (1931 – 2021) in: International Confederation of Electroacoustic Music, 16. Dezember 2021 (englisch)
Im Dezember 2021 verstarb Kröpfl im Alter von 90 Jahren.
Schaffen Neben Orchester- und Vokalwerken, Kammer- und Filmmusiken nahmen Kollektivkompositionen im Schaffen Kröpfls einen bedeutenden Platz ein. Stilistisch finden sich in seinem Werk Elemente der Zwölftontechnik sowie atonale und serielle Einflüsse. In Lateinamerika gehört Kröpfl zu den Pionieren auf dem Gebiet der elektroakustischen Musik.
Auszeichnungen 1977: Guggenheim-Stipendium 1989: Preis Magistere vom Institut international de musique électroacoustique de Bourges 2009: Premio Konex 2012: Lifetime Award der Academia Nacional de Bellas Artes
Werke (Auswahl) Nummer 1 für Oboe, Trompete, Posaune, Violine, Kontrabass und Gitarre Nummer 2-4 für Synthesizer Estudio Nr. 7 Música für Flöte und Klarinette, 1951 Dimensión, Filmmusik, 1960 Música für drei Schlagzeuger und elektronische Klänge, 1963 Dialoge I und II für elektronische Musik, 1964/65 Mutación I für Tonband, 1968 Variante für Tonband, 1969 Quebracho, Filmmusik, 1974 Orillas für Tonband, 1988 Metropolis Buenos Aires, Klangcollage, 1989 Adagio in Memoriam für Streichorchester, 1995 Relato, Melodram, 2006 Divergencias para diez instrumentos, 2015
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist (Argentinien) Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Filmkomponist Kategorie:Komponist (elektronische Musik) Kategorie:Argentinier Kategorie:Geboren 1931 Kategorie:Gestorben 2021 Kategorie:Mann