Sumida (japanisch ) ist einer der 23 Bezirke der Präfektur Tokio. Er liegt in einem nordöstlichen Teil der japanischen Hauptstadt Tokio.
Der Name des Bezirks kommt von dem gleichnamigen Fluss Sumida (). Allerdings wurde das erste Zeichen durch das gleichgesprochene erste Zeichen der alternativen Bezeichnung für das Flussufer (, „Deiche des Sumida-gawa“) ersetzt.
Geografie Der Bezirk liegt zwischen den Flüssen Arakawa im Osten und Sumida im Westen.
Geschichte Sumida entstand am 15. März 1947 durch die Zusammenlegung der ehemaligen Stadtbezirke Honjo (, -ku) und Mukōjima (, -ku) der Stadt Tokio.
Stadtteile Der Bezirk Sumida besteht unter anderem aus folgenden Stadtteilen (für eine vollständige Aufzählung, siehe Liste der Stadtteile des Tokioter Bezirks Sumida): Im Südwesten befinden sich auf dem Gebiet des ehemaligen Bezirks Honjo Ryōgoku im Südwesten, wo sich ursprünglich das Ryōgoku Kokugikan befand, in dem mit Unterbrechungen seit 1909 Sumō-Turniere in Tokio ausgerichtet werden; die Ryōgoku-Brücke (Ryōgokubashi) nahe am Bahnhof Ryōgoku führt die Yasukuni-dōri über den Sumida. In Yokoami nördlich davon liegen das heutige Ryōgoku Kokugikan und das Edo-Tokyo-Museum. Weiter nördlich am Ufer des Sumidagawa befinden sich Azumabashi, die gleichnamige Brücke, und – nicht etwa im ehemaligen Bezirk Mukōjima – der Stadtteil Mukōjima. Die früheren Bezirksgrenzen überspannt der Stadtteil Oshiage, wo sich der Tokyo Skytree befindet, Der nordöstliche Teil des Sumida-ku bis zum Arakawa umfasst den ehemaligen Bezirk Mukōjima, der 1932 bei der Eingemeindung von drei Städten aus dem Landkreis Süd-Katsushika in die Stadt Tokio entstanden war. Hier liegen vor allem Wohngebiete und unter anderem die Stadtteile Sumida, Higashi-Mukōjima („Ost-Mukōjima“) und Yahiro.
Verkehr Straße: Stadtautobahn Tokio Nr. 6 (Mukōjima-Linie), nach Chūō oder Katsushika Nr. 7 (Komatsugawa-Linie), von der Ryōgoku Junction in Sumida nach Edogawa Nationalstraße 6, nach Chūō oder Sendai Nationalstraße 14, nach Chūō oder Chiba Zug: JR Chūō-Sōbu-Linie, von Ryōgoku oder Kinshichō nach Mitaka oder Chiba JR Sōbu-Hauptlinie (Sōbu-Schnelllinie), von Kinshichō nach Tokio oder Chiba Keisei Oshiage-Linie, von Oshiage, Keisei Hikifune oder Yahiro nach Katsushika Tōbu Isesaki-Linie, von Narihira-Bashi, Hikifune, Higashi-Mukōjima oder Kanegafuchi nach Taitō oder Isesaki Tōbu Kameido-Linie, von Higashi-Azuma, Omurai oder Hikifune nach Kōtō Toei Asakusa-Linie, von Honjo-Azuma-bashi oder Oshiage nach Ōta Toei Shinjuku-Linie, von Kikukawa nach Shinjuku oder Ichikawa Toei Ōedo-Linie, von Ryōgoku nach Shinjuku oder Nerima Tōkyō Metro Hanzomon-Linie, von Kinshichō oder Oshiage nach Shibuya
Wirtschaft Sumida ist Sitz folgender Unternehmen: Asahi Beer: siebtgrößte Brauerei weltweit (u. a. mit den Marken Asahi Super Dry, Lech, Tyskie, Pilsner Urquell)11 Largest Beer Companies in The World in 2017 auf insidermonkey.com. Tōbu Tetsudō: japanische Eisenbahngesellschaft mit einem der längsten Streckennetz in Japan, 4.300 Mitarbeiter
Politik
mini|Das Rathaus in Azumabashi Bezirksbürgermeister von Sumida ist seit 2015 der ehemalige Bezirksparlamentsabgeordnete Tōru Yamamoto. Bei den einheitlichen Regionalwahlen 2023 wurde er mit Unterstützung durch LDP und Kōmeitō gegen eine KPJ-KDP-Gegenkandidatin mit über 76 % der Stimmen wiedergewählt. Ebenfalls bei den einheitlichen Regionalwahlen wurden die 32 Mitglieder des Kommunalparlaments neu gewählt. Das Rathaus von Sumida befindet sich im Stadtteil Azumabashi.
Für das Parlament der Präfektur Tokio ist Sumida ein Dreimandatswahlkreis, den bei der letzten Wahl 2021 unverändert je ein Mitglied von Tomin First no Kai, Kōmeitō und LDP gewannen.Tōkyō Shimbun: Präfekturparlamentswahl in Tokio 2021, Ergebnis Sumida-ku, abgerufen am 16. Februar 2022.
Für das Unterhaus des nationalen Parlaments bildet der Bezirk Sumida seit 2024 mit einem Teil von Edogawa den Wahlkreis Tokio 14, der seit 2003 mit Unterbrechung von der Liberaldemokratin Midori Matsushima vertreten wird. 2024 wurde sie mit 36,3 % der Stimmen gegen sechs Kandidaten wiedergewählt.
Sehenswürdigkeiten mini|Das Sumida Hokusai Museum, Nordansicht Sumida Hokusai Museum Edo-Tokyo-Museum Kanto-Erdbeben-MuseumBeschreibung des Kanto-Erdbeben-Museums Ryogoku Kokugikan Sumo Hall mit Sumo-MuseumWeb site des Sumo-Museus Tabak- und Salzmuseum Tokio Museum für japanische Schwertkunst Tokyo Skytree Firmensitz der Asahi-Gruppe
Nahe der Sumo-Halle befindet sich der 2020 errichtete APA Hotel & Resort Ryōgoku Ekimae Tower.
Söhne und Töchter der Stadt Hokusai (1760–1849), Vertreter des japanischen Ukiyo-e Yui Kano (* 1983), Synchronsprecherin Seiji Miyaguchi (1913–1985), Schauspieler Masakazu Morita (* 1972), Synchronsprecher und Schauspieler Hiroyuki Nagahama (* 1958), Politiker Sadaharu Oh (* 1940), Baseballspieler
Städtepartnerschaften Takahata Shíjǐngshān Qū, Peking (seit 13. Dezember 1997) Seodaemun-gu, Seoul (seit 3. Oktober 2003)
Angrenzende Städte und Gemeinden Tokio: Bezirke Taitō, Arakawa, Edogawa, Katsushika, Adachi, Chūō, Kōtō
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Stadtbezirk von Tokio