Paul Hartig war ein deutscher Rassentheoretiker, Schriftsteller und Verleger.
Hartig arbeitete als Sparkassenangestellter in Jena. Völkisch-neopagane Vorstellungen zur germanischen Religion erfüllten ihn. Er begründete 1911 die Zeitschrift „Nornen. Monatsschrift für deutsche Wiedergeburt und ario-germanische Kultur“, die er im eigenen Nornen-Verlag in Jena herausgab. Ein Autor war der Wiener Ariosoph Guido von List. Sie diente später auch der Wodan-Gesellschaft als Mitteilungsblatt. 1909 gründete Hartig den nach Freimaurerart organisierten Geheimbund Wälsungen-Orden, der später mit dem Germanenorden verschmolz. 1916 propagierte er den Deutschen Volksbund, den in Berlin Jürgen von Ramin führte und dort in den Deutsch-Völkischen Schutz- und Trutzbund überführte. Die religiös-okkulten Verbände dieser Zeit gewannen aber in der NSDAP kaum Einfluss.
Schriften Der deutsche Volksbund: Seine Notwendigkeit, sein Wesen und Wirken, Nornen Verlag, Jena 1918 Der Wälsungen-Orden, Nornen Verlag, Jena 1918 Vom künftigen Kaiserreich Deutschland, Jena 1919 Germanische Glaubensleite Nornen Verlag, Jena 1920 Die völkische Weltsendung, Verlag deutsche Gemeinschaft, Bad Berka 1924
Literatur Uwe Puschner u. a. (Hrsg.): Handbuch zur „Völkischen Bewegung“ 1871–1918. Saur, München u. a. 1996 Hubert Cancik, Uwe Puschner u. a. (Hrsg.): Antisemitismus, Paganismus, Völkische Religion. Saur, München 2004, ISBN 3-598-11458-3
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