mini|Lage der Gemeinde Ghilad im Kreis Timiș mini|Das Herrschaftshaus Gudenus in Gad Gad (bis 1924 Gureni, , oder Gáad und Fodorháza, serbisch Gad) ist ein Dorf im Kreis Timiș, Banat, Rumänien. Gad gehört zur Gemeinde Ghilad.

Geografische Lage Gad liegt im Südwesten des Kreises Timiş, am linken Maroschufer, nahe der Grenze zu Serbien, in 20 Kilometer Entfernung zu Ciacova und 50 Kilometer zu Timișoara.

Nachbarorte

Geschichte Der Legende nach kommt der Name der Ortschaft von dem Woiwoden Glad, der um 895 hier mit den Ungarn kämpfte. Nach dem Rückzug der Armeen wurde die Ortschaft Gad gegründet und nach ihm benannt.

1332–1337 wurde die Ortschaft erstmals in den päpstlichen Zehntlisten erwähnt. Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717, ist der Ort mit 30 Häusern eingetragen und gehörte zum Distrikt Ciacova. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718), als das Banat eine Habsburger Krondomäne wurde, war Gad Teil des Temescher Banats. Auf der Mercy-Karte von 1723 ist der Ort von Rumänen bewohnt.

1788 machte Kaiser Joseph II. auf dem Weg nach Belgrad Rast bei Petru Miloș in Gad. Als Dank für dessen Gastfreundschaft schenkte der Kaiser ihm ein Nonius-Pferd aus dem Gestüt von Mezöhegyes.

Die letzten Grundbesitzer von Gad waren Hugo und Bela Gudenus. Das Kastell Gudenus ist bis heute erhalten. Dank der Abgeschiedenheit des Ortes und der schlechten Verkehrsverbindungen sinkt die Einwohnerzahl von Gad stetig.

Fodorhausen Im Süden von Gad wurde 1818 Fodorhausen mit 48 deutschen Familien angelegt. Nach der Dreiteilung des Banats am 4. Juni 1920 infolge des Vertrags von Trianon, als Fodorhausen an das Königreich Rumänien fiel, wurde die einstige Verbindung zum Verwaltungszentrum Großbetschkerek und zur nahe gelegenen Stadt Módos, die beide Serbien zugeteilt worden waren, unterbrochen. In der Folge wurde Fodorhausen nach und nach verlassen und verfiel. Heute steht in Fodorhausen kein einziges Haus mehr.

Demografie VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 960 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Serben 1880 839 212 41 112 474 1910 1141 316 90 101 634 1930 1227 402 75 195 555 1977 428 240 24 14 150 2002 190 133 7 6 44

Die Einwohnerzahlen von Fodorhausen: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1880 114 1 - 112 1 1890 214 2 4 208 - 1910 174 5 17 151 1 1920 155 - 9 146 -

Sehenswürdigkeiten Das Herrschaftshaus Gudenus in Gad aus dem 19. Jahrhundert wurde zum historischen Nationalgut erklärt.

Literatur Elke Hoffmann, Peter-Dietmar Leber und Walter Wolf: Das Banat und die Banater Schwaben. Band 5. Städte und Dörfer, Mediengruppe Universal Grafische Betriebe München GmbH, München, 2011, 670 Seiten, ISBN 3-922979-63-7.

Weblinks

prinbanat.ro, Das Kastell Gudenus banater-aktualitaet.de, Anton Zollner: Fodorhausen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Banat (Rumänien)