mini|Kirche mit Gemeindehaus und Pastorat

mini|hochkant|Westseite des Kirchenschiffs und Turm Die evangelisch-lutherische Christophorus-Kirche in Hamburg-Hummelsbüttel, Poppenbüttler Stieg 27 / Hummelsbütteler Weg, gehört zu den Hamburger Kirchenbauten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in den frühen 1950er-Jahren noch mit wenig Mitteln errichtet wurden, und steht unter Denkmalschutz.

Bau der Kirche Bereits mit der Grundsteinlegung am 31. August 1952 entschied man sich den Namen des heiligen Christophorus für die Kirche zu verwenden. Das Richtfest feierte man bereits am 10. Oktober 1952. Von Ende 1952 bis Mitte 1953 baute man zunächst das Kirchenschiff, das am 9. August 1953 eingeweiht wurde. In seine Westseite ist ein Konfirmandensaal integriert, über dem die Orgelempore liegt. Einige Nebenräume ergänzen das Gebäude, bei Bedarf können Konfirmandensaal und Nebenräume mit dem Gottesdienstraum verbunden werden. Der Hauptraum mit seinen 150 Sitzplätzen ist nahezu quadratisch, bei der Anordnung der Bänke verzichtete man auf einen Mittelgang. Durch Konfirmandensaal, Vorräume und Altarraum wird das Gebäude als Ganzes rechteckig. Der 26 m hohe kupfergedeckte, von 1954 bis 1955 erbaute Turm ist über einen geschlossenen Gang mit dem Kirchenschiff verbunden.

Seit 1980 ist der Kirchenvorplatz in der heutigen Form mit Granitsteinen und Grandflächen befestigt.

Architekten von Kirche und Turm waren Bernhard Hopp und Rudolf Jäger.

1967 wurde das benachbarte evangelisch-lutherische Alten- und Pflegeheim „Christophorus Haus“Christophorus Haus eingeweiht.

Innenausstattung Die Ausstattung rund um den Altar schuf Fritz Fleer 1953 aus Bronze. Über dem Altar hängt das Kruzifix frei an Ketten von der Decke, auf dem Altar befinden sich zwei Leuchter und eine Reliefdarstellung des Emmausmahls. Kanzel und Taufe aus Holz kamen erst 1956 in die Kirche, die Intarsien ergänzte Maria Pirwitz 1960, sie wurden 1971 renoviert und teilweise verändert. Teile der silbernen Ausstattung wie Taufschale und Abendmahlskanne fertigten W. und H. Traxel bereits 1950. Der bronzene Osterleuchter stammt ebenfalls von Fleer und ergänzt die Ausstattung seit 1969.

An Nord- und Südwand des Kirchenschiffs hängen seit 1961 bronzene Kerzenleuchter, die Wände zeigen im oberen Bereich auf ganzer Länge ein Relief der Bibelsprüche „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort da deine Ehre wohnet“ (Nordwand) und „Wir haben hier keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suchen wir“ (Südwand).

Glocken Die Kirche hat insgesamt fünf Bronzeglocken im Turm. Am 27. Februar 1957 wurden von der Gießerei Rincker vier Glocken gegossen und als Advents-, Oster-, Weihnachts- und Pfingstglocke am Ostersonntag geweiht. Am 30. Oktober des gleichen Jahres folgt die größte Glocke, die am 10. November als Ewigkeitsglocke geweiht wird.

Zusätzlich gibt es eine kleine Gebetsglocke (Vaterunserglocke) mit dem Schlagton a'' im Westgiebel des Kirchenschiffs. Sie wurde im 14. Jahrhundert gegossen und stammt ursprünglich aus Steinborn in Schlesien.Gertrud Schiller: Hamburgs neue Kirchen 1951–1961. Seite 73. (vgl. Literatur)Geschichte der Gemeinde, Eintrag zum Jahr 1984. Abgerufen am 22. Juli 2015. + Glocke Name Durchmesser Masse Schlagton Inschrift 1 Jesus Christus / Ewigkeitsglockeca. 890 mm451 kga′"Siehe, ich komme bald!"2 Apostel / Pfingstglockeca. 795 mm304 kgc″"Ich bin Botschafterin an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott!"3 Gabriel / Osterglockeca. 705 mm205 kgd″"Ich bezeuge: Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Hallelujah!"4 Christophorus / Weihnachtsglockeca. 625 mm142 kge″"Ich verkündige: Uns ist ein Kind geboren, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter"5 Johannes / Adventsglockeca. 540 mm102 kgg″"Ich bin die Stimme eines Predigers: In der Wüste richtet den Weg des Herrn!"

Orgel mini|hochkant|Innenraum, Blick zur Orgelempore Seit 1956 besitzt die Kirche eine Orgel aus der Werkstatt von Ernst Brandt, die 2000 durch Orgelbau Erbslöh renoviert wurde. Ihre Disposition lautet:Eintrag in der Orgeldatenbank orgbase.nl. Abgerufen am 20. Juli 2015. I Hauptwerk C– 1. Rohrflöte 8′ 2. Prinzipal 8′ 3. Spitzflöte 4′ 4. Nasat ′ 5. Oktav 2′ 6. Mixtur IV-VI 1′ 7. Trichterregal 8′ II Rückpositiv C– 8. Gedackt 8′ 9. Rohrflöte 4′ 10. Prinzipal 2′ 11. Quinte ′ 12. Sesquialtera II 13. Scharff III ′ 14. Krummhorn 8′ Pedal C– 15. Untersatz 16′ 16. Prinzipal 8′ 17. Oktav 4′ 18. Nachthorn 2′ 19. Mixtur IV-VI ′ 20. Posaune 16′ Koppeln: II/I, I/P, II/P Zimbelstern

Galerie

Einzelnachweise

Literatur Gertrud Schiller: Hamburgs neue Kirchen 1951–1961. (hrsg. von der Evangelisch-lutherischen Kirche Hamburg) Hans Christians Verlag, Hamburg 1961, S. 54 f., S. 73.

Weblinks

Homepage der Gemeinde Geschichte von Gemeinde und Kirche von 1946 bis 2013 Verzeichnis der geschützten Denkmäler der Stadt Hamburg

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