Die Deutsche Maschinen- und Schiffbau AG Rostock (DMS) war ein deutsches Schiffbauunternehmen.
Am 1. Juni 1990 erfolgte die Gründung der DMSLars Pennig, Kristian Uhlenbrock, Wiebke Hebold: Infoblatt Werften in der DDR, Ernst Klett Verlag. durch die Treuhandanstalt in Berlin. Die DMS war Rechtsnachfolger des VEB Kombinat Schiffbau und Mitglied im Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM).
Am 8. Juni 1990 wurden mit Wirkung vom 1. Juni 1990 in Berlin durch die Treuhandanstalt die Volkseigenen Betriebe des Kombinats Schiffbau in 24 Kapitalgesellschaften umgewandelt und als Tochterunternehmen der DMS zugeordnet.
Zusammensetzung Hierzu zählten: dokumentation.landtag-mv.de: Beschlussempfehlung und Bericht – des 3. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, abgerufen am 22. August 2026.Karin Gehrke: „An der Küste werden weiter Schiffe gebaut“ S. 108, In: Kombinate: Was aus ihnen geworden ist. Reportagen aus den neuen Ländern. Berlin / München, „Verlag die Wirtschaft“ 1993. sieben Werften elf spezialisierte Zulieferbetriebe fünf Consulting- und Engineering-Unternehmen und das Handelshaus Schiffscommerz
Bei den Werften handelt es sich um diejenigen, die in den Sees- und Binnenschiffbau involviert waren: die Warnowwerft Warnemünde die Volkswerft Stralsund die Mathias-Thesen-Werft Wismar (MTW) die Neptun Werft Rostock die Peene-Werft Wolgast die Elbewerft Boizenburg die Roßlauer Schiffswerft
Der ehemalige Kombinatsbetrieb Yachtwerft Berlin wurde nicht durch die DMS übernommen.bpb.de: Gezeitenwechsel an der Ostsee – Die Privatisierung des DDR-Schiffbaus, abgerufen am 23. August 2026.
Zulieferbetriebe waren: der VEB Dampfkesselbau Dresden-Übigau der VEB Dieselmotorenwerk Rostock der VEB Gießerei und Maschinenbau „Max Matern“ Torgelow der VEB Industrie-Kooperation Schiffbau Rostock (bis 1971: VEB Isolier- und Kältetechnik Schiffbau Rostock) der VEB Maschinenbau Halberstadt der VEB Klement-Gottwald-Werke Schwerin (bis 1952: VEB Schweriner Industriewerke) der VEB Kühlautomat Berlin der VEB Schiffsanlagenbau Barth der VEB Schiffselektronik „Johannes Warnke“ Rostock die Schiffswerft Oderberg (wurde zum Zulieferbetrieb umgeformt) die Schiffswerft Rechlin (wurde zum Zulieferbetrieb umgeformt)
Aufgabe Aufgabe der DMS nach Vorgaben der Treuhandanstalt war es, diese 24 Betriebe zu führen und auf westdeutschen Standard umzustellen, sowie möglichst arbeitsplatzschonend zu privatisieren..
Problematik Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre und dem Ende der DDR-Mitgliedschaft im RGW auf Grund der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion verloren die ostdeutschen Werften und ihre Zulieferer ihren Hauptabsatzmarkt. Zusätzlich belastet wurden die Betriebe durch Lohnerhöhungen nach der deutschen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion. Damit stiegen die Lohnstückkosten weit über das Niveau der westdeutschen Industrie und verringerten die Wettbewerbsfähigkeit.Gerlinde Sinn, Hans-Werner Sinn: Kaltstart – Volkswirtschaftliche Aspekte der deutschen Vereinigung. Tübingen 1992, ISBN 978-3-16-145869-9.
Privatisierungen Die Neptun Werft wurde durch die Treuhandanstalt in den Bremer Vulkan eingegliedert. Die Volkswerft Stralsund, die Mathias-Thesen-Werft und das Dieselmotorenwerk Rostock wurden ebenfalls vom Bremer Vulkan übernommen; die Warnowwerft ging an Kværner. Die Binnenwerften in Boizenburg und Roßlau gingen an Dieter Petram.
Bei der Privatisierung des Schiffbaukombinates wurden 854 Mio. DM EU-Fördermittel, die für die Ostwerften bestimmt waren, rechtswidrig zur Sanierung der Stammbetriebe des westdeutschen Bremer Vulkan verwendet.
Siehe auch Werftenkrise in Mecklenburg-Vorpommern
Literatur Marion Eich-Born: Transformation der ostdeutschen Schiffbauindustrie: Anpassungsprozesse in einem global-lokalen Institutionengefüge. Lit Verlag, Münster 2005, ISBN 3-8258-7751-5 (Auszug auf Google-Bücher).
Einzelnachweise
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