Dunajek () ist eine kleine Siedlung in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, die zur Landgemeinde Kowale Oleckie (Kowahlen, 1938–1945 Reimannswalde) im Powiat Olecki (Kreis Oletzko, 1933–1945 Kreis Treuburg) gehört.
Geschichte Dunajek ist eine kleine Waldsiedlung („osada leśna“) am Nordostrand des Borkener Forstes (auch: Borker Heide, ) im Nordosten der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Sie liegt an einer Nebenstraße, die Grabowo (Grabowen, 1938–1945 Arnswald) an der Woiwodschaftsstraße DW 650 (einstige deutsche Reichsstraße 136) mit Czerwony Dwór (Rothebude) verbindet und ist über den gleichnamigen – jedoch zur Stadt- und Landgemeinde Gołdap (Goldap) gehörigen – Ort Dunajek (Groß Duneyken, 1928–1938 Duneyken, 1938–1945 Duneiken) erreichbar.
Bis 1945 war die Försterei Duneyken/DuneikenDietrich Lange: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Duneiken, Försterei ein Ortsteil der Landgemeinde Groß Duneyken (bzw. Duneyken/Duneiken). Diese war in den Amtsbezirk AltenbudeRolf Jehke: Amtsbezirk Altenbude () eingegliedert und gehörte zum Kreis Goldap im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Duneyken gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Duneyken stimmten 308 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfiel keine Stimme.Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland – Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 63.
In Kriegsfolge kamen die Gemeinde Duneiken und der Ortsteil Duneiken, Forst, 1945 zu Polen, wobei die Försterei dem Powiat Olecki (Kreis Oletzko, 1933–1945 Kreis Treuburg) zugeordnet wurde. Heute ist der Ort als eine kleine Siedlung Teil der Landgemeinde Kowale Oleckie innerhalb der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Die kleine Ortschaft gehört zum Schulzenamt () Czerwony Dwór.
Religionen Kirchlich war Duneyken bis 1945 an das evangelische Kirchspiel GrabowenWalther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 479. bzw. an die katholische Pfarrei in Goldap angebunden. Heute gehört es zur katholischen Pfarrgemeinde in Grabowo (Bistum Ełk) bzw. zur evangelischen Kirche Suwałki-Gołdap (Diözese Masuren).
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Kowale Oleckie