mini|Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2018 Hofstetten (bis 2003 amtlich Hofstetten bei Elgg) ist ein Ortsteil der Gemeinde Elgg im Schweizer Kanton Zürich. Bis zum 31. Dezember 2017 bildete er eine selbständige politische Gemeinde.

Zur ehemaligen Gemeinde Hofstetten gehören auch die Weiler Dickbuch, Jakobstal, Geretswil, Huggenberg, Tiefenstein, Scheunberg, Steig und Wenzikon. Dickbuch, Hofstetten, Huggenberg, Geretswil und Wenzikon waren bis 1928 eigenständige Zivilgemeinden.

Wappen Blasonierung: In Gold ein gezinnter schwarzer Balken mit Mauerstrichen, begleitet von fünf roten Sternen (3, 2)

Geographie Hofstetten liegt zwischen Murg- und Tösstal nördlich des Schauenbergs, an der östlichen Grenze des Kantons Zürich. Die Gemeindefläche ist zu 46 % mit Wald bedeckt, 50 % dienen der Landwirtschaft.

Die ehemalige Gemeinde Hofstetten grenzt im Norden an das Städtchen Elgg, im Osten an Aadorf (TG), im Südosten an Bichelsee-Balterswil (TG), im Süden an Turbenthal, im Westen an Schlatt und im Nordwesten an Elsau.

Bevölkerung + Bevölkerungs­entwicklung1850–1950: Eidgenössische Volkszählungen, danach: Gemeindeporträts. Hofstetten ZH. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2000–2015. Jahr Einwohner 1467 ca. 90 1850 587 1900 478 1950 461 2000 436 2005 416 2010 447 2015 481 2016 498

Die Hauptsprache der Bevölkerung ist mit 98,6 % Deutsch, daneben sprechen 0,5 % Französisch und 0,25 % Italienisch.

Politik Letzter Gemeindepräsident war Roger Gerber (parteilos).

Bei der Nationalratswahl 2015 erreichten die Parteien folgende Wähleranteile: SVP 61,6 %, EVP 8,3 %, SP 7,3 %, glp 5,0 %, EDU 4,7 %, BDP 4,4 %, FDP 4,0 %, Grüne 1,2 %, CVP 0,7 %, SD 0,5 % und andere 2,4 %.Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien in %, nach Gemeinde. Hofstetten ZH. Bundesamt für Statistik, 28. Mai 2021, abgerufen am 6. Oktober 2023 (XLSX; 543 kB).

Geschichte Hofstetten findet sich erstmals 914 als Pipineshovestetin «bei den Hofstätten des Pipin» bezeugt.

Die oberhalb Hofstettens liegende heutige Ruine Schauenberg geht auf die Zeit um 1200 zurück. Sie war Sitz eines 1242 erstmals erwähnten sankt-gallischen Ministerialengeschlechts, wurde um 1331 von Beringer von Hohenlandenberg übernommen und um 1344 von den Österreichern und Zürchern geschleift.

1424 (definitiv 1452) gelangte Hofstetten mit der Grafschaft Kyburg hochgerichtlich an die Stadt Zürich. 1798 wurde es eine politische Gemeinde; kirchlich gehörte es immer zu Elgg.

Am 15. Januar 2017 entschieden die Stimmbürger in Hofstetten und Elgg, dass die politische Gemeinde Hofstetten ab 2018 Teil der Gemeinde Elgg wird.

Seit dem Fahrplanwechsel 2008/09 ist Hofstetten an den öffentlichen Verkehr angebunden. Bis dahin war Hofstetten die einzige Gemeinde im Kanton Zürich, welche nicht an das ZVV-Netz angebunden war. Die Linie (Elgg – Hofstetten ZH – Schlatt ZH – Elsau – Winterthur) verkehrt seitdem im Stundentakt. Im Dezember 2018 wurde die Linie (Elgg – Hofstetten ZH – Oberschlatt – Girenbad) eingeführt, welche an den Wochenenden viermal pro Tag einen Halbstundentakt nach Elgg ermöglicht.

Persönlichkeiten Fritz Stüssi (1874–1923), Komponist, Organist und Dirigent der Spätromantik

Sehenswürdigkeiten

Galerie

Literatur Hans Martin Gubler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band VII: Der Bezirk Winterthur. Südlicher Teil. Hofstetten (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 76). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1986, ISBN 3-7643-1786-8, S. 267–281 (Digitalisat).

Weblinks

Statistische Daten der Gemeinde Hofstetten ZH (bis 2017)

Einzelnachweise

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